Tagesarchiv für 11. August 2018

RT liest

Hape Kerkeling: Frisch hapeziert – Die Kolumnen

Samstag, den 11. August 2018

Hape Kerkeling hat sich schon vor einigen Jahren mehr oder weniger aus dem Showgeschäft zurückgezogen. Im Fernsehen macht er kaum noch was – oder eher: nichts mehr.
Im vergangenen Jahr war er immerhin noch regelmäßig mit einer Kolumne in der “Gala” vertreten. Als Zweitverwertung sind diese Kolumnen nun als Buch erschienen.
Allerdings sollte man davon nicht so viel erwarten.

An sich ist es ganz nett, dass Kerkeling über sein Lieblingsthema, die Royals, schreibt. Oder über den Eurovision Song Contest. Über Mücken im Sommerurlaub, über den Wahlkampf oder TV-Köche.
Aber leider bleibt Kerkeling da ziemlich an der Oberfläche. In einer Kolumne kann man auch keinen Tiefgang erwarten, aber auch inhaltlich kommt meist relativ und erstaunlich wenig rüber.
Was wirklich extrem nervig ist, dass in jedem – in wirklich jedem – der gut zwei Buchseiten langen Texte Kerkelings angeblich zweitbeste Freundin Gudrun vorkommt. Das mag in einer wöchentlichen Kolumne nett sein, in einem Buchformat geht es einem einfach nur auf den Keks. Da funktioniert der Running Gag nicht. Zumal man sich jedes Mal ärgert und sich fragt: Zweitbeste? Wer ist denn die beste? Und warum kommt die nicht vor?
Nein, Hape, “Frisch hapeziert” ist leider alles andere als frisch. Und für eine Zweitverwertung mit nicht mal 200 Seiten, sind 11 Euro wirklich happig.

Hape Kerkeling: Frisch hapeziert – Die Kolumnen
Piper, 176 Seiten
3/10

ORA aktuell

Mann stirbt in Oranienburg beim Fußballspielen

Samstag, den 11. August 2018
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Tragischer Zwischenfall in Oranienburg: Auf dem Sportplatz an der André-Pican-Straße ist am Donnerstagabend ein 58-Jähriger während eines Fußballspiels zusammengebrochen. Im Hennigsdorfer Krankenhaus ist er wenig später gestorben.

Wie die Märkische Allgemeine berichtet, war der Mann Mitglied einer Freizeitgruppe. Das sei tragisch und mache sehr traurig, sagte Ralf Leiskau, technischer Leiter des Oranienburger FC, der MAZ.

RTelenovela

38,0

Samstag, den 11. August 2018
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Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, dann wird mir auch immer die Außentemperatur angezeigt. Bei Extrem-Temperaturen sind das dann natürlich immer Werte, die meine erhöhte Aufmerksamkeit bekommen. Wenn im Herbst das erste Mal die -0,5-Grad-Marke erreicht wird, ist das immer was Besonderes. Oder wenn die Werte mal auf -10 Grad fallen.

Am Donnerstagmittag fuhr ich mit dem Auto durch Oranienburg-Süd, und da zeigte das Thermometer 38,0 Grad. Das sind dann schon Fieberwerte. Da braucht man auch nicht mehr die Fenster beim Fahren öffnen, weil draußen die Demse unerträglich ist.

Selbst am Abend hat sich die Luft in den vergangenen Tagen kaum noch abgekühlt. Am Mittwochabend waren in Berlin noch um 23 Uhr gute 30 Grad. Da möchte man gern mit einem Cabrio durch die Großstadt gondeln.
Aber ehrlich gesagt: So langsam freue ich mich wieder auf den Winter.

RTZapper

Kulenkampffs Schuhe

Samstag, den 11. August 2018
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MI 08.08.2018 | 22.30 Uhr | Das Erste

Ich war noch ein Kind, aber die großen Shows von ARD und ZDF habe ich Mitte der 80er noch mitbekommen. “Einer wird gewinnen” mit Hans-Joachim Kulenkampff war genauso ein Pflichtprogramm wie Hans Rosenthal und sein “Dalli Dalli”. Peter Alexander hatte ich eher durch die alte Filmkomödien auf dem Schirm, seine Shows fand ich eher lahm.
Worüber man damals natürlich nie nachgedacht hat: Die Showmaster hatten alle eine Vergangenheit, und die war alles andere als schön. Sieht man Kulenkampff und Rosenthal, dann denkt man nicht daran, dass Kuli im Krieg in Russland kämpfen musste. Dass sich Rosenthal als Jude im Krieg in Berlin verstecken musste.

Am Mittwochabend lief im Ersten die Doku “Kulenkampffs Schuhe”. Der Film beleuchtete die Showmaster unter eben diesen Aspekten. Denn die Nachkriegszeit in Deutschland war eine Zeit des Aufbruchs, des neuen Wohlstands. Aber die Leute, die in dieser Zeit lebten, die hatten eben auch schlimme Erlebnisse hinter sich gebracht. Und eben auch die Menschen, die nun vor den Fernsehkameras standen und für gute Laune sorgen mussten und wollten.
So gab es immer mal wieder kurze Momente in den Shows, in denen Kuli und Rosenthal durchblitzen ließen, was sie mal mitgemacht haben – und wenn es nur in kleinen Nebensätzen war.
Die Showmaster waren damals auch ein bisschen therapeutisch tätig. Wir Kinder haben das nicht gemerkt, aber vielleicht unsere Eltern und vor allem unsere Großeltern.

PS: In Kulenkampffs Schuhen waren natürlich dessen Füße – die allerdings durch den Krieg verkrüppelt waren.