Monatsarchiv für Februar 2019

RTelenovela

Rügen 2019 (1): Neu geknotet

Donnerstag, den 28. Februar 2019
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2018 -> 13.11.2018

Die Trasse der neuen B96 auf Rügen ist inzwischen bis zum Bergener Dreieck fertig. Der Verkehr rollt sogar schon auf der neuen Strecke, allerdings noch provisorisch. Das ist einerseits schön, andererseits immer wieder erschreckend, wie viele Bäume dafür weichen mussten.

Interessant am Bergener Dreieck (wenn es denn überhaupt so heißt), ist, dass man in Zukunft auf dem Weg von Stralsund nach Bergen die Straße nicht verlassen muss. Bei Bergen geht die B96 nahtlos in die B196 über. Wer weiter auf der B96 nach Sassnitz will, muss bei Bergen die Schnellstraße verlassen und erstaunlich kompliziert über zwei Kreisverkehre zur richtigen Strecke fahren.

Jetzt wird es spannend, ob auch die B196 irgendwann verbreitert wird. Denn das fällt echt auf, wie schmal die Trasse plötzlich wird, wenn es zwischen die Baumreihen geht und man nach Bergen gelangt.
Kommt die Umgehung für Bergen?
Einerseits gut, andererseits natürlich ein weiterer großer Einschnitt in die Inselnatur. Das kann eigentlich keiner wollen.

Ich vermute übrigens, dass die neue B96 bald schon wieder ein Sanierungsfall wird. Bei Rambin ist der Fahrbahnbelag
ziemlich rau und in einem Abschnitt haben sich erste Querrillen gebildet, über die man da bollert. Noch fallen sie kaum auf, aber fallen eben auf, und mal sehen, wann sie unangenehm werden und die neue Straße schon wieder saniert wird.

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RTZapper

Heimatland – Oder die Frage, wer dazugehört

Mittwoch, den 27. Februar 2019
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MO 25.02.2019 | 20.15 Uhr | Das Erste

Was ist Heimat? Und wann und warum tritt der Fall ein, dass die Heimat ihren Heimatstatus verliert? Un dwen lassen wir eigentlich in unsere Heimat rein?
Darum ging es am Montagabend im Ersten in der spannenden Doku “Heimatland – Oder die Frage, wer dazugehört”.

Da gab es zum Beispiel die Frau, der es nicht gefällt, dass es in ihrem Dorf ein riesiges neues Wohngebiet gibt. Damit kommt sie nicht klar, auch weil sich der Charakter des Ortes verändert. Das hier sei nicht mehr ihre Heimat, sagt sie. Eine schlimme Aussage. Denn da geht es um ein Gefühl, das nicht ganz unwichtig ist.
Oder die Runde am Grill, die bemängelt, dass sich die hinzugezogenen Bewohner schwer ins Dorf integrieren lassen. Und will man sie überhaupt integrieren, in die Heimat aufnehmen?

Der Heimatbegriff wird immer wieder politisch aufgeladen, und er wird auch politisch immer wieder missbraucht. Dabei ist “Heimat” in erster Linie ein ganz individuelles Gefühl. Für jeden ist die Heimat etwas anderes.
Für mich ist Heimat beispielsweise nicht nur ein Ort. Nicht nur der Ort, in dem ich wohne. Sondern auch der Ort, zu dem es mich immer wieder hinzieht. Oder der Ort, in dem Freunde wohnen. All das ist Heimat. Und da spielt es durchaus eine Rolle, was in und mit dieser Heimat passiert, wie sie sich eventuell wandelt und ob man diesen Wandel mittragen kann.
Wenn such im Fall wie der Frau ihr Dorf so sehr verändert, dass sie sich dort nicht mehr wohlfühlt, dann sollte man das ernstnehmen, ins Gespräch kommen, ergründen, was da los ist, ob man vielleicht noch was retten kann. Ignorieren sollte man diese Sorgen keinesfalls.
Deshalb ist eine Doku wie “Heimatland” auch so wichtig.

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Der singende Dachdecker aus Kremmen

Dienstag, den 26. Februar 2019
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Werner Marzahn feiert heute seinen 80. Geburtstag – der Kremmener hat lange Zeit dafür gesorgt, dass die Dächer in der Stadt schöner aussehen

MAZ Oberhavel, 26.2.2019

Kremmen.
Das wird ein Fest! Etwa 60 Leute werden kommen, um einen Mann zu feiern, der viel dafür getan hat, dass Kremmen einen schönen Anblick bietet. Dachdeckermeister Werner Marzahn ist heute 80 Jahre alt geworden. Freunde, Bekannte und natürlich die Familie kommen am Nachmittag in die Bikerscheune.
Wer durch Kremmen spaziert, der wird so einige Dächer entdecken, die Werner Marzahn und seine Leute gedeckt haben. Die Kremmener Nikolaikirche gehörte 1990 zu den größten Aufträgen. „Acht Wochen haben wir damals für das Dach gebraucht“, erzählt er. „Auch den ganzen Markt rauf und runter.“ In Kremmen und drumherum war er aktiv.

