Tagesarchiv für 15. November 2018

RTZapper

Milk & Honey

Donnerstag, den 15. November 2018
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MI 14.11.2018 | 21.15 Uhr | VOX

Callboys! Sex! Das sind doch bestimmt Stichworte, die aufhorchen lassen. Dachte man sich bei VOX, als es darum ging, eine neue Serie zu produzieren.
Die Messlatte war extrem hoch. “Der Club der roten Bänder” war einst die erste VOX-Serienproduktion. Nach dem Ende sollte daran “Milk & Honey” anknüpfen. Schließlich hatte sich VOX mit der Jugend-Klinikserie einen Namen gemacht. Den gilt es nun zu pflegen.

In den heimatlichen Weiten Brandenburgs findet Johnny nach einem Jahr im Ausland alles anders vor. Die Imkerei seines Vaters hat sich in eine Agentur für Escortgeschäfte verwandelt. Ist Johnny erst empört, kann er bald gar nicht anders. Es ist kein Geld mehr da. Und bezahlter Sex – das ist doch auch mal nett. Gemeinsam mit drei Freunden will er die Frauenwelt beglücken.

Nun muss man aber sagen: Ein irgendwie interessanter Plot macht noch keine gute Serie. Am Mittwochabend liefen die ersten beiden Folgen, und war Teil 1 irgendwie noch recht amüsant, glitt Folge 2 schon in die Langeweile ab.
Denn irgendwie sollte um die Grundidee noch eine interessante, spannende oder emotionale Story gestrickt werden. Doch ob der Escorttyp es schafft, die Kundin im fahrenden Auto zu befriedigen ist schmunzelig, aber irgendwie auch unangenehm. Es fehlen mitreißende Konflikte.

In Folge 1 ist zudem ständig aufdringliche Countrymusik zu hören, die leider überhaupt nicht zur Serie passt. Die Stimmung wird damit nicht getroffen.
Auch ist die schauspielerische Leistung stellenweise nicht besonders gut. Einige Satzfetzen gehen komplett in Genuschel oder einer schlechten Aussprache unter, es fehlen sowieso wirkliche Sympathieträger.

So ist “Milk & Honey” so ganz und gar unbesonders. Es ist keine Serie, der man entgegenfiebert, die den Zuschauer emotional mitnimmt.
Schade ist das wohl nur deshalb, weil die Erwartungen so übertrieben hoch waren.

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RTZapper

Leben.Lieben.Leipzig

Donnerstag, den 15. November 2018
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MO 12.11.2018 | 20.15 Uhr | RTL II

Dennis war ein Jahr in Mali im Bundeswehreinsatz. Er sagt, er habe viel Scheiße gesehen. Zuschauer, die am Montagabend aus Versehen RTL II eingeschaltet haben, die werden wissen, wie sich das ansieht, viel… ähm, du weißt schon, gesehen zu haben.
Und kam Dennis aus einem Krisengebiet, erleben wir nun ein neues: Leipzig. Denn Leipzig hat nun eine eigene RTL-II-Soap, und darum kann die sächsische Stadt nun wirklich niemand beneiden.

Dennis hatte ein Jahr lang keine Frauen, und Sex schon gar nicht. Warm ist ihm auch, weshalb er immer mit freiem Oberkörper durch Leipzig latschen muss. Sein Bruder richtet ihm eine Willkommensparty aus, und natürlich hat er dafür ein paar Chicks klar gemacht. Mit einer verschwindet Dennis gleich mal auf dem Klo – was seine Freundin seltsamerweise leicht unlustig findet. Was wiederum Dennis lustig findet, denn schließlich hatte er ja nun ein Jahr keinen Sex. Da muss er doch nun mal das erstbeste Material… ähm…

Sexistisch? Och.
“Leben.Lieben.Leipzig” ist wieder mal eine Ansammlung von Prolls, und man muss als RTL-II-Zuschauer schon ziemlich im Delirium sein, um irgendwas daran interessant zu finden.
Besteht die neue Serie, die nach der Premiere am Montag vor den ähnlichen Serien aus Berlin und Köln läuft, doch entweder aus ewigen völlig belanglosen Dialogen oder aus Momenten, wo sich irgendwelche Leute anschreien.

Ganz am Ende von Folge 1 wurde es übrigens doch noch mal spannend. Damit man auch noch die böse glubschenden Nazi-Brutalos aus Leipzig zeigen kann, wollte der noch eine Frau verschleppen. Cliffhanger! Hui, packend!
Also, bis zum nächsten Schnitt: In der Vorschau wurde die Spannung umgehend aufgelöst, Dennis kann sie eins-fix-drei befreien. Zu viel Spannung will man der RTL-II-Zielgruppe dann wohl doch nicht zumuten.

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