Tagesarchiv für 17. Februar 2019

KeineWochenShow

#111 – Aufrecht gehn, arme Greta!

Sonntag, den 17. Februar 2019
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Schnapszahl-Sendung! Ausgabe #111 von KeineWochenShow! Diesmal geht es um diverse Menschen, die einem aus verschiedenen Gründen sehr leid tun können.
Der CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak zum Beispiel. Der kann einem wirklich leid tun, weil er einer Jugendlichen erklären will, warum sie zu doof für den Umweltschutz ist.
Oder Karl-Heinz Rummenigge, der die Champions League wieder im Free-TV haben will, weil seine Sponsoren keine Reichweite mehr bekommen. Ohje!
Oder Hinrich Lührssen, weil er nun doch nicht mehr Teil der AfD sein will. Wer er ja vorher nicht ahnen konnte…

Außerdem geht es um Bosse und Bjarne Mädel in Kremmen, um den Besuch bei einer fröhlichen Frauenrunde in Beetz und um den Gesangsabschied von Mary Roos. Das und mehr in Folge #111 von KeineWochenShow auf Youtube.

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RTZapper

Berlinale 2019: Die Bärenverleihung

Sonntag, den 17. Februar 2019
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SA 16.02.2019 | 19.00 Uhr | 3sat

Für ein paar Minuten standen die Berlinale-Filme vollkommen im Hintergrund. Denn die Bärenverleihung bei der Berlinale 2019 – live übertragen von 3sat – begannen am Sonnabendabend mit einer ganz besonderen Ehrung: Der bisherige Festivaldirektor Dieter Kosslick verabschiedet sich. Es war seine letzte Berlinale.
Zum Abschied flogen ihm noch mal die Herzen zu, lang anhaltender Applaus und viele warme Worte im Berlinale-Palast. Immerhin 18 Jahre lang – fast eine ganze Generation lang – prägte er die Berliner Filmfestspiele.

Er machte aus der Berlinale ein echtes Fanevent. Die Fans können dabei sein, wenn die Stars über den Roten Teppich laufen. Auf dem Potsdamer Platz können die Tickets gekauft werden. Das Festival kommt aber auch in den Kiez. Denn auch kleine Kinos in den Stadtbezirken bekommen nun auch etwas vom Berlinale-Kuchen ab. Denn das war offenbar Kosslicks Maxime: Die Berlinale soll für die Menschen da sein, die den Film feiern möchten. Am Sonntag nach der Preisverleihung gibt es deshalb noch einen Publikumstag, an dem alle Filme noch mal in den vielen Kinos laufen, die an der Berlinale beteiligt waren.

Kein Wunder, dass am Sonnabend bei der Schlussfeier viel Rührung herrschte, als sich der fröhliche Dieter Kosslick von den Leuten verabschiedete.

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RT im Kino

Club der roten Bänder – Wie alles begann

Sonntag, den 17. Februar 2019

Sechs Jugendliche, sechs Schicksale. Sie kamen in einem Krankenhaus zusammen, sie rauften sich zusammen, sie bildeten eine Gang, um mit ihrem Schmerz besser klarzukommen.
Im November 2015 startete bei VOX der “Club der roten Bänder”. Drei Staffeln und 30 Folgen lang lachten, weinten, fieberten und litten wir mit, was die Gang erlebt.
Die Geschichte ist auserzählt – eigentlich. Im Kino erfahren wir nun, wie es eigentlich dazu kam, dass die sechs jungen Leute in die Klinik mussten – und was sie davor machten: “Club der roten Bänder – Wie alles begann”.

