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Der Bulle und das Biest

MO 07.01.2019 | 20.15 Uhr | Sat.1

Kommissar mit Hund. Das kommt uns irgendwie bekannt vor. “Kommissar Rex” lief von 1994 an im deutschen Fernsehen. In Italien sind bis 2015 Folgen produziert worden – insgesamt gab es 214 Folgen.
Das Konzept: Ein sympathischer Hund ist unterwegs mit einem sympathischen Kommissar.
Das lief anfangs hervorragend, am Ende gab es beim ZDF in Deutschland nur noch relativ maue Einschaltquoten.
Trotzdem dachte man sich bei Sat.1, dass das Gespann Ermittler mit Hund vielleicht doch noch funktionieren könnte. Am Montagabend lief die erste Folge von “Der Bulle und das Biest”.

War Rex ein Schäferhund zum Liebhaben, ist Rocky nun allerdings ein sabbernder und mit Spucke rumspritzender Bullmastiff. Da fängt das Problem an. Ekel überwiegt vor Sympathie. Wenn der Hund mit am Essenstisch sitzt und auf den Burger seines neuen Herrchens rotzt, dann ist das weder lustig noch gut anzusehen. Auch sonst hat man diesem Köter keine wirklich einnehmenden Eigenschaften geschenkt – das wäre aber in einer Pilotfolge vielleicht nicht die schlechteste Idee gewesen.
Aber auch die Geschichte an sich ist viel zu holzschnittartig und langweilig umgesetzt worden. Da hilft es auch nicht, dass man mit Jens Atzorn einen smarten Hauptdarsteller gefunden hat – in dieser Serie wirkt er seltsam steif. Da die Produktionsfirma Bantry Bay die auch “Club der roten Bänder” ins Fernsehen brachte, für die Serie verantwortlich ist, ist es umso erstaunlicherweise, dass ein so blutleeres Produkt rausgekommen ist.

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