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Sein Berufswunsch: Lehrer

Tobias Bathe (11) aus Staffelde ist Schülersprecher an der Kremmener Goethe-Grundschule – im August will er aufs Gymnasium

Kremmen.
Als er Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst getroffen hat – das fand er aufregend. „Es war toll, mal eine Person aus der Politik in Brandenburg zu treffen“, sagt Tobias Bathe. Der Elfjährige aus Staffelde ist seit 2017 der Schülersprecher an der Goethe-Grundschule in Kremmen.
Britta Ernst traf er, als die Ministerin Fördermittel für die Kremmener Schule übergeben hatte. „Es war ein schönes Gefühl, dass ich derjenige war, der ihr alles erzählen durfte.“ Als Schülersprecher erklärte er ihr, wofür die Fördermittel ausgegeben werden.

„Meine hauptsächliche Aufgabe ist es, Kontakt zu den Klassensprechern zu haben und auch die Klassensprecher-Sitzungen einzuberufen“, erzählt er. Außerdem bespricht er sich regelmäßig mit der Schulsozialarbeiterin. „Wenn was ansteht, dann frage ich sie nach ihrer Meinung – und sie mich.“ Auch mit den Lehrern bespricht er sich bei wichtigen Themen, die die Schule und die Kinder betreffen. Das klingt nach viel Verantwortung. „Ach, das ist schon in Ordnung“, sagt Tobias nach kurzem Überlegen. „Wenn man ein eingespieltes Team hat, dann geht das eigentlich ganz leicht.“ Und überhaupt – seine Schule findet er „eigentlich richtig gut“, wie er sagt. „Die Lehrer sind nett, und ich finde es toll, dass wir eine Schulsozialarbeiterin haben und immer zu ihr gehen können.“

Wenn man ihn nach seinen Lieblingsfächern fragt, überlegt er eine Weile. „Eigentlich mag ich alles, es kommt auf den Stoff an. Mathematik, Geografie, Geschichte, Naturwissenschaften, Sport. Wobei das aber nicht heißt, dass ich Sport kann“, ergänzt er und schmunzelt dann. Sport haben die Grundschüler seit einiger Zeit auch in der großen Stadtparkhalle, die kleine Halle ist seit dem vergangenen Jahr gesperrt. „Manchmal ist es da ziemlich voll, aber das funktioniert ganz gut.“

Seine Zeit an der Goethe-Grundschule läuft bald ab. Ab August will er auf das Gymnasium – am liebsten nach Velten. „Freunde von mir wollen da auch hin, und mein Bauchgefühl sagt mir, dass das eine sympathische Schule ist.“ Dass er die Kremmener bald verlässt, findet er schade. „Aber man ist auch aufgeregt, wie es auf der neuen Schule weitergeht.“
Sein momentaner Berufswunsch: Lehrer. „Weil ich Sachen gern erkläre und weil ich den Beruf vielseitig und interessant finde.“ Er kann sich vorstellen, sich dann auch auf dem Gymnasium schulisch zu engagieren. „Wobei man nicht immer eine hohe Stellung haben muss, um sich zu engagieren. Das können ja auch mal kleine Dinge sein.“

Ansonsten lernt Tobias Bathe Gitarre zu spielen. „Aber eigentlich nur so für mich“, sagt er und lächelt.

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