Tagesarchiv für 5. Januar 2019

RTZapper

Sechs Tage Eiszeit – Der Katastrophenwinter 1978/79

Samstag, den 5. Januar 2019
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MI 02.01.2019 | 20.15 Uhr | mdr-Fernsehen

Am 28. Dezember 1978 begann in Deutschland die Eiszeit. Zunächst im Norden der Bundesrepublik und der DDR, in den Tagen danach zogen die Schneestürme immer weiter nach Süden.
Zum 25. Jahrestag der Ereignisse 2003 zeigte der mdr erstmals die Doku “Als der Osten im Schnee versank – Der Katastrophenwinter 1978/79”. Darin ging es darum, wie die DDR mit diesem heftigen, tagelangen Unwetter umgegangen ist. Wie Rügen abgeschnitten war von der Außenwelt, wie im DDR-Süden es Probleme gab, die Braunkohle zu fördern und das Stromnetz in Gang zu halten.
Seit 2003 ist diese Doku dann immer wieder gezeigt worden, am Ende jedes Jahr auf’s Neue.

Zum 40. Jahrestag wurde es dann wohl mal Zeit für eine Überarbeitung und Neufassung. Am Mittwoch zeigte das mdr-Fernsehen zur Primetime die neue, 90-minütige Doku “Sechs Tage Eiszeit – Der Katastrophenwinter 1978/79”. Der prominente Sendeplatz ist durchaus gerechtfertigt, denn wer 1978 den Winter erlebte, der erinnert sich lebhaft an die Kälte und die Stromausfälle, kann Geschichten dazu erzählen.

Interessanterweise scheint die neue Recherche aus den eigenen Film von 2003 um Neuigkeiten zu ergänzen. So hieß es in der damaligen Doku, dass die DDR an Neujahr 1979 komplett stromfrei war. In der 2018er-Version ist das präzisiert worden: Denn in Wirklichkeit gab es regionale Stromabschaltungen. Tatsächlich lag beispielsweise ganz Thüringen im Dunkeln, weil große Stromknappheit herrschte. Verschiedene Regionen sind immer wieder vom Netz gegangen.
Im Gegensatz zur früheren Doku konzentrierte sich der mdr diesmal auch nicht nur auf die DDR. Sondern man zeigte auch, was rund um Kiel geschah. Wie das Unwetter zuerst auf Polen traf, und überhaupt ist mit interessanten Grafiken und Animationen gezeigt worden, was genau da eigentlich über uns passiert ist.
Diese neue Recherche zum 40. Jubiläum war deshalb gut ausgelegtes Gebührengeld.

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RTelenovela

Zu Besuch bei Herrn Luther

Samstag, den 5. Januar 2019
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Heute gehen wir zu Herrn Luther. Wie erklärt man einem zweieinhalbjährigen Kind, was man im Lutherhaus in Wittenberg zu sehen bekommt?
Dabei handelt handelt es sich um das einstige Wohnhaus von Martin Luther. Gebaut wurde es 1504 als Augustinerkloster. Es hieß “Schwarzes Kloster“, eine Anspielung auf die Kuttenfarbe der Augustinermönche. Ab 1508 lebte dort Martin Luther als Mönch. Mit der Reformation ist das Kloster aufgelöst worden, Luther bekam es 1532 und wohnte dann dort mit seiner Familie.
Und, klar, einem Kleinkind sagt man dann: Wir gehen zu Luthers. Deshalb haben wir auch einmal an das Eingangstor geklopft, schließlich macht man das so, wenn man zu Gästen geht.

Im größten reformationsgeschichtlichen Museum der Welt kann man tatsächlich den Geist von Martin Luther spüren. Wenn man in der Lutherstube steht, in der vor fast 500 Jahren Diskussionen geführt worden sind, man die alten Tische, Bänke und Schränke sieht, da hält man schon mal kurz inne. Außerdem kann man Luthers Mönchskutte ansehen, die 10-Gebote-Tafel von Lucas Cranach, Luthers Bibel sowie Handschriften und Medaillen. Steht man vor Büchern, die aus dem 16. Jahrhundert sind, dann ist das sehr besonders. Oder vor den vielen Zeichnungen und Gemälden von Lucas Cranach.
Interessant ist übrigens auch, dass ja Martin Luther von vielen Malern und Zeichnern dargestellt worden ist. Viele dieser Werke hängen und liegen im Lutherhaus – wo man feststellt, dass er teilweise ziemlich unterschiedlich aussieht – und dass er mit dem Alter ziemlich dick wurde.

Als wir das Gelände wieder verließen, haben wir vorsichtshalber noch mal ans Tor geklopft. Man will ja bei Familie Luther in guter Erinnerung bleiben.

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