Tagesarchiv für 3. Januar 2019

RTZapper

Tatort: Der höllische Heinz

Donnerstag, den 3. Januar 2019
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DI 01.01.2019 | 20.15 Uhr | Das Erste

Haha! Selten so amüsiert. Der “Tatort” im Ersten überraschte die Fans zu Neujahr mit… also, mit irgendwas ganz doll Lustigem. Einem, ähm, Fall aus Weimar.
In der Westernstadt El Doroda (muahaha, ist das lustig!) wird nämlich der Chef tot aufgefunden. Es muss etwas Schlimmes vorgehen an dieser Stätte, und deshalb nehmen Dorn und Lessing die Ermittlungen auf – im (also, ich kriege mich kaum noch ein!) Westernkostüm und auf dem Pferd (Wahnsinn!! gnihihi!!). Da fuchtelt Dorn auch mal mit einem Revolver, während sich durch die Stadt reitet.

Der 1. Januar scheint im Fernsehen ein Wettbewerb zu sein. Im vergangenen Jahr zeigte das ZDF an diesem Tag mit einer haarsträubend grauenvolles Folge des “Traumschiffs” meinen Fernsehflop des Jahres. In diesem Jahr könnte es der “Tatort: Der höllische Heinz” geschafft haben.
In Weimar versuchte man sich an einer Westernsatire. Christian Ulmen und Nora Tschirner agierten in einem Krimi, der keiner war, sondern eine extrem platte und billig wirkende Komödie. Die Gags, wenn es denn welche waren, sorgten wahlweise für Müdigkeit oder Augenrollen.
Andererseits war dieser Blödsinn vermutlich für viele Zuschauer genau das richtige Mittel, um den Silvesterkater zu besänftigen.

Klar ist aber: Wenn man “Traumschiff: Japan” an Neujahr besser war als die gleichzeitig laufende “Tatort”, dann ist die Lage ernst.

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RTZapper

Silvester im Südwesten: Willkommen 2019

Donnerstag, den 3. Januar 2019
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MO 31.12.2018 | 23.50 Uhr | SWR-Fernsehen

Silvester haben auch einige Dritte Programme live den Jahreswechsel übertragen. Dabei allerdings kann man so einiges falsch machen.
Deshalb an dieser Stelle einige wertvolle Tipps, wie man es 2019/20 eventuell besser machen kann.

1. Verpasse, um Gottes Willen, nicht die 0-Uhr-Marke!
Beim SWR hat sich die Moderatorin von “Silvester im Südwesten: Willkommen 2019” so sehr mit einem neben ihr stehenden Herren verquatscht, dass sie schlicht den Countdown verpasste. Sie führte einfach ihr Interview eiter. Drei Sekunden (!) vor Mitternacht muss ihr jemand von der Regie was ins Ohr gebrüllt haben, denn mitten im Gespräch riss sie dem Mann das Mikro weg und zählte die letzten drei Sekunden mit runter.

2. Nach 0 Uhr kann man die eingeblendete Uhr ruhig ausblenden.
Beim SWR hat man die Uhr einfach bis 0.18 Uhr weiter laufen lassen. Irgendwer wird sich schon noch für die Uhrzeit interessieren, dachte man sich da wohl.

3. Wenn man schon eine Countdown-Uhr einblendet, sollte man sie um 23.58 Uhr nicht einfach ausblenden.
Im WDR hat man es einfach andersrum gemacht wie beim SWR. In der “Lokalzeit extra: Silvesterfeuerwerk am Kölner Dom” lief die Uhr rückwärts – bis zur 0:02:00-Marke. Dann war sie weg. Vielleicht wollte man die WDR-Zuseher einfach ein bisschen mit dem Beginn von 2019 überraschen. Auch dort plauderte die Moderatorin noch bis zehn Sekunden vor Mitternacht, bevor dann doch noch mal ein Ziffern-Countdown zu sehen war.

4. Wenn schon zurückzählt, dann auch pünktlich.
Glaubt man der Uhrzeit im WDR-Videotext, ging der drei Sekunden nach. Zeigte der Videotext 0 Uhr an, stand der Countdown noch auf Drei.

5. Schweigen bringt’s auch nicht.
Waren die Moderatorinnen bei SWR und WDR ein wenig zu sehr in Plauderlaune, hat der Moderator beim rbb ab 45 Sekunden vor Mitternacht einfach geschwiegen. Wer das “Silvesterfeuerwerk am Brandenburger Tor” im rbb gesehen hat, hörte stattdessen im Hintergrund die ZDF-Leute den Countdown zählen. Aber so ein bisschen Stimmung verbreiten, sollte doch auch beim rbb zu machen sein.

6. Sprenge die Party nicht mit depressiven Erinnerungen!
Bevor der rbb-Moderator schwieg, erinnerte er noch mal an das vergangene 2018. An die schweren Waldbrände zum Beispiel. Und wie schlimm das war, als auch in Berlin Brandgeruch herrschte. Ein echt tolles Silvesterparty-Thema.

Werden bei den nächsten Silvester-Übertragungen diese wertvollen Tipps beherzigt, dann könnte das auch mit dem gelungenen Jahreswechsel klappen. Gern geschehen.
Andererseits: Irgendwie wäre es schon lustig gewesen, wenn beim SWR die 0-Uhr-Marke einfach überquatscht worden wäre.

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RTelenovela

Traumtagebuch (140): Parken kostet 2+14 Euro

Donnerstag, den 3. Januar 2019
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(139) -> 5.11.2018

Die große Bäckerei hat mal wieder zu einer massentauglichen Veranstaltung eingeladen. Ich habe sie besucht und laufe nun wieder zu meinem Auto zurück, das auf einem Parkplatz auf einer Wiese steht.
Neuerdings muss man 2 Euro bezahlen, wenn man dort parken will, also laufe ich erst mal zum Automaten und bezahle. Hinter mir steht ein Herr, der wütend vor sich hinbrubbelt.

Ich fahre zur Schranke vor, dort eine Frau, um zu schauen, ob alles mit rechten Dingen vorgeht. Ich schiebe die Parkmarke in den Automaten, aber es passiert nichts. Die Wärterin kommt gleich angelaufen. Sie sagt, ich hätte den Mindestbetrag nicht erreicht. Woraufhin ich wissen wollte, wie der zustande kommen sollte.
Ich erfahre, dass ich für einen bestimmten Betrag hätte bei der Veranstaltung einkaufen müssen. Es gehe um 14 Euro, und die müsse ich nun bezahlen, bevor ich den Parkplatz verlassen wolle.

Erst später fällt mir ein, dass das ja wohl die Völlige Abzocke war. Und ich bin mir nicht mal sicher, dass diese Abzocke eine vom Veranstalter war. Haben sich dort etwa Fremde an der Schranke postiert, um die Leute abzuzocken?
Ich werde wach und werde das Rätsel nicht lösen.

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