Tagesarchiv für 23. August 2018

RT liest

Brian van Reet: Beute

Donnerstag, den 23. August 2018

Einblicke in den Irak-Krieg. 2003.
Cassandra (20) ist US-Soldatin, und sie ist zur Wache in Falludscha zur Wache eingeteilt. Alltag, irgendwie. Bis sie gemeinsam mit zwei Kameraden entführt und festgehalten wird – in einem Kerker der Mudschaheddin.

“Beute” erzählt vom Krieg im Irak. Vom Alltag, von den Bedrohungen, von den Menschen. Die Grenzen sind unklar, niemand weiß, wann und wo und ob überhaupt die Situation eskaliert.
Leider ist der Roman nicht so geschrieben, dass er mich als Leser erreicht. Der Autor Brian van Reet hat hohes Detailwissen aus dem Irak und dem Krieg. Aber diese vielen Details sorgen eher dafür, dass dieser Geschichte ein bisschen die Seele fehlt. Die Figuren kommen einem nicht nah, und deshalb lässt einem das Geschehen eher kalt. Und das ist schade. Denn die Geschichte, die da erzählt wird, ist wichtig.

Brian van Reet: Beute
Rowohlt Hundert Augen, 334 Seiten
3/10

RTZapper

Heißer Sommer

Donnerstag, den 23. August 2018
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MO 20.08.2018 | 20.15 Uhr | mdr-Fernsehen

“Kinder ist das Wetter außer Rand und Band! Das gibt einen sagenhaften Sonnenbrand! Heißer Sommer, in diesem Jahr ist ein heißer Sommer, wie wunderbar!”

Das ist kein aktueller Kommentar zum Sommer 2018. Auch wenn er zutreffend ist. Das ist ein Textzitat aus dem Song “Heißer Sommer” – und auch aus dem gleichnamigen Filmmusical. Gesungen wird das Lied von Chris Doerk und Frank Schöbel.
Und das kann man sicherlich sagen: Zumindest in Ostdeutschland ist “Heißer Sommer” Kult. Der Film feiert in diesem Jahr sein 50. Jubiläum. Im Juni 1968 ist uraufgeführt worden.

Am Montagabend lief der Film mal wieder im mdr-Fernsehen. Die Story ist eigentlich ziemlich dünn und albern. Aber es ging eher um den Spaß, um die Lieder, um das Zusammenspiel von Schöbel, Doerk und den anderen. Und natürlich um das damals auf Rügen festgehaltene Urlaubsgefühl.

Heißer Sommer – auch nächstes Jahr?

RTelenovela

Darauf (k)eine Ketwurst

Donnerstag, den 23. August 2018
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Im nächsten Jahr feiert die Ketwurst ihren 40. Geburtstag. Eine Ketwurst besteht aus einer Brühwurst, die in ein längliches Brötchen geschoben wird. In jenes Brötchen wurde zuvor ein langes Loch gebohrt und Ketchup eingefüllt. Erfunden wurde sie in der DDR, genauer: in Ost-Berlin.

In einem Neuruppiner Einkaufszentrum gibt es einen Stand, an dem Ketwurst verkauft wird, und – warum auch immer – ich hatte mal wieder Appetit auf Ketwurst. Der Mann im Wägelchen fragte mich, was ich denn für eine Soße haben wolle. Tatsächlich bot er neben dem üblichen Ketchup weitere Sorten. Worauf ich anmerkte, dass ja die Ketwurst immer mit Ketchup gegessen werde.

Ohje. Daraufhin begann der Ketwurstmann einen langen Vortrag darüber, dass das ja nicht stimme, und es stünde nirgendwo, dass es Ketwurst nur mit Ketchup gäbe. Dabei steht ja das “Ket” für Ketchup. Ich hörte mir den nicht wirklich spannenden, besserwisserischen Vortrag an, kaufte eine Ketchup-Ketwurst und stellte fest, dass sie leider nicht so dolle war. Aber darüber wollte ich dort keinen “Gegen-Vortrag” halten…