Tagesarchiv für 11. November 2018

RTZapper

Insel & Meer: Heimlich nach Vorpommern

Sonntag, den 11. November 2018
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FR 09.11.2018 | 11.05 Uhr | Rügen TV

In Vorpommern haben sie jetzt eine ganz besondere Methode, Touristen anzulocken. Man verrät ihnen einfach vorher nicht, wohin die Reise geht. Vorpommern als Überraschungsei.

Rügen TV berichtete am Freitagvormittag über das Baltic Sea Forum in Stralsund. Ein dort besprochener Aspekt: Insbesondere Touristen aus Dänemark könne man nicht für Reisen in den Nordosten begeistern. Für die sei Vorpommern eher eine Transitregion, wenn sie auf dem Weg nach Berlin oder weiter in den Süden Deutschlands sind.
Aber da gibt es ja diese Idee der heimlichen Reisen. Das sind Angebote, bei denen man vorher nicht weiß, wohin es geht. Und Experten sehen das als Chance für Vorpommern. Weil man ja nicht mit Bildern starten müsse, sondern die Gäste einfach herholen könne.

Aua.
Eigentlich ist es natürlich eine nette Idee, eine Blind-Date-Reise zu unternehmen. Aber wenn eine Region seine Chance neuerdings eher darin sieht, dass man so die Leute dorthin locken könne, und dass das DIE Chance sei, dann sollte das eigentlich eher nachdenklich machen. Ansonsten würde ja der Eindruck entstehen, man könne die Leute nur noch Vorpommern holen, wenn man sie heimlich verschleppt.

-> Der Beitrag in der Mediathek von Rügen TV.

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KeineWochenShow

#97 – Martini und das Meer im Nebel

Sonntag, den 11. November 2018
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Wie ist es eigentlich im November in Binz an der Ostsee? Diese Frage klären wir in der neuen Ausgabe von KeineWochenShow. Auch mit dem Riesenrad auf dem Neuruppiner Martinimarkt werden wir fahren. Wir sind also ein bisschen unterwegs.

Ausführlich sprechen wir aber auch über Oliver Polak, der Jan Böhmermann vorwirft, ein Antisemit zu sein. Ein Vorwurf, der uns sehr verwundert, zumal die Umstände dieses Vorwurfes mehr als merkwürdig sind.
Welche Bedeutung der 9. November für Deutschland hat, ist ebenso ein Thema wie die Football Leaks und die “Sing meinen Song”-Teilnehmer für 2019.

Natürlich gibt es auch wieder ein Probierbier, Promi-Geburtstage und einen CD- und Buchtipp. Das alles und mehr in KeineWochenShow #97 auf Youtube.

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RT im Kino

Aufbruch zum Mond

Sonntag, den 11. November 2018

Es war ein kleiner Schritt für Neil Armstrong, aber ein riesengroßer für die Menschheit. Am 21. Juli 1969 betrat er als erster Mensch den Mond.
Mindestens acht Jahre lang hat er gemeinsam mit vielen Kollegen von der NASA auf diesen Moment hingearbeitet, und davon handelt der “Aufbruch zum Mond”.

1961 durchbricht Neil Armstrong (Ryan Gosling) erstmals die Wolken und schwebt außerhalb der Erdatmosphäre. Der Wiedereintritt allerdings gestaltet sich als schwierig, er stürzt letztlich in der Wüste ab.
Doch er lässt sich davon nicht unterkriegen. Er hat ein Ziel vor Augen.
Die NASA will nicht länger zusehen, wie die Sowjetunion einen Erfolg nach dem nächsten in der Raumfahrt feiert. Sie will die Reise zum Mond schaffen – noch in den 60ern.
Die Tests verlaufen nicht immer nach Plan. Mehrere Kollegen von Armstrong kommen ums Leben, und er auch er selbst gerät in große Gefahr, als er in einem Test-Mondlandungsgerät abstürzt.
Kein Wunder, dass seine Frau Janet (Claire Foy) skeptisch ist. Nach dem Kind der gemeinsamen Tochter zieht sich Neil zudem mehr und mehr in ein Schneckenhaus zurück.

