Monatsarchiv für Juni 2018

RTelenovela

Schweden (5): Technisch weit vorn

Donnerstag, den 28. Juni 2018
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(4) -> 18.5.2013

Der Flieger setzt ziemlich pünktlich auf dem Rollfeld des Flughafens Stockholm-Arlanda auf. Unsere Schweden-Tour beginnt. Zwei Tage lang werden wir in Stockholm sein, dann geht es mit einem Leihwagen ein paar Tage durch Südschweden.
Das Flugzeug rollt. Und rollt. Und rollt. Und das in einem Affenzahn. Wir fahren in ziemlich hoher Geschwindigkeit übers Rollfeld, und vermutlich bin ich auf einem Flughafen noch nie so lange mit einem Flugzeug gefahren. Es ist ein sehr langer Weg bis zum Terminal.
Ich hatte kurz zuvor schon eine Premiere: Auf dem Flug von Schönefeld nach Arlanda hatten wir W-Lan. Ich konnte also live während des Fluges Fotos vom Himmel und den Wolken machen und verschicken.

In Schweden merkt man ziemlich schnell: In Sachen Technik und Digitalisierung scheint Deutschland ein Dritte-Welt-Land zu sein. Wer mit dem Zug fahren will, bekommt ein Plastekarte, die immer wieder aufgeladen werden kann – oder lässt sich das auf’s Handy schicken. Mit Bargeld wird in Schweden so gut wie nicht mehr bezahlt. Überall steht ein Kartenlesegerät, selbst an den kleinsten Imbissen, selbst Beträge um die 100 Kronen, also etwa 1 Euro, werden ganz selbstverständlich mit Karte bezahlt. Es gibt sogar schon Geschäfte, die gar kein Bargeld mehr annehmen. W-Lan gibt es in fast allen Läden, und in öffentlichen Einrichtungen sowieso. Und das relativ unkompliziert. Wenn man sich mal die Handytarife ansieht, sind die auch nicht so teuer, wie teilweise hierzulande.

Teuer ist Schweden dennoch. Lebensmittel im Supermarkt sind so ziemlich alle teuer als in Deutschland. Wer essen gehen will, muss tief in die Tasche greifen. Selbst Salate oder Nudeln kosten gerne mal 15 bis 20 Euro. Alkohol – Bier zum Beispiel – liegt gerne mal bei 7 bis 8 Euro pro Glas. In der Hinsicht geht der Urlaub sehr ordentlich ins Geld.

In Schweden ist Midsommar. Das bedeutet vor allem, dass es selbst im Stockholmer Raum nachts nicht ganz dunkel wird. Noch um 22.30 Uhr ist es nur leicht schummrig, wenn gutes Wetter ist. Selbst nachts um 1 Uhr ist der Himmel noch ziemlich hell.
Midsommar ist in Schweden ein Fest, fast so wichtig wie Weihnachten. Aber es wird vor allem in den Familien gefeiert und eher auf dem Land. Weshalb es in den Städten am Wochenende nach der Sommersonnenwende auch ziemlich leer ist.

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ORA aktuell

Bombendrohung gegen Oranienburger Jobcenter

Montag, den 25. Juni 2018

Eine Bombendrohung sorgte am Montagvormittag in Oranienburg für Aufregung. Eine noch unbekannte Person kündigte per Telefon an, dass im Jobcenter zwei Sprengsätze hochgehen würden. Das Haus in der Havelstraße sowie die Zugänge waren gesperrt. Die Polizei war mit einem Spürhund vor Ort. Es ist jedoch nichts gefunden worden.

Es ist Anzeige gegen Unbekannt erstattet worden.

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KeineWochenShow

#77 – Somebody to Love

Samstag, den 23. Juni 2018
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“Somebody to Love” ist einer der besten Songs von Queen. Rund um das Berliner Queen-Konzert entstand die 77. Ausgabe von “KeineWochenShow”.

Auf der Hinfahrt zur Arena in Berlin-Friedrichshain geht es um die Fußball-WM 2018 und das nicht gerade geglückte Auftaktspiel der Deutschen. Deshalb geht diese Ausgabe auch schon am Sonnabend – vor dem zweiten deutschen Spiel – online.
Ein weiteres Thema ist der Zoff zwischen CDU und CSU und um Asylpolitik – wo man als Otto-Normal-Beobachter eigentlich kaum noch durchsieht, worum es eigentlich geht. Wahlkampf oder doch um mehr?

Wir zeigen dann ein paar Ausschnitte des Konzerts mit Queen und Adam Lambert – wenn auch nur vom Oberrang der Arena aus gefilmt. Aber immerhin bekommt man so einen Eindruck. Außerdem gibt’s eine Konzerteinschätzung.

Auf der Rückfahrt gibt’s Buch- und CD-Tipps – und außerdem ein Bier von der Tanke. In KeineWochenShow #77 auf YouTube.

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RTZapper

Most Wanted 2000’s

Freitag, den 22. Juni 2018
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DO 21.06.2018 | 10.00 Uhr | VIVA

Die 2000er. Schon die waren für VIVA eher nicht mehr so berauschend. Am Donnerstagvormittag zeigte der Musiksender in “Most Wanted 2000’s” mal wieder alte Videoclips aus dem vergangenen Jahrzehnt.
Bald ist VIVA selbst vergangen. Am 31. Dezember 2018 ist der letzte Sendetag. Und das Schlimme ist: Ich werde VIVA in keiner Weise vermissen. Denn VIVA ist überflüssig geworden.

