Monatsarchiv für Januar 2019

RTelenovela

RT Zapper – Das zweite Buch kommt!

Montag, den 28. Januar 2019
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Zum 20. Jubiläum der “RT Zapper”-Medienkolumne erschien 2016 ein Buch mit Texten aus den Jahren 1996 bis 2016. Inklusive Buchpremiere im Kremmener Theater “Tiefste Provinz”.
Das ist drei Jahre her, und in der Zeit sind viele neue Texte dazugekommen. Deshalb wird es bald das zweite Buch mit weiteren Kolumnen aus den Jahren 2016 bis 2018 geben.

Die Texte sind bereits fertig, und klar ist schon jetzt, dass das Buch sogar ein paar Seiten dicker sein wird als das erste. Was daran liegt, dass Buch Nummer 2 schon her ein genauerer Rückblick auf die drei vergangenen Jahre ist. Es sind weniger Texte weggefallen als bei dem 20-Jahre-Rückblick.
Beim Zusammenstellen und Korrigieren ist mir schon aufgefallen, dass die Medienkolumne an vielen Stellen auch politisch und gesellschaftskritisch ist. Dass es hier und da weniger direkte Fernsehkritik ist, sondern Medienkritik. Es gibt um Empörungswellen, um vermeintliche Skandale, um viel Sex – und natürlich um Fernsehhöhe- und -tiefpunkte.

Wann genau es erscheint, ist noch offen. Allerdings gibt es am 15. März in Groß-Ziethen eine Lesung – bis dahin soll’s fertig sein. Ob und wo und wann es eine Buchpremiere gibt, wird sich auch noch zeigen.

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RTZapper

Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!: Das große Finale 2019

Montag, den 28. Januar 2019
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SA 26.01.2019 | 22.15 Uhr | RTL

Staffel 13 im Dschungelcamp ist Geschichte. RTL hat 2019 vielleicht nicht alles richtig gemacht – echte Stars waren wieder Mangelware -, aber verdammt viel Glück gehabt.
Denn eines kann man definitiv sagen: “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!” war in diesem Jahr über weite Flächen recht unterhaltsam.

Da gab es mit Bastian Yotta und Chris Töpperwien zwie Männer im Camp, die sich ganz offenbar nicht leiden konnten. Die beiden Doku-Soap-Teilnehmer zofften sich während der Tage im Dschungelcamp immer wieder.
Da gab es mit Evelyn Burdecki und Domenico de Cicco ein ehemaliges Paar aus “Bachelor in Paradise”, das aber im Herbst wieder unglücklich getrennt war, weil er anderweitig… nun ja. Das ist jedenfalls im Dschungel heftigst diskutiert worden – wo in der Regie vermutlich die Sektkorken geknallt sind.
Da gab es Model Giselle Oppermann, die zigmal in die Prüfung musste und, tja, sehr viel geweint und null Punkte ins Camp gebracht hat.
Da gab es Alf-Stimme Tommi Pieper, der manchmal ein bisschen anzüglich war und und sich zwischenzeitlich herrlich mit Schauspielerin Sibylle Rauch gezofft hat, weil sie ihn der Lüge bezichtigte.
Da gab es GZSZ-Schauspieler Felix von Deventer, der im Camp offenbart hat, dass er Vater wird.

Lustige Momente, faszinierende zwischenmenschliche Beobachtungen und herrliche Dialoge. So platze Schlägersänger Peter Orloff mitten in den Zoff von Evelyn und Domenico, um ihnen zu sagen, dass er es ganz toll finde, wie gut sie klarkommen würden. Absurd lustig!

Ja, irgendwie ist doch die Luft raus aus dem Dschungelcamp. Aber RTL hat 2019 wirklich Glück gehabt, dass die Kandidaten im Dschungel nicht nur rumgelegen haben, sondern die Hütte wackeln ließen.
Dschungelkönigin ist Evelyn Burdecki – sie hat minutenlang vor Freude geschrien, als sie es erfahren hat. Start frei zum kurzen RTL-Ruhm.