“Aufbruch zum Mond” zeigt, wie sich die NASA auf die erste Mondlandung vorbereitete. Dass diese Testphasen auch in Katastrophen endeten. So oft, dass es auch zu Protesten kam, zumal die Menschen sowieso oft der Meinung waren, man solle das viele Geld für andere Dinge ausgeben.
Der Film zeigt aber vor allem, was in Neil Armstrong vorging oder vorgegangen sein könnte. Es gibt einen interessanten Gegensatz zu dem Armstrong daheim, wo er sich zurückzieht und kaum noch Liebe übrig hat. Und der, der als Astronaut weiß, was er tut.
Interessant sind die Einblick in die Raketen. Vermutlich waren wir noch nie so hautnah bei einem Raketenstart dabei. Zu sehen, welche körperlichen Strapazen dahinterstecken, ist packend. Wenn die Rakete auf dem Mond landet und Armstrong den ersten Schritt wagt, dann ist das ergreifend. Wie auch die ganze Geschichte durchaus packend ist.

Aufbruch zum Mond
USA 2018, Regie: Damien Chazelle
Universal, 142 Minuten, ab 12
8/10

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RT liest

Dietrich Faber: Hessen zuerst! Hexit jetzt

Sonntag, den 11. November 2018
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Hessen zuerst! So heißt eine neue Partei, in der sich Protestler sammeln, um gegen Flüchtlingsheime und Ausländer zu protestieren.
Ex-Kommissar Henning Bröhmann erfährt von dieser Partei, als er mit Freunden und Bekannten im Vogelsberg wandern ist. Rüdi ist Hennings Vermieter, und ausgerechnet der engagiert sich in der Partei, die zur Wahl antritt und mit 20 Prozent in den hessischen Landtag einziehen könnte.
Es werden nicht nur Plakate aufgehangen, auch im Flüchtlingsheim im Ort fließt bald Blut. “Hessen zuerst!” nutzt das für sich aus, die Forderung, angeblich kriminelle Ausländer auszuweisen, wird immer lauter. Henning bekommt es plötzlich auch mit Gewalttätern zu tun, und dass Rüdi dahinter steckt, macht die Sache noch schlimmer.

Dietrich Faber gilt in Hessen als Krimistar, und tatsächlich ist “Hessen zuerst! Hexit jetzt” der fünfte Roman mit Henning Bröhmann.
Faber schildert sich eine manchmal merkwürdig lustige und ernte Art, wie die Stimmung in Deutschland ist. Denn die Story um die Protestpartei ist zwar ausgedacht, aber natürlich gibt es große Parallelen zur tatsächlich bestehenden Faktenlage im Land.
Insbesondere die ersten Kapitel – die Wanderung im Vogelsberg – wirken außerhalb Hessens ziemlich albern. Die machen leider wenig Lust auf das restliche Buch, kommen bei Lesungen in Hessen selbst aber vermutlich gut an. Die Wanderungsbeschreibung ist übertrieben im Detail beschrieben, die Mundart hat einen hohen Nervfaktor. Die Ernsthaftigkeit der Geschichte bildet sich erst später heraus. Da kommt dann stellenweise auch ein wenig Spannung auf. Zumal die Story eine interessante Wendung hat.

Dietrich Faber: Hessen zuerst! Hexit jetzt
Rowohlt Polaris, 268 Seiten
5/10

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RTZapper

Bundestag live: Gedenkstunde zum 9. November

Sonntag, den 11. November 2018
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FR 09.11.2018 | 9.00 Uhr | Parlamentsfernsehen

Patriotismus. Den gibt es. Den muss es geben. Und der ist sogar gut.

Der 9. November ist für Deutschland ein Schicksalstag. Im Guten und im Schlechten. 1918 rief Philipp Scheidemann die Weimarer Republik aus. 1938 starteten die Nazis in Deutschland endgültig die Jagd auf die Juden – mit der Reichspogromnacht. 1989 der Mauerfall in Berlin.
Es ist ein Tag wie kein anderer, der für unsere Demokratie im Land steht. In Momenten, in denen sie verteidigt und mit Füßen getreten worden ist.

