Tagesarchiv für 2. August 2018

RTZapper

Werbung: BB MV Lokal TV

Donnerstag, den 2. August 2018
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DI 31.07.2018 | 21.18 Uhr | Rügen TV

Der Lokalsender Rügen TV ist im Kabelnetz rund um die Uhr zu sehen – wenn auch nur mit einem Programm, das einmal pro Woche aktualisiert wird.
Im Werbeblock wird aber auch darauf hingewiesen, dass Rügen TV auch über Satellit empfangbar ist – auf BB MV Lokal TV, einem Zusammenschluss von Lokalsendern aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Das ist eine tolle Sache, aber der Werbespot war trotzdem schon überholt – und das schon extrem lange. Denn in der Übersicht in dem Spot wurde auf Sender hingewiesen, die es schon lang nicht mehr gibt. Havelland TV, Ruppin TV und Prignitz TV gibt es schon lange mehr, und auch Oberhavel TV ist leider längst Geschichte.
Vielleicht könnte man den Spot ja mal ein wenig aktualisieren? Macht sonst einen schlechten Eindruck. Es sei denn, man möchte offensiv an tote Sender erinnern. RIP.

ORA aktuell

Friseur öffnet im ehemaligen Oranienburger Zigarrenhaus

Donnerstag, den 2. August 2018
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Die Oranienburgerin Eileen Treu eröffnet am Montag im ehemaligen Zigarrenhaus Merz in der Lehnitzstraße einen Friseurladen. In “Lenis Beauty” geht es aber auch um Nägel. Möglich sind auch medizinische Tätowierungen und weitere Angebote rund um die Schönheit, berichtet moz.de.

Das Zigarrenhaus Merz existierte rund 70 Jahre und hat erst kürzlich für immer die Türen geschlossen.

RTZapper

Umschau

Donnerstag, den 2. August 2018
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DI 31.07.2018 | 20.15 Uhr | mdr-Fernsehen

Ost gegen West. Auch 29 Jahre nach dem Mauerfall scheint dieser Kampf immer noch nicht zu Ende, obwohl eine ganze Generation von Menschen die DDR gar nicht mehr erlebt hat.
Aber das sind vermutlich nicht die Menschen, die regelmäßig den mdr einschalten.

Am Dienstagabend ging es in der “Umschau” um die Hasseröder-Bierbrauerei. Die könnte bald einen neuen Betreiber bekommen, und es wird befürchtet, dass sie aus Wernigerode abgezogen wird.
Die Moderatorin leitete den Beitrag so ein, dass sie befürchtete, dass die Brauerei eventuell in den Westen ziehen könnte. Und dass das für den Osten schlecht sei.
An sich hat sie ja nichts Falsches gesagt, aber dennoch ist diese Ost-West-Schublade im Jahr 2018 irgendwie unangenehm. Denn egal, wohin Hasseröder umzieht, egal, ob in den Westen oder in den Norden, es wäre so oder so ein harter Schlag für Wernigerode.
Allerdings zeigte der nachfolgende Beitrag, dass die “Ossis” gebrannte Kinder in Sachen Bier sind – es wäre nicht das erste Mal, dass eine “West-Brauerei” eine Ostfirma schluckt, die Produktion verlegt und dann die ganze Biermarke einstampft.

Und der mdr spricht ganz offenbar so seine Zuschauer an – und erreicht sie damit auch. Nicht umsonst ist der mdr das erfolgreichste Dritte der ARD. Weil der Sender seine Zuschauer mit der DDR-Vergangenheit nicht allein lässt, immer wieder in den Wunden bohrt. Die einen fühlen sich verstanden, die anderen können mit der Mentalität vermutlich immer wieder anfangen. Auch deshalb wird es interessant sein, wie sich der mdr mal in 20 oder 30 Jahren positioniert.

