Tagesarchiv für 25. Dezember 2018

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Alice Feeney: Manchmal lüge ich

Dienstag, den 25. Dezember 2018

Weihnachten 2016. Es ist ein katastrophales Fest für Amber. Sie liegt im Koma, aber sie schläft nicht, sie bekommt alles mit, was um sie herum geschieht.
Amber gehört zum Team einer beliebten Radiosendung, aber sie ist unzufrieden. Mit Madeline, der Hauptmoderatorin, versteht sie sich nicht gut, und es heißt, sie solle zum Jahresende wieder abgelöst werden. Das will sie verhindern.
Zu Hause läuft es auch nicht gut. Das Verhältnis zu ihrem Mann Paul ist kühl – ob da noch Liebe ist, bezweifelt sie. Das Verhältnis zu ihrer Schwester war schon immer schwierig.
Am ersten Weihnachtsfeiertag kommt es zum schweren Unfall. Offenbar saß Amber nicht selbst am Steuer. Wer aber fuhr den Wagen? Und wieso haben Amber und ihr Mann Paul Kampfspuren am Körper?
Im Koma liegend hört sie die Gespräche im Krankenzimmer – und überlegt, was passiert sein könnte.

“Manchmal lüge ich”, sagt Amber von sich selbst. Alice Feeney hat eine sehr spannende Geschichte geschrieben, die auf mehreren Ebene spielt. Wir erfahren, was jetzt – in der Klinik – passiert. Gleichzeitig wird berichtet, was in den Wochen und Tagen davor geschehen ist – und wir bekommen Tagebucheinträge zu lesen, die heute 25 Jahre alt sind.
Dadurch setzt sich nach und nach ein Bild der Ereignisse zusammen, wie in einem Puzzle.
Die Autorin hat das geschickt zu einem Thriller zusammengemixt, den man so schnell nicht aus der Hand legen kann. Denn auch für den Leser werden immer wieder Fallen gelegt, er wird auf eine falsche Fährte gesetzt.

Alice Feeney: Manchmal lüge ich
ro ro ro, 382 Seiten
8/10

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Weihnachtssingen An der Alten Försterei

Dienstag, den 25. Dezember 2018
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SO 23.12.2018 | 20.15 Uhr | rbb

Ja, okay, wenn sich fast 30.000 Menschen in einem Fußballstadion treffen, um gemeinsam Weihnachtslieder zu singen, dann ist das bestimmt irgendwie schön.
Eine 90-minütige Übertragung, die vor allem darin besteht, zu zeigen, wie Leute in einem Stadion singen, ist allerdings nicht ganz so aufregend.
Der rbb übertrug am Sonntagabend das traditionelle Weihnachtssingen aus dem Stadion von Union Berlin in Köpenick. Diese Nicht-ganz-live-Sendung zeigt allerdings, dass es nicht immer sinnvoll ist, ein Event ins Fernsehen holen zu wollen.

Es begann 2003, da trafen sich halblegal ein paar Fans im Stadion, um Weihnachtslieder zu singen. Heute ist das ein Megaevent, bei dem es in ist, hinzugehen – auch wenn man vielleicht sonst nie zum Fußball geht. Solche Weihnachtssingen-Verantstaltungen gibt es inzwischen auch in vielen Orten – ist also auch nichts Außergewöhnliches mehr. Die Union-Hardcore-Fans finden die Größe des eigenen Events wohl auch nicht mehr ganz so cool.

Der mdr hat am Donnerstag das Konzert des Kreuzchores aus dem Stadion von Dynamo Dresden übertragen. Der Unterschied: Es handelte sich um eine Bühnenshow, fürs Fernsehen produziert. Zwischendurch wurde aber auch mal von allen gesungen.
Anders beim rbb. Da scheint man den Bühnensound nicht mal vernünftig an die Fernsehtechnik angeschlossen zu haben. Wenn da jemand sprach, sang oder musizierte, dann klang das sehr hallig. Von den Gesängen im Stadion bekam man auch nicht so viel mit.
Vielleicht ist die Singerei in dieser Form keine echte Primetime-Show. Oder man muss sie technisch besser ausstatten. Oder man muss sich ein Rahmenprogramm überlegen – was aber sicherlich nicht im Sinne aller wäre. Aber vielleicht ist es auch schlicht so, dass es eben Ereignisse gibt, die sich nicht eins zu eins ins Fernsehen übertragen lassen.

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