Tagesarchiv für 11. März 2019

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Tagesschau: Jan Hofer

Montag, den 11. März 2019
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SO 10.03.2019 | 9.55 Uhr | Das Erste

9.55 Uhr. Jan Hofer tritt seinen Dienst bei der Tagesschau an. Er spricht die Nachrichten. In Nordkorea haben die Parlamentswahlen begonnen. Der Brexit soll verschoben werden.
11.00 Uhr. Jan Hofer liest die zweite Tagesschau an diesem Sonntag. In Äthiopien ist ein Flugzeug abgestürzt. Nordkroea wählt weiter.
13.30 Uhr. Jan Hofer leistet auch den Mittagsdienst. Beim Flugzeugabsturz sind alle 157 Insassen gestorben. Der Nordkorea-Einspieler ist noch derselbe.
15.24 Uhr. Jan Hofer liest die Nachrichten in der Sportpause. Schlimme Bilder aus Äthiopien. Nordkorea ist irgendwie rausgeflogen, dafür geht es um die Pressefreiheit in der Türkei.
17.20 Uhr. Bals gibt es Abendbrot, Jan Hofer ist weiter im Dienst. Immer noch schlimme Bilder aus Äthiopien. Ausführlicher Beitrag zum Rauswurf zweier Journalisten aus der Türkei. Sturm in Deutschland. Nordkorea ist raus.
20 Uhr. Die Hauptausgabe der Tagesschau. Jan Hofer ist immer noch im Dienst, allerdings hat er sich einen neuen Anzug gegönnt. Flugzeugabsturz, Türkei, Fußball, Sturm. Nichts aus Nordkorea.
22.49 Uhr. In den Tagesthemen liest Jan Hofer den Nachrichtenblock. Äthiopien ist nur noch eine Randnotiz.

Bei ARD aktuell scheint es einerseits ja wirklich spannende Arbeitszeit-Regelungen zu geben. Und offenbar auch einen Mitarbeitermangel. Warum sonst musste Jan Hofer von 9.55 Uhr am Morgen bis nach 23 Uhr im Dienst sein?
Normalerweise fällt so was sicherlich gar nicht weiter auf – wer sieht schon den ganzen Tag Nachrichten? Wer sich aber dann durch die ARD-Mediathek scrollt, dem dürfte das schnell aufgefallen sein.
Vermutlich wird Jan Hofer zwischendurch ein Nickerchen gehalten haben, aber ein Mehr-als-13-Stunden-Dienst am Sonntag ist heftig. Zumal der Mann auf die 70 zugeht. Vielleicht aber fällt ihm zu Hause auch die Decke auf den Kopf…

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Klassentreffen – Die Serie

Montag, den 11. März 2019
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FR 08.03.2019 | 21.00 Uhr | one

90 Minuten “Klassentreffen” reichen nicht, sagte man sich wohl beim WDR. Am Mittwochabend lief im Ersten der wunderbare Film, und es machte Spaß zuzusehen, wie sich ehemalige Klassenkameraden nach 25 Jahren mitunter zerfleischen. Das Besondere: Der Film entstand durch Improvisation.
Beim Drehen entstand dadurch natürlich sehr viel mehr Material, als in 90 Minuten reinpassen. Deshalb gab es am Freitagabend bei one eine fast dreistündige Version – in Form einer sechsteiligen Serie. Dort hatten die wichtigsten Protagonisten noch einmal ausführlichere Sequenzen.

Interessanterweise zeigte die Serie vor allem eins: Ist ein Film gut geschnitten, dann ist viel mehr eigentlich auch nicht nötig. Wenn man den Film kennt, dann ist der Reiz ein wenig verflogen, wenn man sich das Ganze noch mal als Serie ansieht. Denn wirklich was Neues kommt nur selten hinzu.
Ob der Sechsteiler eine andere Wirkung hat, wenn man den Film nicht kennt, ist schwer zu sagen. Allerdings zerfasert die Handlung – im Gegensatz zum Film – ziemlich.
So gut der Film war – die Serie war so jetzt nicht dringend notwendig.

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