Tagesarchiv für 23. Dezember 2018

aRTikel

Überflieger: Ein halbes Jahr auf dem Wasser und Weihnachten auf Curaçao

Sonntag, den 23. Dezember 2018
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Christin Schilling (31) aus Oranienburg unterrichtet Jugendlicheauf dem Segelschulschiff „Pelican of London“

MAZ Oberhavel, 22.12.2018

Oranienburg.
Die Fahrt über den Atlantik verlief überraschend entspannt. Schwierig war es nur in der Biskaya, an der Westküste Europas. „Da hatten wir ziemlich hohen Wellengang, da mussten wir uns zusätzlich sichern.“ Weihnachten wird sie auf Curaçao verbringen, in der Karibik.

Christin Schilling aus Oranienburg ist auf einem Schiff unterwegs. Dabei handelt es sich um die „Pelican of London“, ein Segelschulschiff. Die Tour begann im Oktober in Dublin. Sie führte bereits nach Portugal, Marokko und über den Atlantik. In dieser Woche machte es Halt auf St. Lucia Station, das zu den Kleinen Antillen gehört. Die 31-Jährige macht dort aber keinen Urlaub – sie arbeitet auf dem Schiff als Lehrerin. Es sind Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 11 aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die auf dem Schiff mitfahren. „Im Fokus steht das Segelnlernen“, sagt Christin Schilling. Oceancollege stehe für sechsmonatiges Lernen unter Segeln. Sie untersuchen aber auch das Plastikmüllproblem, oder nehmen an einem Aufforstungsprojekt in Costa Rica teil.

Die Oranienburgerin gibt den Jugendlichen Unterricht in Deutsch und Geografie. Wenn es die Situation auf dem Schiff erfordert aber nicht nur das. „Wir müssen aber auch bei All-Hand-Manövern dabei sein. Dann geht es auch mal hoch in den Mast.“ Sie ist eine von drei Lehrern an Bord. „Aber es ist natürlich so, dass wir hier 24 Stunden lang den Lebensraum teilen.“ Heißt: Sie ist auch Ansprechpartnerin für die Jugendlichen, wenn es mal Probleme gibt. „Wir sind pädagogisch extrem gefordert, sind eine Auffangstation für Sorgen und geben die Struktur für den Tag.“ Da rutsche man schon mal in verschiedene Rollen.   

Sie selbst hat 2006 ihr Abitur am Oranienburger Runge-Gymnasium gemacht. Dann folgte das Studium und eine Ausbildung zur Gymnasiallehrerin für Deutsch und Geografie. Ihr Referendariat machte sie an einer Schule im Barnim. Schon  während des Studiums hat sie von der Möglichkeit des Arbeitens auf so einem Schiff erfahren. Sie hat sich zwar an vielen Schulen beworben und auch diverse Zusagen bekommen – aber sie packte das Fernweh. „Ich habe gemerkt, dass ich raus möchte. Reisen, erkunden, aber auch unterrichten.“ Sie meldete sich beim Oceancollege, bewarb sich und bekam die Stelle auf dem Segelschulschiff. Mehrere Monate bereitete sie sich auf die Tour vor, wälzte Unterrichtsmaterial und kaufte Bücher. Kurzfristiges Recherchieren an Bord geht ohne Internet nicht. Heimweh? „An sich nicht“, sagt sie. „Also, vielleicht so gut wie gar nicht. Aber man hat hier gar keine Zeit für Heimweh. Man erlebt so viel in kürzester Zeit und hat ein familiäres Gefühl an Bord. Und hier in St. Lucia ist es gerade megaschön, total paradiesisch.“ 

Kontakt nach Hause hält sie über das Internet – aber immer nur dann, wenn es W-Lan gibt – und das ist nicht oft der Fall. Ein kleiner Tannenbaum ist schon aufgestellt worden. „Und die Kabine platzt nur so vor Weihnachtsdeko.“ Heiligabend ist eine deutsche Weihnachtsfeier geplant, am Tag danach die britische – das Schiff fährt unter englischer Flagge, von dort kommt auch die Crew. Nächste Station wird Costa Rica sein. Dort steht ein einmonatiges Landprogramm auf dem Plan, Christin Schilling wird am Aufforstungsprojekt teilnehmen. Wenn die jungen Segler Spanischschule haben, hat die Oranienburgerin zwei Wochen Urlaub. „Nach Hause geht es dann aber auf keinen Fall.“

Die Reise geht weiter nach Kuba, zurück über den Atlantik nach Frankreich. Ankunft ist Mitte April. Danach ist beruflich alles offen.  Sie wird sich als Lehrerin bewerben. „Ich weiß nicht, wo ich danach zu Hause bin“, sagt sie. „Ich bin der Typ, der nicht so gerne plant. Ich lebe gerne im Moment.“ 

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KeineWochenShow

#103 – Breaking News: Weihnachtsfeier abgesagt!

