Tagesarchiv für 27. November 2018

RTZapper

Junior Eurovision Song Contest 2018

Dienstag, den 27. November 2018
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SO 25.11.2018 | 14.00 Uhr | Youtube

Herzlichen Glückwunsch, Polen hat den Junior Eurovision Song Contest 2018 gewonnen!
Und wenn du dich jetzt fragst, was Polen da genau gewonnen haben soll, dann bist du nicht allein – zumindest in Deutschland.

Während im Mai der Eurovision Song Contest auch in Deutschland ein Event ist, fristet die kleine Schwester im November hierzulande nicht mal ein Schattendasein. Da ist gar nichts.
Beim Junior Eurovision Song Contest 2018 sind 20 Länder angetreten. Es sind Jugendliche bis 16 Jahre, die dort mit ihren Songs auftreten – in ihrer Landessprache. Diesmal fand die Show in Minsk statt und ist ein durchaus bemerkenswertes europäisches (und darüber hinaus) Jugendmusikfest.

In Deutschland findet es nicht statt. Es gab seit 2003 noch nie einen deutschen Teilnehmer, eine Übertragung gibt es dementsprechend auch keine. Es ist nur live auf Youtube zu sehen gewesen – immerhin.
Dabei wäre es das ideale Event für den KiKA, der es am Sonntagnachmittag live ausstrahlen könnte. Im KiKA köännten sie auch eine deutsche Vorentscheid-Show veranstalten, und das würde bei Kindern sicherlich für Aufmerksamkeit sorgen. Dass man in Deutschland diese Chance nicht nutzt, auch die Jüngeren ein paar Stunden den europäischen Gedanken leben zu lassen, ist echt schade.

Denn der JESC funktioniert wie die große Schwester – nur dass am Ende beim Voting die Länderwertungen direkt in der Halle verkündet werden – und nicht per Schalte in die Länder. Dass die Kids dann allesamt die wundervolle Show loben, wirkt dann allerdings ein bisschen albern. Aber das gehört dann wohl doch zum Junior-ESC auch dazu.

-> Die Show auf Youtube

Hits: 168

RT im Kino

Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen

Dienstag, den 27. November 2018

In Paris kommt der Kampf gegen Gellert Grindelwald (Johnny Depp) zu einem Höhepunkt. Der willdie Ordnung zwischen Zauberern und Muggeln für immer zerstören. Magiezoologe Newt Scamander (Eddie Redmayne), der eigentlich ein Lehrbuch über die magische Tierwelt für die Hogwarts-Schüler schreiben wollte, muss sich nun mit Grindelwald befassen. Der stellt auch den jungen Hogwarts-Lehrer Albus Dumbledore (Jude Law) vor eine Herausforderung. Eigentlich müssten auch sie kämpfen – aber ein geheimes Band hindert Dumbledore, den Kampf aufzunehmen.

“Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen” ist der zweite Film der fünfteiligen Reihe, die zeitlich etwa 70 Jahre vor “Harry Potter” spielt. So ist es für Fans dieser Reihe sicherlich auch schön, nun endlich ein Wiedersehen mit Hogwarts zu feiern – natürlich in der Zeit auch sehr viel früher.
Die Story ist dennoch über weite Strecken erstaunlich blutleer, was auch daran liegt, dass zu viele Geschichten, immer wieder Randstorys erzählt werden. Der manchmal seltsam irrlichternde Blick von Eddie Redmayne ist manchmal etwas irritierend. Und wirklich ärgerlich ist die schlechte 3D-Qualität. Gerade am Anfang sehen die Menschen in einigen Szenen im Vordergrund wie reinmontiert aus. Das sieht wahnsinnig unecht aus, auch sollten 3D-Filmer langsam mal wissen, dass beim 3D Hintergründe nicht zwingend unscharf sein sollten. Diesen Film kann auch getrost in 2D anschauen. Ist dann auch billiger.

Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen
GB 2018, Regie: David Yates
Warner, 133 Minuten, ab 12
5/10

Hits: 148

RT liest

Raphael Thelen / Thomas Victor: Straße der Träume – Ein Roadtrip auf der B96

Dienstag, den 27. November 2018
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Die B96 war zu DDR-Zeiten, als sie noch die F96 war (Fernverkehrsstraße), die wichtigste Strecke im ganzen Land. Sie führt von Zittau in Ost-Sachsen, durch die Lausitz und Berlin bis nach Sassnitz auf Rügen.
Die beiden Journalisten Raphael Thelen und Thomas Victor waren auf einem Roadtrip entlang der B96. Für Spiegel Online haben sie darüber eine vielbeachtete Reportagereihe verfasst. Diese ist inzwischen in erweiterter Form und mit ausführlicheren Texten auch als Buch erschienen.
Sie erheben nicht den Anspruch über die komplette Strecke zu schreiben. Sie haben sich einige Stopps ausgesucht.

Los geht es natürlich in Zittau, und dort finden die beiden Reporter eine Stadt vor, die auf den ersten Blick ziemlich trist zu sein scheint. Aber dann entdecken sie doch ein kulturuelles Kleinod und treffen auf einen Bürgermeister, der sich sehr engagiert.
In der Lausitz landen sie in einer Kneipe, wo sie mit den Leuten über die Widrigkeiten des Lebens sprechen – mit einer interessanten Wendung.
In Teschendorf ist ihnen gleich die Imbissbude „Curry B 96“ aufgefallen. Die reisenden waren schon längst dran vorbeigefahren, wendeten dann aber noch mal. Das Schild hatte die beiden angelockt. Sie treffen auf den Imbissbetreiber und auf einige Gäste.

Zwar löst auch dieses Buch nicht ein, dass es um die Straße geht, die Träume auslöst. Aber dafür sind die Geschichten über die Menschen und Orte an dieser B96 doch sehr spannend geworden. Die beiden Autoren haben sich offenbar auch für die interessanten Begegnungen entschieden. So ist dieses Buch sehr lesenswert. Wenn es auch – das muss man aber sagen – für eine Zweitverwertung mit 18 Euro recht teuer ist.

Rapahel Thelen, Thomas Victor: Straße der Träume – Ein Roadtrip auf der B96
be.bra verlag, 224 Seiten
8/10

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