Tagesarchiv für 21. Juli 2018

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Otto Waalkes: Kleinhirn an alle – Die große Otto-Biografie

Samstag, den 21. Juli 2018

Echt schon 70? Otto Waalkes begleitet mich mein ganzes Leben. In den 80ern schon hatte ich meine erste Otto-Kassette: “Oh, Otto!”, ein West-Import, und als die Otto-Filme auch die DDR-Kinos erreichten, waren die natürlich Pflicht.
Im Jahr seines runden Geburtstages hat Otto Waalkes nun seine Biografie vorgelegt: “Kleinhirn an alle”. Ein Titel, der natürlich an einen Sketch erinnert, in dem die Körperorgane des Menschen miteinander kommunizieren.

In seinem Buch berichtet Otto von seiner Kindheit und der Jugend. Von seinen musikalischen Anfängen, denn schon in jungen Jahren war er Mitglied in einer Band. Rund um Hamburg folgten dann die ersten Bühnenauftritte, die zunächst eine Art Geheimtipp waren. Und irgendwie ist der Komiker quasi in seine Erfolge reingestolpert. Man nahm das Programm auf, verkaufte es in einem einzigen Laden – und daraus wurde ein Mega-Erfolg. Und die Geschichte nahm seinen Lauf.

Otto erzählt davon, was ihn antreibt, wer seine Vorbilder waren, wie seine Komik entstanden ist. Er hätte allerdings gern ausführlicher über seine Bühnenprogramme und auch über seine Filme schreiben können. An vielen Stellen fängt er ein Thema an, um mittendrin abzuschweifen und zu einem völlig anderen Aspekt zu kommen. Auch die Einschübe, in denen er seine Vorbilder genauer vorstellt und auch Zeitgeschehen wiedergibt, sind nicht ganz so spannend – weil ausschweifend.
Ansonsten ist es aber interessant, zu lesen, dass Otto selbst klar ist, dass er seit Jahrzehnten mitunter dieselben Sketche bringt – er sagt aber auch, warum das so ist. Auch dass er eigentlich keinen fünften Film (“Otto – Der Katastrofenfilm”) drehen wollte, liest man in diesem Buch. Otto lässt auch seine Tiefpunkte nicht aus.
Eine Biografie, die an vielen Stellen interessant zu lesen ist, aber auch ihre Längen hat.

Otto Waalkes: Kleinhirn an alle – Die große Otto-Biografie
Heyne, 416 Seiten
6/10

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RTelenovela

Immer rechts herum!

Samstag, den 21. Juli 2018
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Wenn ich vom Scheunenviertel in Kremmen nach Hause nach Oranienburg fahre, muss ich nicht ein einziges Mal links abbiegen.

Ich weiß, diese Information reißt dich gerade voll vom Hocker. Aber für mich war sie in den vergangenen Tagen ziemlich wichtig. Denn mein vorderer Linksblinker am Auto war defekt.
Hieß für mich: Linksabbiegen am besten vermeiden.
So fuhr ich von der B 96 kommend auch nicht in Oranienburg-Süd runter in die Stadt, sondern erst in Zentrum-Süd, weil es in der Walther-Bothe-Straße den Kreisverkehr gibt, aus dem man ja bekanntlich nur rechts ausfahren kann.
Du kannst dir vorstellen, dass ich die Gegend mal aus einem völlig anderen Blickwinkel betrachtet habe.

In der Werkstatt behob ein Monteur das Problem, und ich bin vorher schon gewarnt worden: Kostet 25 Euro! So stand ich schon mit meiner Bankkarte in der Hand am Tresen der Werkstatt, als es hieß: 4,72 Euro. Da war ich dann wirklich mal positiv überrascht.

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