Sonntag, den 23. Dezember 2018
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Weihnachtsfeier? Wie kann man denn in der aktuellen Situation an eine Weihnachtsfeier denken?! Ihr werdet verstehen, dass an dieser Stellung die Empörung groß ist, und die Weihnachtsfeier natürlich abgesagt wird.

Es ist eine Woche der Skandale und Empörungen:
Skandal! Ein “Spiegel”-Autor hat Artikel oder Teile davon gefälscht.
Skandal! Die Deutsche Umwelthilfe will Tempo 120 auf den Autobahnen!
Skandal! Plastik-Strohhalme werden abgeschafft! Wie, um Gottes Willen, sollen wir bloß weiterleben?

Außerdem geht es um den Klimawandel, um Helikoptereltern, um das sterbende VIVA und um den wiedergekehrten Astro-Alex.
Und damit es doch noch ein bisschen weihnachtlich ist, singen wir! In KeineWochenShow #103 auf YouTube!

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RT im Kino

Spider-Man: A new Universe

Sonntag, den 23. Dezember 2018

2017 -> 23.7.2017

Neues von Spider-Man, und wieder ist alles ganz anders. Nachdem 2017 wieder mal eine neue “Serie” startete, kommt nun eine ganz neue Story – und diesmal als Animation.

Miles Morales (Stimme: Marco Eßer) kommt auf eine neue Schule, und natürlich ist alles doof. Er kommt mit den Leuten nicht klar. Als er mit seinem Onkel in einer Art Höhle einen Ort zum Sprayen sucht, wird er plötzlich von einer Spinne gestochen.
Mit Folgen – die Miles kennt, und er kann es nicht glauben. Er ist Fan von Spider-Man, den ja in New York jeder kennt. Und jetzt soll auch er einer werden? Es gibt doch nur einen Spider-Man!
Den trifft er bald auch schon, aber Peter Parker (Roman Wolko) steckt in einer echten Klemme, aus der Miles ihn auch nicht befreien kann. Peter Parker, der berühmte Spider-Man stirbt. New York ist in tiefer Trauer.
Doch schon bald trifft Miles wieder auf Peter Parker, aber der sieht plötzlich anders aus – älter und dicker. Peter B. Parker (Jaron Löwenberg) kommt aus einem Paralleluniversum, und plötzlich tauchen weitere Spinnenmänner auf – denn sie alle müssen gemeinsam gegen das Böse kämpfen.

Mal abgesehen, dass es auch mal ziemlich cool ist, dass Spider-Man als richtiger Comic ins Kino kommt und dadurch richtig gut in Szene gesetzt ist, die Geschichte ist mal was ganz anderes. Als Peter Parker plötzlich stirbt, ist das ein sehr emotionaler Moment im Film. Aber die Story nimmt dann schnell wieder ordentlich Fahrt auf.
Gerade die erste Hälfte ist wirklich kurzweilig und unterhaltsam. Die Figuren sind flott und witzig, es gibt viele gute Gags. In der zweiten Hälfte driftet der Film leider ein wenig zu sehr ins Science-Fiction-mäßige. Dass das alles schon ab 6 freigegeben ist, ist erstaunlich. Während am Anfang alles “realistisch” aussieht, New York auch sehr schön gezeichnet ist, scheinen die Zeichner später dem Affen Zucker gegeben zu haben. Das ist dann leider aber ein bisschen langatmig und nur noch überdreht.
Wenn man das ein wenig zurückschraubt, könnte daraus eine tolle Reihe werden.

Spider-Man: A new Universe
USA 2018, Regie: Bob Persichetti, Peter Ramsey, Rodney Rothman
Sony, 117 Minuten, ab 6
7/10

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RTZapper

Mein Supermix: 94,3 rs2 – Berlins Weihnachtsradi-o-ho-ho

Sonntag, den 23. Dezember 2018
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FR 21.12.2018 | 0.00 Uhr (Sa.) | 94,3 rs2

Es gibt Radiosender, die weisen explizit daraufhin, dass sie überhaupt erst nach dem 3. Advent Weihnachtslieder spielen. Auf radioeins wird gern damit kokettiert.
Und dann gibt es Radiosender, die ab Ende November Weihnachtslieder spielen, und nach dem 3. Advent dann ausschließlich Weihnachtslieder spielen. Das ist 94,3 rs2.

Seit Montag gönnt man sich dort den Weihnachtsoverkill. Erstmals ist 94,3 rs2 “Berlins Weihnachtsradi-o-ho-ho”. Wo normalerweise entsprechende Hits ins Programm gestreut hat, spielt man dort nun nichts anderes mehr.
Das muss man sich auch erst mal trauen, dass man seine treuen Hörer in den Wahnsinn treiben will. Oder hält man das wirklich aus, von morgens bis nachts nur Festmucke zu hören?

PS: Gibt es eigentlich Ostermusik? Und wenn ja, würde die Musik das Programm eines ganzen Tages füllen oder bestünde “Berlins Osterrad-ei-o” nur aus einem Song in der Dauerschleife?

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