Tagesarchiv für 6. Oktober 2018

RTZapper

Dingsda

Samstag, den 6. Oktober 2018
Tags:

FR 05.10.2018 | 18.50 Uhr | Das Erste

Nun also auch “Dingsda”. In ihrer Einfallslosigkeit holen die Fernsehmacher immer mehr längst eingemottet geglaubte Konzepte zurück.
In den späten 80ern war es in der Primetime – und mangels Gegenprogrammen – durchaus lustig, Prominenten dabei zuzusehen, wie sie Begriffe raten mussten, die ihnen von Kindern erklärt worden sind. Und immer wenn den Kindern aus Versehen der Begriff, den sie erklären sollten, rausgerutscht ist, dann ist ihnen ein “ups” über die Worte gelegt worden.
Fritz Egner moderierte, und alles war herrlich betulich. In der Erinnerung ist “Dingsda” aber wohl trotzdem immer noch das ganz große Ding.

Am Freitag lief im Vorabendprogramm des Ersten die Neuauflage. Mareile Höppner ersetzt Fritz Egner. Weniger betulich ist sie aber auch nicht. Andrea Spatzek und Birgit Lechtermann traten gegen Maximilian Arland und Stefan Mross an. Die Männer stellen sich hier und da ein bisschen dämlich an, die Damen hatten was zu lachen, und wer am Ende gewonnen hat, war dann irgendwie auch egal.
Und die Kinder? Sind immer noch herzig. Der Rest versendet sich im Vorabend-Einerlei.

RTelenovela

Weihnachten naht: Endlich wieder Domino!

Samstag, den 6. Oktober 2018
Tags: ,

Bald nun ist Weihnachtszeit, fröhliche Zeit! Mist. Dieser Ohrwurm hat sich am Freitag irgendwie in mein Hirn gehackt. Dabei sind es bis zum Advent noch acht Wochen. Eigentlich.

Im Büro haben wir am Nachmittag schon die Vorweihnachtszeit eingeläutet – mit riesigen Dominosteinen. Die kaufte eine Kollegin in einer Oranienburger Bäckerei. Überraschend lecker, wenn man nur die kleinen Dominodinger aus dem Supermarkt kennt.

Ich gebe ja zu, dass ich neulich erst im Supermarkt meines Vertrauens um die Marzipanbrote und Lebkuchen rumgeschlichen bin, und ein bisschen habe ich mich gewundert, dass es noch keine Adventskalender zu kaufen gibt. Andererseits kaufe ich die meist eh erst in letzter Minute.

RT im Kino

Searching

Samstag, den 6. Oktober 2018

Wenn David Kim (John Cho) etwas von seiner 16-jährigen Tochter Margot (Michelle La) wissen will, dann schreibt er ihr fix eine Nachricht via Smartphone. Oder sie sprechen per Facetime. Die Kommunikation läuft gut.
Aber eines Morgens wacht David auf und findet Anrufe in Abwesenheit und Nachrichten auf der Mailbox. Sie ist nicht zu erreichen. Spurlos verschwunden.
David setzt sich mit der Polizei in Verbindung. Kriminalkommissarin Rosemary Vick (Debra Messing) nimmt sich des Falls an, und auch David fahndet im Internet nach Hinweisen. Er findet sie, als er den Laptop seiner Tochter in Gang bekommt.

“Searching” findet komplett auf einem Computer-Desktop statt. Wir sehen Streams, Chatverläufe, Videos und dessen Kommentare, Mitschnitte aus Mediatheken, von Youtube, Chats per Facetime. Die Kamera schwenkt auf dem Desktop hoch und runter, nach links und rechts.
Das klingt gewöhnungsbedürftig, und das ist es auch. Aber es ist auch unglaublich interessant und spannend. Es passiert nämlich sehr viel auf diesem Desktop. Kommentare laufen ein. Videos laufen nebenbei. Manchmal gibt es ganz nebenbei wichtige Infos, und der deutsche Verleih hat sich extrem viel Mühe dabei gegeben – denn sämtliche Titel, Kommentare und alles weitere sind auf Deutsch.
Der Thriller von Aneesh Chaganty punktet aber nicht nur durch den außergewöhnlichen Look – auch die Story macht was her. Es gibt keine echte Action, für die Spannung sorgt die Geschichte selbst. Es gibt spannende Wendungen, und wirken Auflösungen gewisser Aspekte ein wenig weit hergeholt, dann steht sicher bald noch eine Wendung bevor. Die Spannung wird bis zum Schluss gehalten. Ein zeitgemäßer Thriller.

Searching
USA 2018, Regie: Aneesh Chaganty
102 Minuten, ab 12
9/10