Tagesarchiv für 12. November 2018

RTZapper

Kalkofes Mattscheibe: Das Schlimmste aus dem Internet

Montag, den 12. November 2018
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FR 09.11.2018 | 20.15 Uhr | Tele 5

Fragt man junge Leute heute, was sie sich im Fernsehen anschauen, dann gucken die einen nur noch mit großen Augen an. Fernsehen? Die gucken doch kein Fernsehen mehr. Eine Studie ergab, dass bei den jungen Leuten das Streaming im Internet die lineare Fernsehnutzung abgelöst hat.
Insofern ist es nur folgerichtig, dass sich auch Oliver Kalkofe mit seiner “Mattscheibe” auf Tele 5 mal nicht mit dem Fernsehen, sondern mit dem Internet beschäftigte. Am Freitagabend lief die neue Folge: “Das Schlimmste aus dem Internet”.

Aber vermutlich richtete sich diese Folge eher an die älteren Zuschauer, um denen mal zu zeigen, was denn da so los ist in diesem Internet. Der Titel suggeriert das.
Denn eigentlich – und das ist in dieser Kolumne schon länger so – sollten Internet- und Fernsehinhalte auf einer Ebene behandelt werden. Wenn zum Beispiel – wie bei Kalkofe gezeigt – ein Sami Slimani in seinem Vlog darüber schwadroniert, wie seine Zähne weiß werden und er ein Produkt nach dem nächsten in die Kamera hält, und das nicht als Werbung deklariert, da sollte man schon mal kritisch nachfragen.
Oder wenn Beatrix von Storch von der AfD bei Tilo Jungs “Jung & naiv” bekloppt äußert, dann ist das genauso zu hinterfragen, als wenn die Sendung auch im herkömmlichen Fernsehen liefe.

Weshalb es übrigens auch schade ist, dass ein Format wie Fernsehkritik-TV eingestellt wird, weil es angeblich am Fernsehen nichts mehr zu kritisieren gebe und sich das meiste im Netz abspiele. Dabei ist es ja eigentlich der Begriff “Fernsehen”, der sich wandelt. Immerhin schaue ich mir Youtube-Sendungen inzwischen längst auch auf dem Fernsehbildschirm an.
Internet und Fernsehen werden, was die Inhalte angeht, weiter verschmelzen. Das weiß auch Kalkofe, der ja in seiner Mattscheibe sonst auch immer Fernsehen und Youtube-Inhalte gemischt in eine Sendung packt.

RTelenovela

Rügen 2018 (20): Kino? Pech gehabt!

Montag, den 12. November 2018
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(19) -> 11.11.2018

Und dann stand ich vor der Frau am Kinotresen, sagte ihr, was ich sehen möchte, und sie schüttelte nur den Kopf. “Der ist durch”, sagte sie. Ich war zehn Minuten zu spät, und es sei kein anderer Gast da, und jetzt könne man auch nichts mehr tun.
Großes Kino.

Ähm, nein, kein großes Kino.
In Bergen ist das Gewerbegebiet mit dem großen Einkaufsmarkt und dem Kino derzeit nur schwer zu erreichen. Die Straße, die von der Bergener Innenstadt dorthin führt, ist gesperrt. Der Umweg ist lang, führt einmal um die Stadt rum – bis zur B96, die ebenfalls umgeleitet wird.
Sogar auf der Kino-Webseite wird darauf hingewiesen, was auch darauf schließen lässt, dass wohl weniger Besucher kommen.

Ich hatte meinen ganzen Tag darauf ausgerichtet, um 17.30 Uhr ins Kino zu gehen. Von Binz bis Bergen fährt man inklusive Baustelle und Umleitung gut 25 bis 30 Minuten.
Und, ja, ich war zehn Minuten zu spät. Aber es war nichts mehr zu machen. Ziemlich patzig teilte mir die Frau am Tresen mit, dass der Film ausfällt.
Andere Kinos sind da professioneller, da wird im Saal trotzdem die Vorstellung – meist ja erst mal die Werbung – gestartet, wenn dann im Laufe der ersten Filmminuten keiner kommt, wird der Film gestoppt.Aber immerhin können Nachzügler so doch noch rein.

Nicht so in Bergen, da scheint es, als sei man als Kunde dann doch eher lästig. König jedenfalls nicht. Und das liegt nicht nur an den extrem teuren Eintrittspreisen, die sie verlangen können, weil sie das Inselmonopol haben. Aber vielleicht ist man dort ja trotzdem noch nicht auf jeden Cent angewiesen.