Geboren ist Werner Marzahn am 26. Februar 1939 in Nauen, aufgewachsen ist er in Perwenitz. „Meine Eltern waren Kleinbauern“, erzählt er. Er hatte zwei Geschwister, er war der Jüngste. 1945 kam er zur Schule. „Ich kann nicht sagen, dass ich ein schlechter Schüler war“, sagt er und lächelt. Nach der 8. Klasse beginnt er bei der Lokomotivbau Elektrotechnischen Werken (LEW) in Hennigsdorf eine Lehre als Blechschlosser. Den Gesellenbrief bekam er zu seinem 18. Geburtstag. „Die Arbeit hat mir Spaß gemacht.“ Dass er wie seine Eltern Bauer wird, stand nicht zur Debatte. „Mein Bruder sollte die Landwirtschaft vom Vater übernehmen.“ Bis 1963 arbeitete er bei den LEW. Im selben Jahr heiratete er Marie-Luise, die von allen Marlies genannt wird. Vier Wochen nach der Hochzeit muss er zur Armee nach Eggesin. „Anderthalb Jahre. Die waren das Schlimmste.“
Danach stand Werner Marzahn vor einer Entscheidung fürs Leben. Soll er zurück ins Werk oder soll er in die Firma seines Schwiegervaters Werner Sandow einsteigen? Er entschloss sich umzusatteln. Er wurde Dachdecker, machte 1969 in Potsdam die Meisterprüfung.
Ein halbes Jahr später übernahm er die Firma, die es bereits seit 1890 gibt. „Aufträge waren da, Material haben wir bekommen, das lief alles in geordneten Verhältnissen“, erinnert er sich. Fünf bis sechs Leute hatte er damals. So richtig los ging es dann aber mit der Wende. „Alle haben ihre Dächer neu machen lassen.“ Viele Aufträge hatte er zu dieser Zeit auch im früheren West-Berlin. Bis zu 16 Angestellte hatte er zu dieser Zeit.
2003 gab er den Betrieb an seinen Schwiegersohn ab. Seitdem ist Jörg Schmidtsdorf der Chef, seit 1986 war er bereits in der Firma. Werner Marzahn ist nun Rentner. „Ich bin körperlich noch ganz fit“, sagt er. Er muss immer mal wieder seine Frau Marlies zum Arzt fahren. Außerdem engagiert er sich in der Kirchengemeinde. Bis vor zwei Jahren spielte er im Posaunenchor mit. Außerdem war er 51 Jahre lang Mitglied im LEW-Blasorchester. Er war Trompeter. „Die Musik hat mich ausgelastet“, sagt er. Zu DDR-Zeiten spielte er oft auf Hochzeiten. „Er war der singende Dachdeckermeister“, sagt seine Frau Marlies und lacht.

Die beiden haben viel gesehen von der Welt. Sie waren in Neuseeland, Australien, Amerika, Südafrika, in London, Paris, Moskau und St. Petersburg. Indien und China haben sie ausgelassen. „Zu groß, zu viele Menschen. Aber von den Reisen zehrt man jetzt“, sagt Marlies Marzahn. Jetzt ist Werner 80 geworden. Für ihn zählt jetzt vor allem eines: „Gesund bleiben“.

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ORA aktuell

Linde auf Oranienburger Schlossplatz wird gefällt

Dienstag, den 26. Februar 2019

Auf dem Oranienburger Schlossplatz muss eine Linde gefällt werden. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Sie steht neben dem Blumenthalschen Haus und hat einen vier Meter hoch reichenden Fäuleschacht, zusätzlich leidet sie an einer Wurzelstockfäule.
An derselben Stelle soll ein neuer Baum gepflanzt werden.

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Oscar 2019

Dienstag, den 26. Februar 2019
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SO 24.02.2019 | 2.00 Uhr (Mo.) | ProSieben

5.17 Uhr in Deutschland. Die Oscar-Verleihung 2019 ist zu Ende, und vermutlich war sie noch nie so früh für beendet erklärt worden. Weil die Einschaltquoten in den USA rapide abwärts gehen, dachten sich die Veranstalter, dass sie das Ganze straffen müssen – das haben sie auch geschafft. Nach etwas mehr als drei Stunden war die Show gelaufen.

Einer aber scheint ein schlechter Verlierer zu sein: Spike Lee. Er hat zwar den Oscar für das beste Drehbuch für seinen Film “BlacKkKlansman” bekommen – nicht aber den für den besten Film. Wenn man “Spiegel online” glauben darf, war er darüber so richtig sauer. Als Julia Roberts verkündete, dass “Green Book” den Oscar bekommt, soll Spike Lee rausgelaufen sein.
In “BlacKkKlansman” geht es um einen Afroamerikaner und einen Juden, die verdeckt gegen den Ku-Klux-Klan ermitteln. In “Green Book” geht es um einen Weißen, der für einen Schwarzen arbeitet und dort den Rassismus miterlebt, den der Schwarze erleben muss.