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KeineWochenShow

#108 – Alarm auf dem Traumschiff!

Sonntag, den 27. Januar 2019
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Florian Silbereisen ist der neue Kapitän auf dem ZDF-Traumschiff. Dachten wir anfangs, dass es sich um die Meldung eines Satiremagazins handelt, müssen wir uns in KeineWochenShow eingestehen, dass das ein plüschiger Traum ist. Hoffentlich führt das nicht zum Alarm auf dem Traumschiff!

Auch die Handball-WM 2019 ist ein Thema, obwohl Deutschland ja leider nicht im Finale steht. Toll ist aber, dass hierzulande eine kleine Handball-Euphorie entstanden ist und dass die Spiele endlich einen relativ festen Platz in der Primetime der Fernsehsender haben.

Außerdem geht es um die Schockkälte, um das neue Leben von Cindy aus Marzahn, um Peter Orloff, dem Drittplatzierten im Dschungelcamp, der bald Oranienburg besuchen wird – und um viele weitere Themen. In KeineWochenShow #108 auf Youtube!

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RTelenovela

Grüne Woche 2019: Lassen Sie sich bitte durch Niedersachsen schieben!

Sonntag, den 27. Januar 2019
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Durch diverse Umstände waren wir diesmal am Sonnabend auf der Grünen Woche in Berlin. Normalerweise sind wir sonntags dort, meist am allerletzten Tag. Und vermutlich wird das auch 2020 wieder so sein. Denn am Sonnabend war die Messe in Berlin vor allem eines: voll.

Zu merken war das schon bei der Parkplatzsuche. Am Olympiastadion können Messegäste ihre Autos parken, um dann mit einem Bus zur Masurenallee zu fahren. Der Parkplatz war aber schon überfüllt, wir wichen auf den kostenpflichtigen Platz aus.
Zu merken war das auch, weil auch die Garderobe schon voll war. Auch die zweite, bei der wir waren. Wir mussten durch einige Hallen laufen, um zur extra eröffneten Ersatzgarderobe zu gelangen.
Und daran, dass einfach unfassbar viele Leute unterwegs waren.

Und so ließen wir uns durch die Niedersachsen-Halle schieben. Und durch die Österreich-Halle. Mal irgendwo zu stoppen, um was anzusehen oder zu essen – daran war kaum zu denken. Es war mitunter so voll, dass man kaum rechts oder links ausscheren konnte.
So richtig Spaß kommt da kaum auf.

Erst am späteren Nachmittag konnte man endlich ein bisschen freier laufen. Da war es sogar in der Brandenburg-Halle schon wieder einigermaßen erträglich. Aber dass wir nächstes Jahr wieder Sonntag über die Grüne Woche schlendern, das steht eigentlich schon längst fest.

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RTZapper

Lebenslieder

Sonntag, den 27. Januar 2019
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FR 25.01.2019 | 1.15 Uhr (Sa.) | NDR

Eines muss man dem NDR echt lassen: 1.15 Uhr ist wirklich eine hervorragende Zeit, um eine neue Show zu starten. Wenn man möchte, dass die niemand sieht, dann sollte man sie in der Nacht verstecken.
Am sehr, sehr, sehr späten Freitagabend lief im NDR also erstmals “Lebenslieder”. Im Festsaal Kreuzberg in Berlin begrüßte Siham El-Maimouni den Schauspieler Christian Berkel. Er berichtete aus seinem Leben, und es ging vor allem um die Lieder, die ihn geprägt haben.
Der Clou: Der Musiker Max Mutzke spielte diese Lieder auf der Bühne mit seiner Band an.

