Tagesarchiv für 18. Februar 2019

RTelenovela

Warten und gucken – aber niemand kommt weiter

Montag, den 18. Februar 2019
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Da in Oranienburg ja vor allem auf Autofahrer Rücksicht genommen wird, müssen Fußgänger eben warten. An der Bernauer Straße zum Beispiel.

Früher war es ja mal so, dass man an der Fußgängerampel in Höhe der Liebigstraße auf das Knöpfchen gedrückt hat, und wenig später durfte man über die Straße laufen. Das ist nun anders. Wegen der Grünen Welle für die Autofahrer. Also, für die, die eh im Stau stehen und von der Grünen Welle träumen.
Wer also auf’s Knöpfchen drückt, muss warten. Ewig! Mehr und mehr Leute gesellen sich an der Ampel. Alle stehen blöd rum und gucken. Es bleibt beharrlich Rot. Autos fahren auch nicht, die stehen ja im Stau. Fußgänger gucken nun also die Autofahrer an, die auch nicht weiter kommen. Grotesk!
Und man kann ja nicht mal rebellisch bei Rot über die Ampel gehen, weil man dann ein mieses Vorbild für die Kinder ist, die dort ja ebenfalls warten.

Erst nach mehreren Minuten schaltet die Ampel gnädigerweise auf Grün. Einfach nur ätzend! In der Zeit hätte man längst zum Ortsausgang schlendern können.

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ORA aktuell

Rechtsextremisten im Wachschutz für Gedenkstätte Sachsenhausen

Montag, den 18. Februar 2019

Im Wachschutz für die Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg sind offenbar Rechtsextremisten beschäftigt gewesen. Das ergab eine Recherche der Märkischen Allgemeinen. Die Stifung Brandenburgische Gedenkstätten bestätigte, dass Angestellte der Firma “Boxing Security” Dienst hatten. Chef der Firma ist ein in Cottbus stadtbekannter Kampfsportler mit engen Verbindungen in die Neonaziszene.

Stiftungssprecher Horst Seferens kündigte die Prüfung aller Arbeitsverhältnisse zum Wachschutz in der KZ-Gedenkstätte an.

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ORA aktuell

Motorradfahrer stirbt auf der B273 in Oranienburg

Montag, den 18. Februar 2019
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Schwerer Unfall am Sonntagvormittag auf der B273 in Oranienburg. Auf der Brücke über der B96 überholte ein 32-Jähriger mit seinem Motorrad ein Auto. Dabei verlor der Mann die Kontrolle über das Fahrzeug und stieß gegen eine Leitplanke. Der Mann starb noch an der Unfallstelle.

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RT im Kino

Sweethearts

Montag, den 18. Februar 2019

Mel (Hannah Herzsprung) braucht Geld. Dringend! Sie geht in den Juwellierladen. Doch die hübsche Diamantenkette will sie nicht kaufen. Stattdessen zückt sie eine Waffe. Raub. Tatsächlich kann sie flüchten, allerdings kommt sie nicht weit. Wenig später wird sie von der Polizei umstellt.
Es ist purer Zufall, dass Mel in diesem Moment auf Franziska (Karoline Herfurth) trifft. Die ist nervlich am Ende, und nun ist sie auch noch Mels Geisel. Die bereut das bald, denn die Panikattacken ihrer Geisel gehen ihr bald auf die Nerven. Als sie dann auch noch den Polizisten Harry (Frederick Lau) als zweite Geisel nimmt, droht alles aus dem Ruder zu geraten. SEK-Frau Ingrid von Kaiten (Anneke Kim Sarnau) ist ihr auf den Fersen.

“Sweethearts” ist nach “SMS für dich” für zweite Regie-Arbeit von Karoline Herfurth. Nach der romantischen Komödie kommt jetzt das Frauen-Road-Movie. Das Romantische ist ihr jedoch besser gelungen.
An einigen Stellen kann sich der Film nicht entscheiden, ob er lustig oder spannend sein soll – beziehungsweise sollte das vermutlich so sein. Aber immer wenn Franziska fast hyperventiliert kommt einem das ziemlich aufgesetzt vor. Auch Hannah Herzsprung betreibt an vielen Stellen leider ein Overacting, das manchmal schwer zu ertragen ist. Wenn es plakativ lustig sein soll, wird es schwierig. Auch Anneke Kim Sarnau spielt immer alles eine Spur zu viel. Übertrieben-alberne Strenge wechselt sich mit einer seltsamen Lustigkeit ab.
Der Film ist nicht langweilig, über weite Strecken durchaus unterhaltsam, aber richtig zünden tut der Film an keiner Stelle.

Sweethearts
D 2018, Regie: Karoline Herfurth
Warner, 103 Minuten, ab 12
6/10

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RTelenovela

Überraschungsevent (27): Frühschoppen ohne Jazz

Montag, den 18. Februar 2019
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(26) -> 14.1.2019

Der Startschuss fiel im April 2016. Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. In diesem Monat durfte sie das Event planen, im März bin ich dran.

Diesmal trafen wir uns am U-Bahnhof Naturkundemuseum in Berlin-Mitte – dort waren wir aber erst kürzlich, deshalb liefen wir ein paar hundert Meter die Invalidenstraße entlang zu den Edisonhöfen.
Dort befindet sich die Kunstfabrik Schlot. Normalerweise ist das eine Location, an dem jeden Abend Jazzkonzerte stattfinden. Jeden Sonntagmittag gibt es dort den “Frühschoppen”. Der allerdings hat mit Jazz nichts zu tun. Dahinter verbirgt sich eine Lesung.

Eine Gruppe Autoren trifft sich auf der Bühne an einem großen Tisch. Sie unterhalten sich über das Wochengeschehen. Hauptsächlich sind sie aber gekommen, um eigene Texte vorzulesen. Schade nur, dass Horst Evers nicht dabei war, obwohl er im Programmflyer angekündigt war. Er wurde dann nicht mal erwähnt.
Susanne Riedel las einen sehr lustigen Text darüber, dass viele Leute komisch reagieren würden, wenn man sagt, man wohne in Steglitz. Und über einen Besuch im Nobelrestaurant mit ihren Kindern, der für alle eine Qual war.
Außerdem ging es um Begegnungen am Brandenburger Gartenzaun oder um eine Ausstellung mit einem Schneemann.

Das alles war durchaus unterhaltsam. Zwar ist die Mischung aus aktueller Rückschau und dem Vorlesen der Texte etwas merkwürdig. Aber insbesondere Susanne Riedel schreibt sehr lustig und liest das auch sehr gut vor.

Das Ganze ist übrigens kostenlos. Aber natürlich wird am Ende um eine Spende gebeten. Etwas merkwürdig und schade ist, dass das Speisenangebot im Schlot sehr mau ist. Die (auch nicht sehr üppige) Speisekarte gelte nur am Abend, am Mittag gab es nur Schinken- oder Käsebrötchen. Hm. Für so einen Frühschoppen, der kostenlos ist und wo man eigentlich bereit ist, Geld dazulassen, wäre doch ein schönes Büfett was Feines. Oder wenigstens das Angebot auf der Karte sollte vorrätig sein.

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