Der Bundestag lud am Freitagvormittag zu einer Gedenkstunde – u.a. das Parlamentsfernsehen übertrug live. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hielt dort eine hervorragende Rede, die sich genau darum drehte – um unsere Demokratie und den Gefahren, die sie ausgesetzt ist.
Wer heute glaube, die Demokratie sei mittlerweile eine Selbstverständlichkeit und der Bundestag ein “Alltagsgegenstand, ganz wie ein altes Möbelstück”, der solle auf das Jahr 1918 blicken, so Steinmeier in seiner etwas mehr als 30-minütigen Rede. Das Parlament sei keine Selbstverständlichkeit und erst recht keine Nebensache. Es sei eine historische Errungenschaft. Das heißt: “Für diese Errungenschaft, für dieses Erbe müssen wir streiten.”

Und da sind wir auch wieder beim Patriotismus, den die Rechtsextremen gern für sich beanspruchen und den sie allen anderen abstreiten. Steinmeier warb für einen demokratischen Patriotismus, für einen aufgeklärten Patriotismus. Der sei kein wohliges Ruhekissen, sondern ein beständiger Ansporn. Nationalisten würden die Vergangenheit vergolden und eine heile Welt beschwören, die es so nicht gegeben habe. Wo die Sprache des Hasses greifen, müssten wir eingreifen. Wir sollen nicht zulassen dürfen, dass einige wenige für sich beanspruchen, alleine für das wahre Volk zu sprechen.

Eine große Rede, die auch zeigt, warum es so wichtig ist, an diesem 9. November nicht nur den Mauerfall zu feiern, sondern auch den anderen Ereignissen zu gedenken. Sie gehören zur deutschen Geschichte.

-> Die Gedenkstunde im Bundestag mit der Steinmeier-Rede (ab 26:20) im Parlamentsfernsehen auf YouTube.

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RTelenovela

Rügen 2018 (19): Vier Jahreszeiten

Sonntag, den 11. November 2018
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(18) -> 10.11.2018

Ich kenne in Binz alle vier Jahreszeiten. Aber welche ist eigentlich die Schönste?
Im Winter kann man unter Umständen Schnee erleben. Wenn Schnee auf Rügen liegt, dann ist eine Reise dorthin etwas sehr Schönes. Wenn man dann auf den Straßen und Wegen unterwegs ist, und die Hügel drumherum eingeschneit sind, dann ist das ein tolles Bild. Und wenn dann auch noch die Ostsee zugefroren ist und am Strand völlige Stille herrscht, ist das fast ein bisschen mystisch.

Im Frühjahr, wenn es langsam wieder warm ist, eignet sich Binz für schöne Spaziergänge und Shoppingtouren. Die Natur blüht auf, die Kleidung wird lockerer, es sind rund um Ostern wieder mehr Leute unterwegs.

Im Sommer geht es natürlich an den Strand. Binz im Sommer ist großartig. Ich habe (zumindest meistens) kein großes Problem damit, wenn es im Ort voll ist. Es ist schön, wenn Leben herrscht, wenn am späten Abend noch die Gaststätten an der Hauptstraße bevölkert ist, wenn abends Open-Air-Live-Musik erklingt.

Im November ist es eigentlich am ruhigsten in Binz. Der Ort ist nicht tot, aber es sind nur wenige Menschen unterwegs. Wenn es leicht neblig ist und kühl – selbst da hat ein Spaziergang am Strand seinen Reiz. Oder zumindest am Ostseeufer rumzustehen.

Aber welche Jahreszeit ist die schönste in Binz? Jede hat ihren Reiz, am schönsten ist es aber dennoch im Sommer. Denn letztlich lassen sich der Strand und natürlich das Wasser im warmen Sommer am besten nutzen, auch die allgemeine Stimmung ist da am besten. Wenn man denn den Andrang mag.

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