Warum diese nette Sendung im tiefsten Nachtprogramm versteckt werden muss, weiß man vielleicht nicht mal beim NDR selbst. Denn “Lebenslieder” ist eine schöne Mischung aus Talkshow, Porträt und Musik. Dass sie vor Publikum aufgezeichnet wird, macht es einerseits weniger intim, andererseits durch die Live-Musik braucht es ja ein bisschen Stimmung in der Bude. Deshalb darf die Sendung gern auch 60 statt 45 Minuten dauern. Dann müsste sie sicherlich auch nicht so stark geschnitten werden. Leider fallen diese Kürzungen sehr auf.

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aRTikel

Ab jetzt bestimmt der Sohn

Freitag, den 25. Januar 2019
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Generationswechsel in Wolfslake – René Hoffmann hat zum neuen Jahrdie Autowerkstatt von seinem Vater Fred übernommen

MAZ Oberhavel, 25.1.2019

Wolfslake.
In echten Familienbetrieben kommt es irgendwann zum Generationswechsel. Hoffmanns in Wolfslake haben ihn zum neuen Jahr über die Bühne gebracht. Neuer Chef beim „Auto Service Wolfslake“ ist René Hoffmann. Der 24-Jährige hat die Firma von seinem Vater Fred übernommen.
„Ich weiß ja, wie es hier gelaufen ist, ich bin ja kein Fremder. Deshalb bin ich da nicht mit Angst rangegangen“, sagt René Hoffmann. „Ich lasse jetzt alles auf mich zukommen.“ Die Kunden wurden informiert, die Resonanz war groß. „Das hat uns sehr gefreut“, erzählt Fred Hoffmann und lächelt. „Wir waren erstaunt, wie viele uns geschrieben haben, das war richtig überwältigend, da kann man nur Dankeschön sagen.“

Weg ist Fred Hoffmann ja auch nicht. Ein paar Stunden hilft er noch in der Werkstatt neben der Speedwaybahn aus. Mit ihm hat auch alles anfangen, in den späten 80er-Jahren. Warum er an Autos schrauben wolle, habe ihn sein Lehrmeister in Velten damals gefragt: „Ich habe gesagt: Weil mein Vater das so will.“ Fred Hoffmann muss grinsen, wenn er das erzählt. „Der Beginn lief nicht so gut.“ Er habe anfangs überhaupt keine Ahnung gehabt, aber er habe sich reingekämpft. Er schloss seine Lehre ab, machte später seinen Meister, arbeitete in der Werkstatt des Volkseigenen Betriebes Stadt-Gemeinde-Wirtschaft in Velten und dann für den Fuhrpark der Kremmener Milchproduktion.
Die Firma – Vorläufer der Milchviehanlage – war es dann auch, die in Wolfslake 1988 die Werkstatt errichten ließ. Dort sollte Fred Hoffmann die Autos reparieren. Ein Jahr später fiel die Mauer, ein weiteres Jahr danach wurde die Firma in Kremmen liquidiert. Die Zukunft der Wolfslaker Werkstatt war unsicher. „Mach du dich doch selbstständig, hieß es dann“, erinnert sich Fred Hoffmann. „Ich wollte das erst gar nicht.“ Er entschied sich dann doch dafür. Am 1. April 1991 wurde er Chef seiner eigenen Firma.
Der Anfang war schwierig. „Wir waren ein Jahr ohne Telefon. Und wir hatten Glück, dass wir am Anfang noch viele Trabis und Wartburgs reparieren konnten.“ Alles andere hatte er sich nach und nach draufgeschafft. Er kaufte die Werkstatt, um keine Pacht mehr zahlen zu müssen, später auch das Grundstück. Die Firma lief.