Nun ist es ja immer Geschmackssache, zu entscheiden, welcher der bessere Film ist. Aus meiner Sicht ist “Green Book” die bessere Entscheidung (wobei auch “Bohemian Rhapsody” hätte gewinnen können). Denn dort bekommt ein Weißer, latenter Rassist, mit, was Schwarze erdulden müssen – es geht aber eben auch um seinen Boss. Beide entwickeln sich – ein fesselnder Film.
“BlacKkKlansman” dagegen kommt mitunter ein wenig wirr daher. Dass einer mit den Rassisten telefoniert, der andere aber Kontakt aufnimmt, ist unlogisch. Dass es dafür den Drehbuch-Oscar gab, auch.
Sicherlich kann man enttäuscht sein, wenn man nicht das bekommt, was man sich erhofft hatte, aber Spike Lee ist ein sehr schlechter Verlierer.

Was soll denn Glenn Close sagen? Zum x-ten Mal nominiert, diesmal für “Die Frau des Nobelpreisträgers”, wäre sie eigentlich dran gewesen – vor allem, weil sie in diesem Film unfassbar gut spielt. Aber es hatte wieder nicht sein sollen.

Dass alle Welt die Moderation vermisste, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Die Präsentatoren machten ihre Sache meist gut, eine Moderation hätte alles wieder in die Länge gezogen.
Der Höhepunkt der Nacht waren jedoch Lady Gaga und Bradley Cooper, die auf der Bühne ihren Filmhit “Shallow” sangen – während des Auftrittes gab es keinen einzigen Schnitt, die Kamera näherte sich zunächst von hinten und b,lieb dann ganz nah dran. Wahnsinnig schön. Der Song hat zurecht den Oscar gewonnen.

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Oscar 2019: red. Carpet Live

Montag, den 25. Februar 2019
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SO 24.02.2019 | 23.55 Uhr | ProSieben

Es war nicht immer ein guter Abend für Steven Gätjen. Mal wieder stand er am späten Sonntagabend für ProSieben und “red.” am Roten Teppich der Oscar-Verleihung, aber diesmal haben ihn seine Nachbarn mächtig geärgert.
Es ist aber auch ein schwieriger Job. Die Promis flanieren auf dem Roten Teppich – an den vielen Fernsehleuten vorbei. Und alle wollen die Promis für Interviews haben. Die Manager laufen vorneweg und schauen schon mal, wo der jeweilige Promi stehen bleiben könnte.

Aber, ach: Die Kollegen, die neben dem kleinen ProSieben-Team standen, die waren einfach viel zu egoistisch. Viel zu lange führten sie die Promi-Interviews, und dann wollten sie auch noch Selfies machen.
Da wurde Steven aber mal richtig sauer. Er meckerte über seine Kollegen, und die Kamera schwenkte auf die Moderatorin, die offenbar gerade ihr Selfie auf Instagram postete.
So viel Frust war wohl selten, und Steven Gätjen kündigte schon mal an, dass das im nächsten Jahr wieder anders laufen würde.

Am Roten Teppich hat ProSieben übrigens ganz nebenbei ein neues Talent entdeckt: Bill Kaulitz! Eigentlich sollten Annemarie Carpendale und Viviane Geppert die Klamotten der Promis kommentieren – sie hatten sich offenbar Bill Kaulitz dazu geholt, und ausgerechnet er sorgte dafür, dass noch ein bisschen mehr Lockerheit in die Sache kam. Er hatte sichtlich Spaß dabei, zu beobachten und zu erzählen, was da so los ist und wie er das findet.
Bill Kaulitz sollte öfter so was machen, das scheint er gut zu können. Vielleicht ja eine Zweitkarriere neben der Musik: irgendwas mit Fernsehen.

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KeineWochenShow

#112 – Bitte nominiere mich!

Sonntag, den 24. Februar 2019
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Es wird wieder Zeit für eine Nominierung! Wir haben da natürlich einen ganz speziellen Preis im Blick, aber welcher das ist, das erfahrt ihr, wenn ihr euch KeineWochenShow #112 anseht.

Ansonsten sind wir natürlich immer noch die große Expertensendung zum Eurovision Song Contest (also, einer von uns). Wir sprechen über die S!sters, die für Deutschland mit “Sister” zum ESC 2019 nach Tel Aviv reisen werden.
Es geht aber auch um Einkaufskörbe, die immer wieder aus dem Rewe-Markt in Velten geklaut werden – in Oranienburg gibt es sie deshalb schon gar nicht mehr.
Auch einige Comebacks werden wir besprechen – nämlich das vom “Superball” und von tm3, der allerdings kein Frauensender mehr ist.

Dazu natürlich wieder ein Bier, eine CD, ein Buch, Promi-Geburtstage, Trauerfälle und Jubiläen – alles in KeineWochenShow #112 auf Youtube.

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