Tagesarchiv für 15. September 2018

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Für Petra Heinicke sind die Kinder das A und O

Samstag, den 15. September 2018
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Die 60-Jährige aus Häsen feiert in diesem Jahr ihr 40. Berufsjubiläum –seit 1999 leitet sie die Kita „Krämer Kids“ in Vehlefanz

MAZ Oranienburg, 15.9.2018

Vehlefanz.
Als am 1. August die sanierte Kita „Krämer Kids” in Vehlefanz wieder in Betrieb ging, da gab es eigentlich noch etwas anderes zu feiern. An diesem Tag beging Kitaleiterin Petra Heinicke ihr 40. Berufsjubiläum. „Die Liebe zum Kind“ sei das, was ihren Beruf ausmache, sagt sie. „Kinder sind das Kostbarste, was wir auf der Welt haben.“ Deshalb müsse man ihnen zeigen, wie man das Leben gestalten und wie man ihnen dafür den Weg ebnen könne.

Heute lebt Petra Heinicke in Häsen im Löwenberger Land. Ursprünglich kommt die 60-Jährige aber aus Bautzen in Sachsen. Sie besuchte das Sorbische Institut für Lehrerbildung und war danach ausgebildete Unterstufenlehrerin für Kunst und Sport. Am 1. August 1978 hatte sie ihren Dienstbeginn in Kirschau in Sachsen an der Ernst-Thälmann-Oberschule. „Ich war Sportlehrerin und Horterzieherin“, erzählt sie.
Der Liebe wegen zog es sie dann nach Brandenburg. Sie lebte mit ihrem Mann in Osterne, bekam ein Kind und begann 1984 an der Schule in Mildenberg zu arbeiten. Nachdem sie ihr zweites Kind geboren hatte, wechselte sie nach Gransee an die damalige Stadtschule II und war dort Horterzieherin. Von 1989 bis 1998 war sie Leiterin des Hortes II in Gransee. Nachdem die Einrichtung mit der Zusammenlegung der Stadtschulen geschlossen wurde, arbeitete sie noch ein Jahr in Großwoltersdorf. Als die Stelle als Kitaleiterin in Oberkrämers Ortsteil Vehlefanz ausgeschrieben war, bewarb sie sich – und bekam den Zuschlag. Seit November 1999 hat sie den Posten. „Vier Wochen bevor die Kita eröffnet wurde“, erinnert sie sich.

Von Häsen aus hat sie nun immer eine Stunde Fahrtweg. „Aber ich bin das gewöhnt, und das macht mir nichts aus“, sagt sie. Sie ist 60, und will auf jeden Fall noch bis zur Rente weitermachen. „Das A und O sind die Kinder. Für mich ist der Beruf eine Berufung.“ Ihr mache es Spaß, mit Menschen zu arbeiten, „auch mit Erwachsenen“, wie sie hinzufügt. „Man muss immer ein offenes Herz haben.“ Sie könne jedem empfehlen, so einen Beruf zu ergreifen. „Mich hält er jung, gerade vom Geist her.“
Beim Personal in der Kita achte sie darauf, dass es eine gute Mischung zwischen jüngeren und älteren, erfahrenen Kollegen ist. „Es ist wichtig voneinander zu lernen.”

Gelernt wird auch momentan in der Vehlefanzer Kita. Denn mit der Wiedereröffnung des sanierten Hauses gibt es auch ein neues Betreuungskonzept. Alle Gruppen sind mit Kindern im Alter von einem bis sechs Jahren durchgemischt. „Das funktioniert wie eine Großfamilie.“ Dennoch sei es möglich, auch individuell auf jedes Kind einzugehen. „Wir sind noch in der Findungsphase.“ Aber alle würden mitmachen, Probleme werden offen angesprochen.

In der Freizeit kümmert sich Petra Heinicke um ihren großen Garten in Häsen. „Das ist mein Hobby.“ Den Schwimmteich haben sie und ihr Mann per Hand geschippt. Sie brauche diesen Ausgleich, sagt sie und lächelt.

RTelenovela

Grüne Welle

Samstag, den 15. September 2018
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Seit ein paar Tagen ist die Dropebrücke in der Oranienburger Saarlandstraße gesperrt. Und ich genieße jetzt jeden Tag die Grüne Welle im Stadtzentrum.
Die wurde nämlich versprochen. Seitens der Kreisverwaltung hieß es, man programmiere die Ampeln im Stadtzentrum so, dass der Verkehr quasi locker durchflutscht.
Wahnsinn, wie gut das funktioniert. Der Verkehr rollt total flüssig, es ist einfach herrlich.
Ich kann das immer ganz genau und lange beobachten, wenn ich nämlich im Stau stehe – in der Gegenrichtung. Während der Verkehr von West nach Ost – also Richtung Schmachtenhagen – gut vorankommt, geht vom Bahnhof bis zur Schlossbrücke gar nichts mehr. Normalerweise brauche ich fünf Minuten für die Strecke. Jetzt sind es gut und gerne mal 20 bis 25 Minuten zu Stoßzeiten. Von einer Grünen Welle merke ich nichts.

Aber wie soll das auch gehen? Während stadteinwärts der Verkehr von der Schlossbrücke aus sich verteilt, ist es stadtauswärts so, dass vor der Schlossbrücke zwei größere, verkehrsreiche Straßen auf die Hauptstraße treffen. Da nutzten keine grünen Wellen – da staut es sich.

Am Freitag stand ich andererseits in der Robert-Koch-Straße an der roten Ampel und habe gewartet – auf das Nichts. Denn wegen der Brückenbaustelle herrscht in diesem Bereich quasi kein Verkehr mehr. Warum trotzdem keiner auf die Idee kommt, die Ampel abzuschalten, weiß ich nicht. Eine gute Minute Lebenszeit vergeudet – für nichts und niemanden. Da könnte sich bitte mal jemand drum kümmern!

RTZapper

Mein Ausland: Europa Nord-Nordost

Samstag, den 15. September 2018
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MI 12.09.2018 | 2.15 Uhr (Do.) | phoenix

Ich dachte ja immer, dass die Post genug zu tun hat. Dass es zwar weniger private Briefe gibt, dafür aber der Versandhandel dafür sorgt, dass ordentlich Arbeit da ist.
In Finnland ist das nicht so.

Auf phoenix gab es in der Nacht zum Donnerstag in der Sendung “Mein Ausland: Europa Nord-Nordost” einen Beitrag über die finnische Post. Da gibt es immer weniger Briefe, und ist Postboten und die Leute im Verteilerzentrum haben immer weniger zu tun.

Was machen sie stattdessen? Sie mähen zum Beispiel in ihrem Zustellbezirk bei älteren Leuten den Rasen – natürlich gegen eine Gebühr. Wenn der Postmann zweimal mäht – das scheint das neue Motto zu sein. Oder das Essen auf Rädern kommt mit dem Postauto. Auch das wird in Finnland praktiziert.
Aber wann wird die postalische Haushaltshilfe eingeführt? Wenn der Postmann zweimal klingelt und er schon den Wischmopp in der Hand hat. Vielleicht kann man mit dem Postmann ja auch bald mal in den Urlaub düsen
Oder man schreibt wieder mehr Briefe – damit die Post weiter Post bleiben darf…