René Hoffmann hat sich anfangs gar nicht so sehr für die Autoschrauberei interessiert – eine kleine Parallele zwischen Vater und Sohn. Erst mit dem Führerschein stieg auch das Interesse daran. 2013 machte er sein Abi am Hennigsdorfer Puschkin-Gymnasium und begann gleich danach seine Lehre in der eigenen Familienwerkstatt. „Viele haben uns davon abgeraten, dass er in der eigenen Firma lernt“, erinnert sich Vater Fred. „Aber es hat gut funktioniert.“ Im März 2016 war René sogar Azubi des Monats, ausgezeichnet von der Handwerkskammer.
Zu diesem Zeitpunkt war schon klar, dass er mal die Firma vom Vater übernehmen wird – und zwar schon recht bald. „Sonst wären wir nicht mehr hier“, sagt Fred Hoffmann. „Wenn René nicht gesagt hätte, dass er übernimmt, hätten wir 2018 zugemacht.“ Stattdessen ist noch mal investiert worden.
Am 30. November 2018 hatte der junge Mann seinen Meister geschafft, und nur einen Monat später erfolgte die Geschäftsübernahme. „Er ist intensiv und konzentriert dabei“, sagt Fred Hoffmann. „Seine Ruhe hat er von seiner Mutter geerbt“, sagt er und lächelt. Er selbst sei durchaus aufbrausender, schiebt er nach.

„Vater ist jederzeit für mich da“, sagt der neue Chef. „Das Wissen des Altmeister ist total wertvoll.“ In Notlagen könne er sich auf seinen Vater verlassen. Dennoch will er über kurz oder lang noch jemanden einstellen. Allerdings gilt: „Wenn du eine Arbeitskraft brauchst, musst du sie dir ranziehen.“ Deshalb will er sich bald nach einem Azubi umsehen.

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RT liest

Ilka Bessin/Sabine Jürgens: Abgeschminkt. Das Leben ist schön – von einfach war nie die Rede

Freitag, den 25. Januar 2019

Juni 2016, Mannheim: Cindy aus Marzahn steht auf der Bühne. Sie macht ihre Witze, sie bekommt Applaus und verlässt am Ende die Bühne. Und es ist das letzte Mal, dass die Menschen Cindy aus Marzahn zu Gesicht bekommen haben. Cindy gibt es nicht mehr.
Wohl aber ihre Schöpferin Ilka Bessin. Sie tritt inzwischen wieder auf der Bühne auf – als sie selbst.

Ilka Bessin hat eine bemerkenswerte Biografie veröffentlicht. Schonungslos erzählt sie von sich und ihre Bühnenfigur Cindy. Und wie diese Cindy überhaupt entstanden ist.
In “Abgeschminkt” erfährt der Leser die ganze Geschichte. Und die ist sehr spannend zu lesen.

Ilka Bessin ist in Luckenwalde aufgewachsen. In der Schule wurde sie gehänselt, sie hatte es nicht leicht und machte das mit ihrer frechen Schnauze wieder wett. Später machte sie eine Lehre in der Gastronomie, hatte diverse Jobs, wurde dann aber arbeitslos. Hartz IV und Gänge zum Arbeitsamt.
Sie erzählt in der Autobiografie, wie es dazu kam, dass sie plötzlich als “Cindy aus Marzahn” auf der Bühne des Berliner Quatsch Comedy Clubs stand und ihr kometenhafter Aufstieg begann.

Dabei geht Ilka Bessin auch hart mit sich selbst ins Gericht. Sie erzählt, dass sie nur schwer mit dem Erfolg klar kam. Wie mies sie mitunter mit ihrem Team umgegangen ist, was andere Leute in ihrem Umfeld aushalten mussten. Und wie sich sich im Nachhinein dafür schämt.
Während Ilka Bessin als Cindy Witze machte, ging es ihr zwischenzeitlich körperlich sehr schlecht, und zu Hause wurde der Vater schwer krank.
Die Autorin Sabine Jürgens hat all das im Namen von Ilka Bessin aufgeschrieben. “Abgeschminkt” ist eine der interessantesten Autobiografien der vergangenen Jahre – ganz einfach weil auch Bessins Story so spannend ist. Aber eben auch vielschichtig. Es ist ein Blick hinter persönliche Kulissen, der an vielen Stellen überrascht.

Ilka Bessin/Sabine Jürgens: Abgeschminkt. Das Leben ist schön – von einfach war nie die Rede
Heyne, 288 Seiten
9/10

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