Tagesarchiv für 3. November 2018

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Late Night Berlin: The Voice of Germany

Samstag, den 3. November 2018
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DO 01.11.2018 | 22.40 Uhr | ProSieben

Ist eigentlich “The Voice of Germany” eine gute Show?
Donnerstags läuft neuerdings auch Klaas Heufer-Unmlaufs “Late Night Berlin” auf ProSieben – direkt nach “The Voice of Germany”. Die Late Night soll vom starken Quotenvorlauf profitieren – und deshalb sind auch immer Jurymitglieder der Castingshow zu Gast.

Allerdings: Es wird nicht gerade gute Werbung für “The Voice” gemacht. Kann es sein, dass die Kandidaten eigentlich gar keine Rolle spielen? Denn wenn Ausschnitte davon gezeigt werden, dann geht es immer nur darum, wie sich die Jurymitglieder humorvoll zoffen.
Wenn es darum geht, wer wen coachen darf, dann necken und streiten sich die Juryleute, sie springen auf, leisten sich total witzige Wortgefechte – und sorgen bei mir leider für einen Würgereiz.
Denn diese Scharmützel wirken zurecht geschnitten, einstudiert und einfach nur bescheuert. Und weil genau das immer wieder ausschnittweise bei “Late Night Berlin” gezeigt wird, ist das für mich das Signal: Ich muss diese Show nicht sehen. Ist mir zu blöd.

Insofern kann ich dem Team der “Late Night Berlin” nur dankbar sein, dass ich für “The Voice” keine Zeit verschwenden muss. Aber war diese Show schon immer so blöd-albern?

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Smash Hits powered by Nitrolaut: Nationale Künstler

Samstag, den 3. November 2018
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DO 01.11.2018 | 22.05 Uhr | Nitro

Nitro präsentierte am Donnerstagabend mal wieder ein Ranking. Blöderweise waren in diesem Raking aber auch Songs, die man bei Nitro besser nicht zeigen wollte.
In den “Smash Hits powered by Nitrolaut” ging es um die 40 Hits aus den 90ern aus Deutschland, die noch heute am meisten gestreamt werden. Anders gesagt: Welchen deutschen 90er-Songs werden auch heute noch im Internetzeitalter gehört?

“Lemon Tree” von Fool’s Garden lag am Ende ganz vorn. In der Platzierung gab es allerdings auch Songs von den Böhsen Onkelz. Die wurden zwar genannt, aber nicht gespielt.
Die Band stand und steht in der Kritik, Rechtsextreme und Rassisten zu supporten. Zwar hatte sich die Band gegen Rassismus ausgesprochen, das aber hat ihr wenig genutzt.
Insofern hat man bei Nitro offenbar eine Entscheidung getroffen. Man fegt die Platzierungen zwar nicht unter den Tisch, nennt sie aber bloß. Noch besser wäre es aber gewesen, dass Moderator Markus Kavka wenigstens einen Satz dazu sagt. Das wäre dem Zuschauer gegenüber nur fair und die Begründung auch interessant gewesen.

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phoenix vor Ort: Friedrich Merz – Kandidatur für Parteivorsitz der CDU

Samstag, den 3. November 2018
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MI 31.10.2018 | 14.30 Uhr | phoenix

Mein Name ist Friedrich Merz.
Und da war er wieder. Er ist wieder im Spiel.

Nachdem Angela Merkel am Montag mitteilte, dass sie im Dezember nicht mehr zur Wahl für den CDU-Vorsitz antreten wird und bei der nächsten Wahl – wann immer die ist – nicht mehr als Kanzlerkandidatin antreten wird, ist es wieder spannend geworden in der CDU.
Wer folgt auf Merkel? Jens Spahn? Annegret Kramp-Karrenbauer? Oder eben Friedrich Merz.

Er wolle frischen Wind und junge Leute, sagte er. Das ist wohl das, was von der Rede von Friedrich Merz bei den meisten hängen geblieben ist. Merz ist gerade mal ein Jahr jünger als Merkel.
Bei phoenix ist die Pressekonferenz am Mittwochnachmittag komplett live übertragen worden. Wer sich diese PK angesehen hat, wird gemerkt haben, dass Merz schon noch etwas mehr zu sagen hatte.
Er werde mit Merkel zusammenarbeiten können – wobei Merz nicht sagte, ob gut oder sehr gut oder so lala. Dass ihm Europa wichtig sei. Die Staaten des Westens. Dass er im Aufsichtsrat eines riesigen Finanzunternehmens sitzt, sorgt in dem Zusammenhang für Kritik.

Was aber nur gut sein kann: Politik bleibt spannend. In den nächsten Wochen erleben wir Wahlkampf in der CDU, und auch mit phoenix erleben wir den mit.
Andererseits wird vermutlich weiterhin erst mal kaum Sachpolitik betrieben. Oder zumindest über sie gesprochen. Was wiederum schade ist.