Tagesarchiv für 14. März 2019

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Karl-Dietmar Plentz / Andrea Specht: Der Brotmacher – Bäcker. Beter. Unternehmer.

Donnerstag, den 14. März 2019
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An Karl-Dietmar Plentz kommt man in Oberhavel kaum vorbei. Die Filialen seiner Bäckerei sind u.a. in Oranienburg, Kremmen und Velten. In Schwante steht die große Backstube, dort schlägt das Herz des Unternehmens.
Aber der Bäckermeister tritt nicht nur dort in Erscheinung. ER ist in der Lokalpolitik tätig, er engagiert sich in der Region und ist bekennender Christ.
Davon erzählt er nun auch in einem Buch.
Plentz ist immer wieder zu Vorträgen eingeladen, dort erzählt er über sein Unternehmen und wie sich das mit seinem Glauben vereinbaren lässt. Immer wieder ist er gefragt worden, ob man diese Vorträge irgendwo nachlesen könne. Schließlich ist er auch von einem Verlag angesprochen worden. Die Idee eines Buches war geboren.
Gemeinsam mit der Berliner Autorin und Lektorin Andrea Specht hat Plentz 2018 viele gemeinsame Stunden verbracht. Sie haben sich über sein Leben unterhalten, er hat Anekdoten und seine Geschichte dargelegt. Sie hat das in seinen Worten in Buchform gebracht. Nun ist “Der Brotmacher” im christlichen Brunnen-Verlag erschienen. Untertitel: “Bäcker. Beter. Unternehmer.”

Das Buch spielt auf mehreren Ebenen. Plentz berichtet von seiner Jugendzeit, als er mit Freunden am Mühlensee in Vehlefanz so etwas wie Bomben gebaut hat, die dann auch tatsächlich detonierten. Das hat für ordentlich Ärger gesorgt. Das Muttersöhnchen – er ist zu Hause nie ausgezogen, die Familie blieb in Schwante bis zum Tod der Eltern immer beisammen – erzählt davon, wie er als Christ in der DDR zurecht kam. So weigerte er sich während des Kriegsdienstes zu schießen – und kam irgendwie damit durch. Viel erzählt er von seiner Familie, wie er seine Frau kennengelernt hat, wie sich das Leben mit seinen Kindern gestaltet. Plentz legt aber auch dar, wie sein Bäckerunternehmen das wurde, was es jetzt ist. Welche Kämpfe zu gewinnen waren und welche Konzepte dahinterstehen.

Wer Plentz nur als Bäcker und örtlichen Wohltäter kennt, wird in seinem Buch viel Neues über ihn erfahren. Erstaunlich offen erzählt er aus seinem Leben. Der Leser bekommt mit, welchen unglaublichen Zusammenhalt es in dieser Familie gibt. Aber auch, dass in jeglicher Hinsicht sehr viel Arbeit dahintersteckt. Arbeit, um diese Familie zusammenzuhalten, um das Unternehmen zu führen. Ein bisschen schade ist, dass gegen Ende eher nur noch eine Aufzählung verschiedener PR-Konzepte erfolgt.
Dass Karl-Dietmar Plentz tiefgläubig ist, ist keine Neuigkeit. Erstaunlich ist mitunter, wie weit dieser Glauben geht. In fast jedem der Kapitel spielt Gott eine Rolle. Es ist immer Gott, der, so sagt es Plentz, in sein Leben eingreift, es beeinflusst, es steuert und der ihm Hinweise gibt. Das kann man nicht kritisieren, es ist ein nicht veränderbarer Lebensstil. Als Außenstehender ist die Umfänglichkeit des Glaubens aber mitunter befremdlich. So wird im Buch erzählt, dass es Probleme beim Umbau der Veltener Filiale gab, die fast zum Projekt-Aus führten. Mitglieder des christlichen Unternehmerkreises trafen sich daraufhin dort zum beten, es wurde Gott geweiht. Kurz danach sei plötzlich der Brief gekommen, der das Projekt-Aus abwendete. Gottes Tat. Es ist einer der Uijuijui-Momente.
Auch erscheinen einige der familiären Erzählungen hin und wieder ein wenig zu intim. Andererseits drückt sich Plentz sehr blumig aus als vom einem Fehler die Rede ist, die fast zur Scheidung mit seiner Frau geführt habe. Aber auch da sei Gott zur Stelle gewesen.
Darauf muss und kann man sich jedoch einlassen. Auch wenn diese Erzählung einer sehr christlichen Lebensweise mitunter befremdlich erscheint – es macht das Buch nicht zu einem schlechten Buch. Nur weil man einiges merkwürdig findet und für sich selbst ablehnt, ist es dennoch interessant zu lesen. Letztlich ist es genau das, was es im Titel verspricht.

Karl-Dietmar Plentz / Andrea Specht: Der Brotmacher – Bäcker. Beter. Unternehmer.
Brunnen, 208 Seiten
7/10

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ORA aktuell

Gelber Sack in Oranienburg wird 2020 abgeschafft

Donnerstag, den 14. März 2019

Zum 1. Januar 2020 verschwindet in Oranienburg der Gelbe Sack. Die Sammlung von Leichtverpackungen soll dann auf gelbe Tonnen umgestellt werden. Das hat der Kreistag am Mittwoch mehrheitlich beschlossen.

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Die Florian Schroeder Satire Show

Donnerstag, den 14. März 2019
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DI 12.03.2019 | 23.00 Uhr | hr fernsehen

Von der ARD ist man ja in Sachen Sendezeiten und -plätze einiges gewöhnt. Das Beste Beispiel ist die Satireshow “extra 3”, die mal mittwochs um 22.50 Uhr im NDR läuft und mal donnerstags um 22.45 Uhr im Ersten. So genau weiß man das da immer nicht, aber man lässt sich ja gerne überraschen.

Noch irrer ist es im Fall von Florian Schroeder. Der war 2018 mit einer Late-Night-Show im Spätprogramm des rbb vertreten. Mit Stand-up, Talkgast und Musik oder Comedyeinlage.
Aber auch hier war es eher verwirrend, wann sie denn mal zu sehen war. “Die Florian Schroeder radioeins Satireshow” kam an zwei Dienstagen hintereinander, dann wochenlang nicht, dann wieder an zwei Dienstagen.

Nun aber wird es wirklich verwirrend: Denn am Dienstagabend lief die Sendung plötzlich nicht mehr im rbb, sondern im hr fernsehen. Aufgezeichnet nicht in Berlin, sondern in Frankfurt/Main. Nicht mit radioeins als Partner, sondern mit hr1. Der Vorspann war fast derselbe, einige Frankfurt-Elemente hat man eingefügt. Das Logo ist auch gleich, nur eben ohne den radioeins-Zusatz.
Die Bühne ist eine andere, eine Band hat er zusätzlich. Ansonsten ist die hr-Version von der “Florian Schroeder Satire Show” deckungsgleich.

Das wirft Fragen auf. Wenn Florian Schroeder mit seiner Show zwischen Berlin und Frankfurt, warum arbeiten rbb und hr nicht zusammen? Warum läuft die Show nicht immer auf beiden Sendern? Denn mal ehrlich: Welcher normale Zuschauer sieht denn da durch, wenn die Sendung plötzlich den Sender wechselt?
Und warum kommt sie grundsätzlich nicht regelmäßiger? Und wieso ist sie überhaupt versteckt in wechselnden Dritten Programmen?
Man könnte sagen: Die ARD hat eine Late Night, versteckt sie aber in den Tiefen des Sender-Universums.
Muss man nicht verstehen.

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