Tagesarchiv für 28. Oktober 2018

KeineWochenShow

#95 – Feine Sahne Lichternacht

Sonntag, den 28. Oktober 2018
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Mal wieder nicht im Keller! KeineWochenShow #95 beginnt mitten auf der Bernauer Straße in Oranienburg. Dort war am Freitag die Lichternacht 2018 – gewissermaßen der Auftakt in die Vor-Vorweihnachtszeit. Es gibt ein paar Impressionen und Musikeinlagen.

Ansonsten geht es um die Feine Sahne Fischfilet – die, ohne dass sie dafür können, langsam, aber sicher nerven. Denn rund um die Bauhaus-Absage begleitete die Presse quasi jeden einzelnen Atemzug in der Affäre. So macht man Themen auch kaputt.
Wir sprechen über einen hochemotionalen Wrestling-Moment, als einer der Showsportler aus seinem wahren Leben erzählt. Außerdem besprechen wir die dramatischste Programmänderung seit langem – weil etwas schiefging bei der Suche nach einer im Rhein versunkenen Lok.
Und einen Ausschnitt von einem Berliner Metalkonzert haben wir auch im Angebot. Alles das und noch mehr in KeineWochenShow #95 auf YouTube.

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RTelenovela

Du, Schatz, bin im Kino, kann grad nicht sprechen!

Sonntag, den 28. Oktober 2018
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Warum haben eigentlich die Leute, die im Kino vergessen, ihre Handys abzuschalten oder auf Lautlos zu stellen, die lautesten Klingeltöne?
Gerade lief im Oranienburger Filmpalast der letzte Werbespot vor dem Film, das Licht war schon erloschen, da klingelte in der letzten Reihe ein Telefon, und eine ältere Dame schreckte auf. Sie wühlte in ihrer Tasche, nahm das Telefon raus und begann zu fummeln, während es nun besonders laut tüdelte.

Nun könnte man meinen, dass sie beschämt ihr Telefon ausstellte. Nein, sie ging ran. Und begann mit ihrem Gesprächspartner zu plaudern. Erst als jemand rief, dass das ja gerade wohl nicht sein könne, da begann die Frau auch, ihr Telefonat zu beenden. “Du, Schatz, ich bin gerade im Kino, kann grad nicht sprechen!” Woraufhin sie aber nicht fertig wurde, sondern laut überlegte, wann denn der Mann wieder anrufen könne. So um halb 11 vielleicht?
Der Vorspann des Films lief, da quatschte sie immer noch, verabschiedete sich dann, um endlich Ruhe zu geben.

Manche Leute haben aber auch gar keine Hemmungen.

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RT im Kino

Wuff

Sonntag, den 28. Oktober 2018
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Wau, äh, Wuff! Detlev Buck hat einen Ensemblefilm über den besten Tierfreund des Menschen ins Kino gebracht. Buck ist auf den Hund gekommen.

Da ist Ella (Emily Cox), die den Chefjob bei einer Zeitschrift nicht bekommt, weil ihr Freund sie ausgebootet hat. Dem Typen gibt sie den Arschtritt, weil der auch noch fremdgeht. Sie schafft sich einen Hund an und streift durch den Wald. Ist der Förster Daniel (Kostja Ullmann) etwa jemand, mit dem sie sich eine Zukunft vorstellen könnte?
Olli (Frederick Lau) muss sich um den Hund seiner kranken Nachbarin (Katharina Thalbach) kümmern. Dadurch lernt er mehr Leute mit mehr Hunden kennen und denkt sich etwas ganz besonderes aus: ein Hunde-Fußballturnier.
Michelle (Johanna Wokalek) führt eine schwierige Ehe, weil ihr Mann (Urs Jucker) den neuen Familienhund nicht ausstehen kann. Dann aber stellt sich raus, welches Problem Mann und Hund wirklich haben.

Momentan scheint sich Filmemacher Detlev Buck in einer leichten Schwächephase zu befinden. Denn auch “Wuff” ist – abgesehen von seinem dämlichen Titel – nur ziemlicher Durchschnitt.
Sehr lange wirken die verschiedenen Geschichten geradezu seltsam banal. Lange fragt man sich als Zuschauer, ob denn noch etwas nennenswertes passieren wird. Die Geschichten sind irgendwie nett, aber eigentlich viel zu nett, zu harmlos, irgendwie nichtig. Das ändert sich erst im letzten Drittel, als die Storys dann langsam seinen Sinn ergeben.
Der Film ist weder besonders witzig, noch kitschig oder romantisch, und auch die Tiere wirken oft arg gekünstelt. “Wuff” ist leider nichts Halbes und nichts Ganzes.

Wuff
D 2018, Regie: Detlev Buck
DCM, 114 Minuten, ab 6
5/10

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RTZapper

Babylon Berlin

Sonntag, den 28. Oktober 2018
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DO 25.10.2018 | 20.15 Uhr | Das Erste

Zwölf von 16 Folgen von “Babylon Berlin” sind inzwischen im Ersten gelaufen, und inzwischen herrscht doch ein bisschen Ernüchterung. Nicht nur, weil die Einschaltquoten von rund acht auf unter vier Millionen Zuschauern gesunken ist. Wenn andererseits aber auch die Abrufzahl in der Mediathek relativ hoch ist, ist das Interesse doch merklich abgeebbt.

Ich habe in der ARD-Mediathek bereits alle Folgen gesehen. Dass es mich gefesselt hat, dass “Babylon Berlin” das Serienereignis des Jahres ist, das kann ich allerdings nicht sagen. Dafür fehlt es der Serie an einer gewissen Faszination, die sie nicht ausstrahlt. Es reicht einfach nicht, damit zu prahlen, dass sie teuer war. Und dass sie in den 20ern spielt. Und dass man viel Historie mitbekommt.

Es fing schon damit an, dass die ersten beiden Folgen ziemlich schwer zu durchschauen waren. Aber das soll ja angeblich heute normal sein, dass man doch bitte, bitte, die ersten Folgen durchhalten muss, bis man es eventuell mal gut finden könnte. Andere Serien beweisen, dass es auch anders geht.
Später war es einfacher, dem Kriminalfall zu folgen, aber auch den diversen Familien- und Polizeigeschichten. Aber dennoch: Man fing an, auf dem Smartphone zu daddeln, ich ließ mich ablenken – es war nicht mehr so fesselnd.
Es gab sie, die packenden Momente – sie wurden aber weniger. Der emotionalste Momente war sicherlich, die Musikeinlage in Folge 2. Die 2. Staffel endet auch noch mal mit einem Knaller.

Am Ende aber bleibt die Erkenntnis, dass das Interesse an “Babylon Berlin” zwar nicht erlosch, eine große emotionale Bindung besteht aber nicht.

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