Tagesarchiv für 8. April 2019

RT im Kino

Friedhof der Kuscheltiere

Montag, den 8. April 2019

Louis Creed (Jason Clarke) und seine Frau Rachel (Amy Seimetz) wagen den Neuanfang. Mit ihren beiden Kindern Gage (Hugo/Lucas Lavoie) und Ellie (Jeté Laurence) ziehen sie in ein Haus in einer Kleinstadt.
Das Grundstück ist riesig, es reicht bis in einen Wald. Nachbar Jud Crandall (John Lithgow) zeigt Louis zudem noch eine Besonderheit. Ebenfalls auf ihrem Grundstück befindet sich der Friedhof der Haustiere. Viele Tiere sind dort schon begraben.
Sie werden ihn bald brauchen: Der Kater der Creeds wird überfahren, auf dem Friedhof soll er beerdigt werden. Jud allerdings zeigt Louis eine ganz spezielle Stelle für die Beerdigung. Dort ist ein Zauber versteckt. Und plötzlich ist der Kater wieder im Haus – allerdings verhält er sich angsteinflößend.

Schon 1989 ist Stephen Kings Roman “Friedhof der Kuscheltiere” verfilmt worden. 2002 gab es einen zweiten Teil. Nun kommt das Remake. Unter der Regie von Kevin Kölsch und Dennis Widmyer ist das Grauen neu verfilmt worden. Und das ist überhaus gelungen.
Denn schnell wird klar: Da stimmt was nicht. Der Film verbreitet einen Grusel, der mehr und mehr zu einer Daueranspannung führt. Einige Schockmomente haben es durchaus in sich.
Als es später zu einem schweren Unfall kommt und Louis eine folgenschwere Entscheidung trifft, ist das Grauen perfekt.
Dieser Film ist über lange Phasen regelrecht angsteinflößend. Das liegt auch daran, dass man an einem bestimmten Punkt als Zuschauer weiß oder ahnt, was in den nächsten Minuten passieren wird. Dieses Vorwissen führt aber nicht zu Langeweile, sondern sorgt dafür, dass sich der Thrill noch verstärkt.
Ganz klar: Dieser Film macht einen fertig, und er wirkt nach. Wenn man aus dem Kino kommt, und da sitzt plötzlich eine ach so liebe Mietzekatze…

Friedhof der Kuscheltiere
USA 2018, Regie: Kevin Kölsch, Dennis Widmyer
Paramount, 101 Minuten, ab 16
9/10

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RTelenovela

Neu-Marwitz

Montag, den 8. April 2019
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Noch vor zwei Jahren endete die Glienallee in Marwitz auf halbem Weg. Damals parkte ich mein Auto noch in einer Sackgasse. Dahinter war freies Feld. Wir liefen über die Stoppelfelder und sahen uns um: Der Blick ging in die Ferne, und da war noch wenig zu sehen.
Der Bürgermeister von Oberkrämer war da, ein Investor, und wir alle schauten auf eine große Karte. Darauf zu sehen war, was denn mal auf diesem freien Feld entstehen soll: nämlich ein neues großes Wohngebiet.

Inzwischen gibt es dieses Wohngebiet. Am Ende sollen es mehr als 160 neue Häuser sein, die dort stehen werden. Marwitz wird sich immens vergrößern.
Am Sonntag bin ich zum ersten Mal die Glienallee weitergefahren – rein ins neue Wohngebiet. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, wenn man die Bilder von vor zwei Jahren vor Auge hat, und noch sieht dieses Areal sehr künstlich aus. Überall wird noch gebaut, überall sieht man noch Provisorien. Plötzlich gibt es dort Straßen, an die vorher nicht zu denken war.
Es fühlte sich an, als betrete man das erste Mal eine neue Welt.

Für Marwitz geht es nun darum, diese Neubürger willkommen zu heißen, sie zu integrieren. In der Hoffnung, dass diese Neubürger ihre neue Heimat auch annehmen wollen und nicht nur zum schlafen nutzen möchten.

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