Tagesarchiv für 26. September 2018

RTZapper

1929 – Das Jahr Babylon

Mittwoch, den 26. September 2018
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SO 23.09.2018 | 23.05 Uhr | radioeins

Es ist ein harter Winter in Berlin. In einer Wohnung wird eine Frau tot aufgefunden. Später ist klar: Es war Mord. Es heißt, sie sei auf den Strich gegangen, aber die Schwester bestreitet das.
Wir schreiben das Jahr 1929. Das Jahr Babylon. Als die Demokratie noch mal aufblüte – drei Jahre vor der Machtergreifung Hitlers.

Bevor am 30. September die Serie “Babylon Berlin” endlich ihre Free-TV-Premiere feiert, sendete radioeins am späten Sonntagabend die sechsteilige Doku-Hörspielreihe “1929 – Das Jahr Babylon”.
In jeder Folge ging es um einen Kriminalfall aus diesem Jahr – immer vor dem Hintergrund, zu erzählen, wie es damals in Berlin zuging.

Wer bis 2 Uhr durchgehalten hat, erlebte aufregende drei Stunden. Selten ist es so gut gelungen, einen spannenden Mix aus Krimi und Geschichtsdoku abzuliefern. Experten erzählten über damals, wie es zum Beispiel rund um den Ostbahnhof aussah – und wir hören die dortigen Geräusche.
Dazu kommen Sprecherinnen und Sprecher wie Fritzi Haberlandt, die Protagonisten aus den Kriminalfällen sprechen. Gutes, atmosphärisch dichtes Radio.

Wer das Ganze verpasst hat, kann sich den sechsteiligen Podcast von der radioeins-Internetseite oder aus der ARD-Audiothek runterladen. Lohnt sich!

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RTelenovela

Nur unterschreiben reicht nicht

Mittwoch, den 26. September 2018
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Schwante muss sicherer werden. Das finden die Eltern, die ihre Kinder in die dortige Kita schicken. Sie fordern eine Tempo-30-Zone in der Bahnhofstraße im Bereich der Kita und des Altenheimes. Zumindest dachte ich das.

Am Sonnabend fand dort, an der Straße, eine Aktion statt, bei der auf die Situation aufmerksam gemacht werden sollte – organisiert von einer Mutter. Es waren um die zehn Leute da. Das ist, vorsichtig gesagt, nicht gerade viel. Und das am Wochenende.

Wo sind sie denn, die Eltern, die für etwas kämpfen wollen? Die sich zeigen wollen, die etwas verändern möchten?
Ja, sicher, eine Petitionsliste, auf der mehr als 160 Menschen unterschrieben haben, ist durchaus bemerkenswert. Aber einen Krakel auf einen Papierbogen zu setzen, das ist sehr einfach. Petitionen sind heute fix verfasst und unterschrieben, aber das kann doch nicht alles sein?
Wenn man wirklich für etwas einsteht, dann muss da mehr kommen. Deshalb war die Veranstaltung sehr bemerkenswert – im negativen Sinn.

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