Tagesarchiv für 23. Januar 2019

RTZapper

Sportschau live – Handball-WM 2019: Deutschland – Spanien

Mittwoch, den 23. Januar 2019
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MI 23.01.2019 | 20.15 Uhr | Das Erste

Deutschland steht im Halbfinale der Handball-WM 2019! Im gesamten Heim-Turnier haben die Männer noch kein Spiel verloren und für viele spannende Momente gesorgt.
Auch am Mittwochabend wieder: Mit nur einem Tor Vorsprung gewann die Deutschen, und selbst in der letzten Minute reicht ein Fehler, um den Vorsprung wieder einschmelzen zu lassen. Das macht den Handball eigentlich sogar attraktiver als den Fußball: Das Spiel ist schneller, es herrscht eine größere Dynamik.

Das weiß man inzwischen auch beim Fernsehen: Denn erstmals schafft es der Handball regelmäßig in die Primetime. Bislang war es meist so, dass Spiele der Handball-WM oder EM immer im Vorabendprogramm zu sehen waren. Aus wundersame Weise haute der Spielplan immer genauso hin hin, dass es bereits gegen 18 Uhr los ging.
Diesmal also 20.30 Uhr, und der Erfolg gibt dem Handball recht. Am Montag erreichte das ZDF bei der Live-Übertragung der WM mehr als zehn Millionen Zuschauer.
Schön, dass der Handball Sport-Fernseh-Deutschland mal aus dem Fußball-Einerlei rausholt.

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RT liest

Joachim Meyerhoff: Die Zweisamkeit der Einzelgänger – Alle Toten fliegen hoch, Teil 4

Mittwoch, den 23. Januar 2019

(3) -> 6.8.2016

Wir waren mit ihm im Austauschjahr in Amerika. Wir haben erlebt, wie er zu Haus auf dem Psychiatriegelände groß geworden ist. Und was er auf der Schauspielschule erlebt hat.
Am Ende von Band 3 hieß es, die Trilogie sei zu Ende. Und das sei schade.
Nun gibt es doch Band 4 von “Alle Toten fliegen hoch” – und man muss leider sagen: Hätte es Joachim Meyerhoff mal bei drei Bänden belassen.

In “Die Zweisamkeit der Einzelgänger” lernt Joachim eine Studentin kennen. Er spielt Theater in Bielefeld, und dort läuft ihm Hanna über den Weg. Von der ist er fasziniert. Es ist wohl die erste richtige, große Liebe seines Lebens. Aber das Theater in Bielefeld gefällt ihm nicht, weshalb er nach Dortmund wechselt.
Mit Hanna ist er weiter zusammen, er pendelt. Aber in Dortmund lernt Franka kennen. Auch sie kommen irgendwie zusammen. Und dann ist da noch die Verkäuferin in der Bäckerei, in die er jeden Morgen geht.
Keine leichte Situation für ihn – zumal er auch am Theater in Dortmund nicht so richtig glücklich wird.

So groß die Vorfreude nach drei tollen Romanen ist, so riesig ist die Enttäuschung beim Lesen dieses vierten Bandes. Es will einfach nichts passieren. Während Joachim in den Vorgängerromanen immer auf spannende Leute und Situationen stieß, herrscht hier seltsame Ödnis. In ewig langen Kapiteln beschreibt der Autor, wie er Hanna kennenlernt, was sie gemeinsam machen, worüber sie sich unterhalten. Das ist gerade brüllend langweilig. Ärgerlich langweilig, echt uninteressant. Man beginnt, Seiten zu überfliegen und schnell zu überblättern
Auch der Erzählstil ist nüchtern, und wirkt so seltsam “weit weg” von allem. Das mag auch die Gefühlslage des Mannes im Buch sein – aber als Text funktioniert das kaum.
Erst auf den letzten 50 Seiten – wenn man denn so weit kommt – steigt das Interesse wieder ein bisschen. Wirklich schade, dass Meyerhoff das Niveau seiner Romane nicht halten konnte.

Joachim Meyerhoff: Die Zweisamkeit der Einzelgänger – Alle Toten fliegen hoch, Teil 4
Kiepenheuer & Witsch, 416 Seiten
3/10

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RTelenovela

Bitte einmal Kasse 1!

Mittwoch, den 23. Januar 2019
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Die Krämer Kids haben es gut. Im Vehlefanzer Hort gibt es einen Raum mit verschiedenen Spielecken. Eine Lese-Ecke ist allerdings kürzlich etwas verkleinert worden, weil die Kinder gerade nicht so viel lesen. In einer anderen Ecke steht eine Burg, mit der gespielt werden kann.
Aber das Beste: Es gibt dort einen kleinen Supermarkt. Früher sagten wir immer: “Wollen wir Kaufmannsladen spielen?” Das gehörte einfach dazu: Hinterm Bahndamm in einem Strauch hatten wir unsere Bude, und natürlich mussten wir zwischendurch auch mal einkaufen.

In Vehlefanz haben sie alles da: Regale, ein paar Produkte – und natürlich eine Kasse. Ich wusste sofort, wo mein Lieblingsplatz wäre, wenn ich ein Krämer Kids in Vehlefanz wäre: Mein Platz wäre der an der Kasse. Das fand ich als Kind toll. Abkassieren. Zusammenrechnen. Geld nehmen, Restgeld rausgeben. Das war meine Welt, und natürlich war das eine Zeit lang auch mal mein Berufswunsch. Bevor ich Lokführer bei der S-Bahn werden wollte.

So, Leute, wer kommt mit mir mit nach Vehlefanz und spielt mit mir Kaufmannsladen?

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