Tagesarchiv für 22. August 2018

RTZapper

Denn sie wissen nicht, was passiert – Die Jauch-Gottschalk-Schöneberger-Show

Mittwoch, den 22. August 2018
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SA 18.08.2018 | 20.15 Uhr | RTL

Es ist einfach anstrengend. Warum müssen Shows in Deutschland drei oder sogar vier Stunden dauern? “Schlag den Henssler” auf ProSieben dauerte am Sonnabend auf ProSieben bis in die Nacht. “Gefragt – Gejagt” im Ersten lief parallel – werbefrei – bis 23.30 Uhr. Und auch die neue RTL-Show “Denn sie wissen nicht, was passiert”, musste bis Mitternacht aufgebläht werden.

Da schafft es RTL die drei großen Showmoderatoren wieder in eine Sendung zu holen: Günther Jauch, Thomas Gottschalk und Barbara Schöneberger. Aber irgendwie ist es nicht gelungen, daraus etwas ganz Großes zu machen.
Die Idee ist schön. Die drei kommen in die Sendung und wissen nichts. Nicht mal, wer moderiert. Das wird – von wem auch immer – dann bestimmt. Am Sonnabend war es der Herr Jauch, der dann unwissend durch den Abend führte.

Nun war auch “Die 2″ schon eine Art Kindergeburtstag. Da spielten aber Jauch und Gottschalk immer zusammen, die Schöneberger moderierte. Das waren klare Verhältnisse und immer wieder lustig, wie sie die beiden irgendwie in Schach halten musste.
In der neuen Show funktioniert das nicht so ganz. Auch, weil ein zweites Promipaar dazu kam, mit dem sich die eigentlichen Stars duellieren müssen. Und: Die Spiele sind oft langwierig, es fehlt an Pepp und an wirklich guten Ideen.
Kann man nicht mal wieder ein kurzes und knackiges Konzept entwickeln, das in zwei Stunden durchgespielt ist?

RTelenovela

Lola rennt seit 20 Jahren

Mittwoch, den 22. August 2018
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Es ist immer wieder schön, alte Filme mal wieder auf der großen Kinoleinwand zu sehen. Natürlich nur alte Filme, die man schon immer gut fand. 2017 habe ich mal wieder “Dirty Dancing” im Kino gesehen, und auch “Die Legende von Paul und Paula” war mal wieder ein Erlebnis. Denn auf der Kinoleinwand hat man immer noch mal den Blick für spezielle Dinge, die einem im Fernsehen gar nicht so auffallen.

Im Zoopalast in Berlin gab es neulich eine Sondervorführung von “Lola rennt”. Erstmals ins Kino kam er am 20,. August 1998. Da ist er mir noch durch die Lappen gegangen. Ich habe ihn erst 1999 im Oranienburger “Kino für Kenner” gesehen – und war begeistert.
Diesmal war Regisseur Tom Tykwer vor Ort, er erzählte etwas über die Entstehungsgeschichte des Films und darüber, dass die Produktionsfirma X-Filme damals unbedingt einen Erfolg brauchte, damit es nicht zur Pleite kam.

“Lola rennt” durch das Berlin des Jahres 1997. Man sieht, wie runtergekommen die Stadt teilweise noch ist. Wie am Potsdamer Platz gebaut wird. Franka Potente rennt durch Mitte, durch Kreuzberg und durch den Friedrichshain. Anschlussfehler inklusive – aber das ließ sich gar nicht anders machen, wie Tom Tykwer erzählte.
Schade und unangebracht war das Bashing der Öffentlich-Rechtlichen. Tom Tykwer ätzte, dass von den Sender ja wenig zu erwarten sei – dabei sind es ARD und ZDF die haufenweise Kohle in den deutschen Film stecken. Und es ist auch die ARD, die viel Kohle in sein Megaprojekt “Babylon Berlin” gesteckt hat, und ob viele Leute zusehen, wird auch davon abhängen, ob die Serie wirklich gut ist. Immerhin konnte bis jetzt nur die Pay-TV-Elite und die Medienleute das Werk bestaunen. Also: abwarten.