aRTikel

Meine Feuerwehr: 2019 kommt das neue Löschfahrzeug

Die Mitglieder der BötzowerFeuerwehr loben den Zusammenhalt unter den Kameraden und die guteAusstattung durch die Gemeinde

MAZ Oberhavel, 25.7.2018

Bötzow.
Bis zum Wochenende zählte die Bötzower Feuerwehr schon 52 Einsätze in diesem Jahr. Dafür, dass es im Schnitt der vergangenen Jahr immer um die 80 waren, ist es recht viel. „Viele Waldflächen sind in den letzten Wochen hinzugekommen“, sagt Benjamin Ende, der stellvertretende Ortswehrführer. Auch auf der Autobahn gab es vermehrt Einsätze, zudem diverse Unterstützungen des Rettungsdienstes. „Durch die Baustelle auf der Autobahn wird es eher noch schlimmer“, befürchtet Bötzows Ortswehrführer Daniel Hempel.

Es ist erst ein paar Wochen her, als es am Depot in der Fennstraße etwas zum Feiern gab. Ein neues Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) und ein Anhänger für die Jugendfeuerwehr sind übergeben worden. Die Gemeinde Oberkrämer hat dafür etwa 53 000 Euro bezahlt. Voraussichtlich im März 2019 kommt ein neues Löschfahrzeug hinzu. Das alte ist von 2001. „Es ist schon ziemlich reparaturanfällig, hier und da gibt es Blessuren und Macken“, sagt Daniel Hempel. Ein weiteres Problem sei, dass dort wegen des Höchstgewichts keine neue, schwere Technik mehr installierbar sei.

Daniel Hempel ist seit Ende Juni 2017 Ortswehrführer in Bötzow. In Oberkrämer ist er seit 14 Jahren, davor war er acht Jahre Mitglied der Templiner Feuerwehr. „Man sieht nicht immer schöne Bilder, aber man wird durch einen erfolgreichen Einsatz entschädigt und wenn niemandem weiter etwas passiert ist.“ Er mag den Zusammenhalt der Mitglieder in der Bötzower Wehr. „Klar, es gibt manchmal Knatsch, das ist wie in der Ehe. Aber da finden wir immer eine Lösung.“

Der 23-jährige Paul Kresse ist seit 2013 Mitglied der Feuerwehr. „Ich habe auf der Verabschiedung eines langjährigen Kameraden hier die Musik für die Feier gemacht“, erzählt er. „Später habe ich mich dazu gesetzt, und da haben sie mir das Versprechen abgerungen, dass ich zum nächsten Dienst erscheine.“ Das tat er dann auch. „Ich habe direkt beim ersten Dienst gemerkt, dass die Gemeinschaft hier top ist.“ Im Nachhinein bereut er es ein wenig, nicht schon früher dabei gewesen zu sein. In Bötzow ist er inzwischen stellvertretender Jugendwart, für ganz Oberkrämer seit einiger Zeit Gemeindejugendwart. Auch beruflich hat Paul Kresse mit Brandbekämpfung zu tun: In Berlin arbeitet er bei der Berufsfeuerwehr. Ob er in Oberkrämer bleiben kann, hänge auch davon ab, ob er in Bötzow mal eine Wohnung bekommt. „Das ist schwierig“, sagt er.

24 aktive Mitglieder hat die Bötzower Wehr momentan, davon sind fünf Frauen. Eine von ihnen ist Maren Nebel. „Ich bin seit 2000 dabei“, sagt sie. „Das kam durch die Familie, mein Vater war schon immer Mitglied, und mich hat das auch immer interessiert.“ Inzwischen ist sie in Bötzow die Jugendwartin. Aber warum sind so wenige Frauen dabei? Daniel Hempel vermutet: „Vielleicht fühlen sich die Frauen dem nicht gewachsen.“ Maren Nebel kann dem nur bedingt zustimmen. „Sie sollen gucken kommen und ausprobieren. Ja, wir können nicht alles machen.“ Sie habe Probleme mit dem Atemschutz und den schweren Geräten.

Wer in Bötzow mitmachen möchte, kann immer am Dienstag zwischen 19 und 21 Uhr im Depot in der Fennstraße vorbeikommen. Die Feuerwehr kann jedes neue Mitglied gut gebrauchen. „Wir sind oftmals zu wenig“, so der Ortswehrführer. Immerhin bietet die Wehr aber auch mehr als nur die Einsätze an sich. So wird am 30. April immer die Walpurgisnacht gefeiert. Die Kameraden verkaufen Getränke, Grillwürste, und es gibt einen Fackelumzug. „Das findet immer mehr Anklang“, sagt Daniel Hempel. Während des Familienfestes am 2. September findet auch wieder ein Tag der offenen Tür statt.

Einen Kommentar schreiben: