Tagesarchiv für 13. Oktober 2018

RTZapper

Chicago Fire

Samstag, den 13. Oktober 2018
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FR 12.09.2018 | 20.15 Uhr | VOX

VOX hat ein gutes Händchen, was Serien angeht. Gerade gibt es neuen Stoff von den Feuerwehrleuten aus Chicago. Die sechste Staffel mit 23 Folgen läuft momentan freitagabends bei VOX. Wieder geht es um die Feuerwehrleute des Firehouse-51-Departments in Chicago, ihrem täglichen Stress und den Gefahren.

Am Ende von Staffel fünf kam es zur Katastrophe, und fast musste man befürchten, dass mindestens einer der Feuerwehrleute dabei zu Tode kommt. Tatsächlich wird diese Situation zu Beginn von Staffel sechs aufgelöst. Durchaus tränenreich.
Aber auch sonst wird es wieder sehr aufregend. Die Feuerwehr-Mitglieder bangen um ihnen nahestehende Leute, und auch innerhalb der Truppe kommt es wieder zum Zoff und zur Frage: Wie loyal sind die Kameraden untereinander.

„Chicago Fire“ gehört zu den besten Serien aus dem Feuerwehr-Genre. Denn sie zeigt, was die Leute leisten, aber auch, was das mit ihnen macht. Auch in Staffel sechs noch sehenswert, und wohl nicht umsonst gehört die Serie auch unter Feuerwehrleuten zu den beliebten.

RTelenovela

Raststättenfraß

Samstag, den 13. Oktober 2018
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Ja, okay, ich bin eigentlich selbst schuld. Denn ich hätte es wissen müssen. Aber wenn man eine Autobahnraststätte anfährt, weiß man ja, dass das Essen überteuert und nicht sehr gut ist.
Aber ich hatte eben Appetit.

So lief ich in die Raststätte Osterfeld an der A9. In der Auslage lag ein ganzer Keller mit Würsten. Eine Currywurst wäre doch was, ging es mir durch den Kopf.
Ich bestellte also Currywurst, ohne Bratkartoffel und auch ohne Kartoffelbrei. Worüber der Mann hinter der Theke fast ein bisschen erstaunt war. Und was denn für eine Soße ich denn haben wolle. “Currysoße”, sagte ich. Immerhin wollte ich ja eine Currywurst.
Er legte das Ding auf den Teller, klatschte eine Currysoße drauf, und ich ging damit zur Kasse. Ein Getränk konnte ich nicht zapfen, der Automat war kaputt. Nicht schlimm, Geld gespart. Ich hatte im Auto eh was dabei.

4,30 Euro kostete die Wurst. Was sogar die Kassiererin wunderte, die sei wohl schon wieder teurer geworden, murmelte sie. Der Preis steht übrigens nirgendwo an irgendeiner Tafel oder ist so versteckt, dass man sie nicht findet. So von wegen Transparenz. Ich hatte noch drei 50-Cent-Bons von Sanifair dabei, so wurde die Wurst noch mal 1,50 Euro billiger. Wobei “billig” in diesem Zusammenhang ein Hohn ist.

Ich schnitt die Wurst an, biss rein. Sie war kalt. 4,30 Euro und kalt.
Zurück! Ich lief zur Theke zurück und sagte, dass die Wurst kalt sei. Was er erst gar nicht glauben wollte, wo er doch gerade mit einem Thermometer in irgendeinem Fleisch rumstocherte.
Wer weiß, wie lange die Würste schon auf dem Teller lagen. Er nahm also die nächste Wurst und schmiss sie in die Friteuse. Damit dackelte ich wieder zum Platz, schnitt sie auf. Immerhin: Sie war warm.
Schmeckte allerdings: bescheiden. Sie schmeckte wie dreimal aufgewärmt, dazu viel zu sehr gewürzt und fettig. In der Soße schwammen irgendwelche Gemüsebrocken rum.
Ich verzichtete, da ich ein bisschen Angst um mein Wohlbefinden hatte.
Nun ja, 4,30 Euro zum Fenster rausgeschmissen. Inklusive Klobons.
Irgendwie ist das ja schon rundum frech, was die uns an den Autobahnraststätten anbieten.

RTZapper

The good Doctor

Samstag, den 13. Oktober 2018
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MI 10.10.2018 | 20.15 Uhr | VOX

Folge 1 einer Serie muss dem Zuschauer klarmachen: Das ist deine Serie! Sie muss den potenziellen Fan bannen, begeistern, emotional erreichen.
Das schafft nicht jede Serie, wie erst neulich beim Start von “Babylon Berlin” klargeworden ist. Aber es kann funktionieren.

Am Mittwochabend startete bei VOX die neue Serie “The good Doctor”. Es geht um den jungen Chirurgen Shaun Murphy (Freddie Highmore), der seinen Job am St. Bonaventure Hospital im kalifornischen San José antritt. Das Besondere: Shaun ist Autist, und dass er eingestellt wird, ist keineswegs eine ausgemachte Sache. Sein Förderer Aaron Glassman (Richard Schiff) muss Überzeugungsarbeit leisten, und als Shaun einem Kind das Leben rettet. wird er eingestellt.

Folge 1 macht klar: Diese Serie ist spannend. Aber nicht nur das. Denn weil Shaun nicht fähig ist, menschliche Gefühlsregungen zu erwidern oder mit Ironie nicht klar kommt, gibt es immer wieder skurrile Situationen. Teil 1 war witzig, spannend, aufregend, faszinierend und rührend. Freddie Highmore spielt toll, und die gute Emotionsmischung macht “The good Doctor” so fesselnd.

Nun kann man Stoffe wie “Babylon Berlin” und “The good Doctor” natürlich schwer vergleichen. Aber irgendwie schon: Denn die Serienschöpfer der etwas anderen Doktorserie haben in den Piloten offenbar sehr viel Mühe gelegt, um dem Zuschauer klar zu machen, was sie von der Serie zu halten haben. Das ist ihnen gelungen. “The good Doctor” ist zumindest der bislang aufregendste Serienstart des Jahres gewesen.