RTelenovela

Rügen 2018 (12): Auf der MS Binz von Binz nach Binz II – Einmal rund um Rügen

Donnerstag, den 2. August 2018
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(11) -> 1.8.2018
I -> 7.4.2016

Um 8.30 Uhr legt die MS Binz an der Seebrücke in Binz ab, um 17.30 Uhr soll sie wieder dort anlegen. In diesen neun Stunden umrundet das Schiff einmal die komplette Insel Rügen. Immer nur am Montag wird diese Tour angeboten.
Eigentlich war die spannendste Frage, ob eine so lange Fahrt eher langweilig wird oder ob die Zeit wie im Fluge vergehen wird.

Zunächst legte das Schiff aber noch mal in Sellin und Göhren an, um weitere Passagiere aufzunehmen. Am Ende waren es wohl 130 Menschen, die diese Mammuttour mitmachten.
Erstaunlicherweise spielte das Wetter erst gar nicht so richtig mit. Es war wolkig, zwischendurch gab es Regen. Aber ich hatte mir für den ersten Teil der Tour eh erst mal einen Innenplatz gesucht. Frühstücken und Ostsee-Zeitung lesen.

Wir ließen Lobbe und Thiessow an uns vorbeiziehen und erreichten den Greifswalder Bodden. Wir fuhren an Schiffen vorbei, auf denen gebaggert wurde – für die Gasleitung Nordstream 2. Hin und wieder zogen auch andere Frachtschiffe an uns vorbei, vermutlich auf dem Weg nach Mukran.

Spannend wurde es, als wir den Strelasund erreichten. Wir kreuzten die Strecke der Rügenfähre, die immer zwischen Stahlbrode und Glewitz unterwegs ist. Gerade lief ein Schiff in Glewitz ein.
In der Ferne tauchte dann die große Rügenbrücke auf. Wir mussten zu einer bestimmten Zeit in Stralsund ankommen. Denn um 12.20 Uhr wird die Ziegelgrabenbrücke geöffnet – denn der alte Rügendamm mit der Zugbrücke ist ja auch noch da. Neben der neuen Brücke sieht die aber sehr mickrig aus. Allerdings ist sie für den Schiffsverkehr immer noch wichtiger, denn ohne sie geht nichts, kommt keiner durch. Vom Wasser aus sieht man erst mal, wie flach der Rügendamm tatsächlich ist. Nur an der Ziegelgrabenbrücke kommen Schiffe überhaupt durch – und das zu den Hebezeiten.

Vor dem Damm sammelten sich schon die Schiffe. Die Verkehrsschiffahrt hat immer Vorrang, die anderen müssen Platz machen. Pünktlich um 12.20 Uhr ging es dann los. Erst hob sich die Brücke, auf der die Schiene liegt, dann die Brücke mit der Straße. Das dauert ein paar Minuten. Die Ampel springt auf Grün, wenn die Brücken senkrecht stehen.
Und schon fuhren wir durch. Bei der Durchfahrt sieht man sogar das abgeschnittene Gleis. Ein paar Fußgänger standen auch direkt an der Sperre.
Beeindruckend ist es, unter der Rügenbrücke durchzufahren. Sie ist ein gewaltiges Bauwerk und macht was her.

Weiter geht es durch den Stralsunder Hafen, an Altefähr vorbei in Richtung Hiddensee. Die Insel ist klein, aber es dauert gut anderthalb Stunden, bis das Schiff daran vorbei gefahren war. Weite Teile der Insel sind naturbelassen, nur im Zentrum sind die bewohnten Teile.
Weiter geht es in Richtung Kap Arkona und zu den Kreidefelsen. Die sind immer wieder beeindruckend – allerdings habe ich die nun schon mehrfach vom Schiff aus gesehen.

Und inzwischen donnerte die Sonne auf das Schiff. Ich habe mich zwar eingecremt, aber wenn man letztlich gute sieben Stunden draußen steht oder sitzt, dann schafft einen das trotzdem. Wir legten kurz in Sassnitz an, und nach neuneinviertel Stunden erreichten wir wieder Binz.
Diese Tour sollte man aber definitiv mal gemacht haben – man muss halt mal dafür Zeit nehmen.

Video von der Fahrt durch den Rügendamm: auf YouTube.