Tagesarchiv für 9. Juli 2018

ORA aktuell

Geldautomat der Oranienburger Commerzbank gesprengt

Montag, den 9. Juli 2018

Bislang Unbekannte haben am frühen Montagmorgen in der Oranienburger Commerzbank an der Bernauer Straße einen Geldautomaten gesprengt. Gegen 2.30 Uhr habe es einen lauten Knall gegeben, meldet die Polizei.

Wie hoch der Schaden ist, steht noch nicht fest. Auch zu Schäden am Gebäude kann am Montagmittag noch nichts gesagt werden.

ORA aktuell

Bombensuche: Oranienburger Suppenladen öffnet später

Montag, den 9. Juli 2018
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Eigentlich sollte bereits am 3. Juli in der Oranienburger Schulstraße der neue Imbissladen “Cook rein” eröffnet werden. Der Termin ist abgesagt – auf unbestimmte Zeit, wie die Betreiber mitteilten.

Der Landkreis Oberhavel verwehrt die Baugenehmigung – im Nachhinein. Es fehle ein Nutzungsartenänderungsantrag, so heißt es aus dem Landratsamt. Davor befand sich in dem Laden ein Dessousladen – für die Neueröffnung müsse die fehlte. Eine Mitarbeiterin habe mündlich eingeräumt, dies vergessen zu haben, sagt Gudrun Fromm. Ein folgenreiches Versäumnis. Für die neue Nutzung müsse eine aktuelle Kampfmittelfreiheit vorliegen.
Die muss nun nachträglich eingeholt werden, durch eine Bombensuche – auf den ganzen Areal.

Wann das Geschäft nun öffnen kann, steht noch fest – auch nicht, ob dieser Fall existenzgefährdend sein könnte. Vorerst soll “Cook rein” als Imbisswagen nahe des Oranienburger Bahnhofes eröffnet werden.

RT im Kino

The first Purge

Montag, den 9. Juli 2018

Das muss man sich mal vorstellen: Es gibt Politiker, die die Verbrechensrate dadurch drücken wollen, in dem sich eine Nacht lang alle Verbrechen erlauben.
Das ist der Plan der Partei New Founding Fathers of America (NFFA) – unter ein Prozent soll die Verbrechensrate gedrückt werden, und man stützt sich auf eine soziologische Theorie, nach der sich die Aggression innerhalb der Gemeinschaft in einer einzigen Nacht entladen soll.
Staten Island in New York ist das Experimentierfeld, und dort braucht sich einiges zusammen. Die, die an der Purge teilnehmen wollen, und die, die dagegen protestieren.

“The first Purge” soll eine Art Thriller sein. Es geht um ein gesellschaftliches Experiment – das aber ist so irrsinnig, so menschenverachtend, dass es schwer ist, sich darauf einzulassen.
Das Problem aber vor allem: Es ist nicht logisch. Die Idee, dass man die Menschen aufeinander hetzt, ist so widerwärtig, dass man diesen Film nur mit Bauchschmerzen verfolgen kann. Letztlich wird auch gar nicht so richtig erklärt, was das alles soll. Man sieht Politiker, die die Purge unbedingt wollen, um irgendwelche politischen Ziele durchzusetzen – mit schmutzigen Mitteln. Und die Wissenschaftlerin, die warnt.
Dazu kommen die Stadtbewohner. Gerade viele Schwarze scheinen in “The first Purge” schon ganz scharf darauf zu sein, zu morden. Fast wirkt das alles ziemlich rassistisch.
Dass daraus letztlich auch eine gewisse verärgerte Langeweile resultiert, muss man kaum erwähnen. Ein ziemlich furchtbarer Film, in verschiedener Hinsicht.

The first Purge
USA 2018, Regie: Gerard McMurray
Universal, 98 Minuten, ab 18
1/10

RTelenovela

WM-Tipps 2018: Halbfinale

Montag, den 9. Juli 2018
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Weiter geht’s! Im Tippspiel zwischen Thommi und mir führe nach einer Schwächephase glücklicherweise mal ich. Es steht nach dem Viertelfinale erstaunlicherweise 50:40 für mich.

Und jetzt kommt das Halbfinale.
Getippt wird das Ergebnis nach 90 Minuten – und dann der weitere Verlauf, also das Endergebnis. Im Fall eines Unentschieden gibt es also im besten Fall doppelte Punktzahl.

DI 10.07.2018
Frankreich 1:1 Belgien -> 1:2

MI 11.07.2018
Kroatien 1:2 England

RTZapper

Vor dem Knall

Montag, den 9. Juli 2018
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FR 06.07.2018 | 22.30 Uhr | Tele 5

Nein, nein, da passiert nix. Das wird ein ganz entspanntes Wochenende. Wird voll easy.
Hieß es.
Es ist dann aber doch was passiert, es war alles andere als entspannt, und voll easy schon mal gar nicht.
Es ist jetzt ein Jahr her, dass die Demonstrationen rund um den G20-Gipfel in Hamburg eskalierten, dass auf allen Seiten Wut herrschte – und natürlich Entsetzen über die Gewalt, die da herrschte, während die Politiker gemütlich in der Elbphilharmonie saßen und der “Ode an die Freude” lauschten.

Tele 5 zeigte am Freitagabend die Dokumentation “Vor dem Knall”. Sie handelt von den Tagen vor dem G20-Gipfel und davon, wie die Menschen, die in den später betroffenen Vierteln leben, schon vorher ahnten, dass da was Unheilvolles auf sie zu kommt.
Und vom Journalisten Giovanni di Lorenzo, die in einem Interview in dieser Doku sagt, dass er davon überzeugt sei, dass der G20-Gipfel ohne größere Störung über die Bühne gehe. Und von Politikern, die das natürlich auch glaubten.

Tele 5 zeigte den Film werbefrei, da er auch auf Ohne-Profit-Basis entstanden ist. Das Gute ist, dass hier das normale Volk zu Wort gekommen ist. Ihre Sorgen, ihre Ängste, ihre Beobachtungen. “Vor dem Knall” ist ein etwas anderer Rückblick auf die Hamburger Chaostage.