Tagesarchiv für 3. Oktober 2018

RT im Kino

Wackersdorf

Mittwoch, den 3. Oktober 2018

1981. Für Hans Schuierer (Johannes Zeiler), den Landrat des Kreises Schwandorf, klingt es verlockend. Er führt ein Gespräch mit Karlheinz Billinger (Fabian Hinrichs), der ihm den Bau einer Wiederaufarbeitungsanlage schmackhaft machen will. Stichwort: Arbeitsplätze. Tatsächlich herrscht im Landratsamt zunächst Begeisterung.
Diese nukleare Wiederaufarbeitungsanlage soll in Wackersdorf in der Oberpfalz errichtet werden. Der Protest wächst immer mehr, und auch Hans Schuierer merkt, dass hinter dem Bau so einer Anlage auch viele Risiken verbunden sind. Als die bayerische Landesregierung den Bau mit aller Macht und Härte durchsetzen will, begibt sich der Landrat in den Widerstand.

Unter der Regie von Oliver Haffner wird der Protest in Wackersdorf ein Denkmal gesetzt. Geschickt werden in diesem Film echte Szenen von damals mit den fiktionalen Szenen zusammenmontiert.
“Wackersdorf” zeigt, dass Protest etwas bringt. Dass man mit Demonstrationen etwas erreichen kann. Damit, Gesicht und Engagement zu zeigen. “Wackersdorf” zeigt aber auch, mit welchen verbrecherischen Methoden das Land Bayern und einige der Protagonisten vorgingen. Machtgeil und herrschsüchtig.
Der Film beginnt ein wenig langatmig und dröge, wobei der Anfang dazu dient, die ganze Geschichte in ihrer Dimension einzufangen. Die Handlung bekommt aber immer mehr Dynamik und wird spannend, als die Demonstrationen beginnen.

Wackersdorf
D 2018, Regie: Oliver Haffner
Alamode, 122 Minuten, ab 6
7/10

ORA aktuell

Relaunch für oranienburg.de

Mittwoch, den 3. Oktober 2018
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Am Montag ging auf oranienburg.de der überarbeitete Internetauftritt der Stadt Oranienburg online. Neu sind eine angepasste Darstellung auf Mobiltelefonen und Tablets, Infos in „leichter Sprache“ und die ersten intelligenten Online-Formularen, mit denen digitale Dienstleistungen möglich sind.

Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) freut sich. Die neue Seite habe ein frisches, freundliches und zeitgemäßes Erscheinungsbild und überzeuge durch mehr Nutzerfreundlichkeit und mit vielen Online-Services.

RTelenovela

Blindflug auf dem Ernst-Reuter-Platz

Mittwoch, den 3. Oktober 2018
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Ich habe eigentlich keine Probleme, bei schwierigen Wetterlagen Auto zu fahren. Eines aber ist in Berlin schwierig: im Dunkeln im Regen zu fahren. Dann nämlich sind die Fahrbahnmarkierungen auf den allermeisten Straßen schlicht nicht mehr zu erkennen. In Berlin bekommt man es offenbar einfach nicht hin, die Linien ab und zu mal zu erneuern.

Auf dem Spandauer Damm werden die Spuren ein paar mal verschwenkt, und man kann nur hoffen, den davor Fahrenden folgen zu können, denn Linien sind nicht mehr zu erkennen.

Katastrophal wird es dann auf dem Ernst-Reuter-Platz. Da macht man als Autofahrer den absoluten Blindflug. Im Normalfall wird man dort ganz gut durchgeleitet, aber momentan gibt es dort eine Baustelle, und die Spuren verlaufen anders als normalerweise.
Im Dunkeln und im Regen sind die Spurlinien nicht zu erkennen. Man fährt einfach und hofft, dass nebenan niemand ist, den man wegkachelt.

Ebenso in der Budapester Straße, in der ich irgendwann gemerkt habe, dass ich auf der Busspur unterwegs bin – und die Autos vor mir auch. Man konnte es schlicht nicht erkennen.

Was passiert eigentlich, wenn man da einen Unfall baut? Wenn die schlecht zu erkennenden Linien daran schuld sind? Kann man dann Berlin verklagen.
Ich tippe mal: nein.