Leo (Tim Oliver Schultz), Jonas (Damian Hardung), Emma (Luise Befort), Alex (Timur Bartels), Toni (Ivo Kortlang) und Hugo (Nick Julius Schuck) kennen sich noch nicht.
Leo kämpft in der Klinik schon länger gegen den Krebs, lebt zunächst mit Benni (Jürgen Vogel) auf einem Zimmer, wo beide die ersten Schicksalsschläge erleben. Jonas ist ein Fußballer, der mehr und mehr Probleme mit seinem Bein bekommt, sich das aber nicht eingestehen will. Emma isst zu wenig und fühlt sich zu dick. Alex muss mit ansehen, wie seine Familie zerbricht – und bekommt massive Herzprobleme. Toni zieht zu Hause aus und zu seinem Opa. Hugo liegt im Koma – nach einem unglücklichen Sturz vom Sprungturm.

Leo spielt in der Vorgeschichte eindeutig die Hauptrolle und ist auch der interessanteste Part im Film. Denn genau genommen ist er der einzige, der tatsächlich in dem Umfang eine noch unbekannte Vorgeschichte hat. Bei Nick bestand offenbar das Problem, dass der Schauspieler seit 2015 massiv gewachsen ist, so bleibt er eher im Hintergrund, und auch die anderen Geschichten waren eigentlich schon bekannt.
So ist dieser Kinofilm einerseits nur eine Erweiterung der Pilotfolge von 2015. Aber die Story um Leo ist durchaus spannend und emotional. Auch in der Serie war seine Geschichte die interessanteste, das ist offenbar auch für den Film erkannt worden.
Wer die Serie nicht kennt, kann durch diesen Film ziemlich gut einsteigen, obwohl für “Neulinge” vermutlich alles ziemlich gestreckt wirkt. Aber es besteht garantiert danach noch mal Lust, die Serie (noch mal) anzusehen.
Für Fans ist dieser Film ein sehr schöner “Abschluss”, der noch mal fesselt.

Club der roten Bänder – Wie alles begann
D 2018, Regie: Felix Binder
Universum, 113 Minuten, ab 6
8/10

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RT liest

Klaus Schneider-Bierschulz: Leute & Lieder

Sonntag, den 17. Februar 2019
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Klaus Schneider alias Bierschulz aus Nieder Neuendorf hat ein besonderes Hobby. Er schreibt Prominente an und bittet sie, ihre drei Lieblingslieder zu nennen.
In den vergangenen Jahrzehnten ist daraus eine beträchtliche Sammlung geworden, denn sehr viele dieser Prominenten haben ihm tatsächlich geantwortet. Für das Buch “Leute & Lieder” sind nun einige dieser Antwort zusammengefasst worden.
Klaus Schneider hat diese Antworten ergänzt mit Anekdoten und Geschichten zu den meisten der angegebenen Liedern.

Herausgekommen ist ein an vielen Stellen durchaus interessantes Buch. Interessant auch deshalb, weil viele der Prominenten tatsächlich alte Volkslieder als Lieblingslieder nennen. Zeitgenössische Lieder oder gar Popsongs kommen nur sehr selten vor.
Gregor Gysi nennt die “Ode an die Freude”, Sigmund Jähn “Wer hat dich, du schöner Wald”, Gesine Schwan “Abend wird es wieder”, Frank-Walter Steinmeier “Ein feste Burg ist unser Gott”.
Die Auswahl der Promis ist allerdings relativ streng, und man merkt, dass der Autor offenbar bekannte Leute angesprochen hat, die insbesondere aus der Politik und Kultur kommen. Da wäre vielleicht eine noch breitenwirksamere Auswahl gut gewesen. Auch ist die Promiliste sehr ostlastig – zum Beispiel mit Wilhelm Pieck, Erich Honecker und anderen DDR-Funktionären. Zumal gerade lange Verstorbene gar nicht mit Antworten auf Anfragen im Buch vorkommen, sondern mit allgemeinen Erklärungen zu ihren vermuteten Lieblingsliedern. Das wäre verzichtbar gewesen.

Klaus Schneider-Bierschulz: Leute & Lieder
Nora, 200 Seiten
5/10

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