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Blindflug auf dem Ernst-Reuter-Platz

Ich habe eigentlich keine Probleme, bei schwierigen Wetterlagen Auto zu fahren. Eines aber ist in Berlin schwierig: im Dunkeln im Regen zu fahren. Dann nämlich sind die Fahrbahnmarkierungen auf den allermeisten Straßen schlicht nicht mehr zu erkennen. In Berlin bekommt man es offenbar einfach nicht hin, die Linien ab und zu mal zu erneuern.

Auf dem Spandauer Damm werden die Spuren ein paar mal verschwenkt, und man kann nur hoffen, den davor Fahrenden folgen zu können, denn Linien sind nicht mehr zu erkennen.

Katastrophal wird es dann auf dem Ernst-Reuter-Platz. Da macht man als Autofahrer den absoluten Blindflug. Im Normalfall wird man dort ganz gut durchgeleitet, aber momentan gibt es dort eine Baustelle, und die Spuren verlaufen anders als normalerweise.
Im Dunkeln und im Regen sind die Spurlinien nicht zu erkennen. Man fährt einfach und hofft, dass nebenan niemand ist, den man wegkachelt.

Ebenso in der Budapester Straße, in der ich irgendwann gemerkt habe, dass ich auf der Busspur unterwegs bin – und die Autos vor mir auch. Man konnte es schlicht nicht erkennen.

Was passiert eigentlich, wenn man da einen Unfall baut? Wenn die schlecht zu erkennenden Linien daran schuld sind? Kann man dann Berlin verklagen.
Ich tippe mal: nein.

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