Der deutsche Musiksender – die Antwort auf MTV – startete im Dezember 1993. VIVA sollte die deutsche Musikszene voran bringen und ihr eine Heimat bieten. Beim internationalen MTV war das zuvor kaum möglich. Tatsächlich schaffte VIVA den Sprung nach oben.
Ich war sehr neidisch. Denn VIVA sendete damals nicht über den Astra-Satelliten. Ich wollte VIVA sehen. Wenn man die Trends wissen wollte, dann war der Musiksender ein Muss.
Der Niedergang begann, als Konkurrent Viacom VIVA kaufte. VIVA und MTV waren nun Stiefschwestern, und VIVA die ungeliebte.
Inzwischen sendet VIVA nur zwischen 2 und 14 Uhr, was bedeutet, dass die allermeisten Menschen den Sender gar nicht mehr auf dem Schirm haben. Wenn mal 100.000 Zuschauer einschalten, dann ist das viel.

Grundsätzlich jedoch gehören Musiksender zur aussterbenden Spezies. In einer Zeit, wo die Leute über ihren Smart-TV sich das Internet auf den Fernseher holen können und sich auf YouTube ihre eigenen Listen zusammenstellen und abspielen können, da sind VIVA, MTV und Co. nicht mehr gefragt. Ich möchte nicht mehr Videoclips vorgesetzt bekommen, die mich nicht interessieren. Selbst Neuheiten kann man heute besser selbst aufspüren, als dass man erst auf entsprechende Sendungen warten müsste.
Ein Sender wie Deluxe Music läuft zwar noch relativ erfolgreich, aber auf lange Sicht wird auch dort die Zielgruppe vermutlich erst älter, und dann könnten die nachfolgenden Zuschauer fehlen.
Das Internet bringt für die Zuschauer unfassbare Vorteile – für Fernsehsender mit linearem Programm ist es ein Problem.

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aRTikel

Treue Seele: Ein Engagierter mit Helfersyndrom

Donnerstag, den 21. Juni 2018
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Holger Reinitz aus Sommerfeld mischt bei der Feuerwehr und vielen Festen im Ort mit

MAZ Oberhavel, 21.6.2018

Sommerfeld.
Feuerwehr, Erntefest, Erntedankfeier, Dorffest – Holger Reinitz mischt überall mit. Er hilft bei der Organisation, er macht sich Gedanken, er kümmert sich. Und das macht er gern. „Mir macht das Spaß“, sagt der 63-Jährige aus Sommerfeld. „Und ich finde es äußerst wichtig, dass sich Leute engagieren.“

Seit 2007 ist er Vorsitzender des Kameradschaftsvereins der Freiwilligen Feuerwehr in Beetz-Sommerfeld. „Dabei war ich nie aktiver Feuerwehrmann“, sagt er und schmunzelt. „Ich hatte aber die ganze Zeit immer irgendwelche Verbindungen dorthin.“ Als der Verein 1997 gegründet worden ist, trat er ein. „Irgendwann war ich im Vorstand, und als Werner Pritzkow als Vorsitzender aufgehört hat, habe ich den Vorsitz übernommen.“ Man musste ihn nicht lange bitten. „Ich habe so ein bisschen ein Helfersyndrom“, gibt er lächelnd zu.
Im Verein kümmert er sich um Feierlichkeiten oder um finanzielle Unterstützungen für die aktive Wehr. Dabei geht es natürlich auch immer um die Frage, ob spezielle Wünsche nicht eher vom Träger der Feuerwehr, der Stadt Kremmen, bezahlt werden müssten. Das werde dann immer geprüft.

Auch beim Erntefest mischt er mit – seit 15 Jahren. „Ich bin in der Gruppe, die sich um Ordnung, Sicherheit und Technik kümmert“, erzählt Holger Reinitz. „Das geht eigentlich das ganze Jahr durch. Das sind sechs bis sieben Leute, die sich da immer treffen, im Winter seltener, später dann wieder öfter.“ Da müssten viele Absprachen getroffen werden. „Inzwischen kenne ich mich ganz gut mit dem Wirtschaftshof aus.“
Auch was die Feste in Sommerfeld angeht, kümmert er sich gemeinsam mit vielen anderen Helfern. „Der Weihnachtsmarkt zum Beispiel, der läuft über Kirche, da verzahnt sich dann auch einiges, zum Beispiel eben mit der Feuerwehr. Als Verein machen wir da auch eine Menge.“ Der Feuerwehrverein ist auch in die Organisation des Beetzer Erntedankfestes involviert. „Das fand ja vorher auf dem Acker neben meinem Grundstück statt.“ Inzwischen wird es direkt an der Beetzer Kirche gefeiert. „Es gibt ja Leute, die sagen: Wie kannst du mit der Kirche zusammenarbeiten? Ich bin der Letzte, der einen kirchlichen Glauben hat. Aber ich verstehe mich gut mit dem Pfarrer. Und es geht ja darum, zu einem Erfolg zu kommen. Welche Meinung dahinter steht, ist dann eigentlich egal.“ Wichtig sei, etwas für die Gesellschaft zu tun. „Das ist eine Motivation für mich.“

Holger Reinitz stammt eigentlich aus Rheinsberg (Kreis Ostprignitz-Ruppin). Später lebte er einige Zeit südlich von Berlin. Er wurde Lehrer, wechselte dann nach Neuruppin, ging dort an das „Haus der jungen Forscher“. 1982 zog er mit seiner Frau nach Sommerfeld. Rund um die Wende engagierte er sich als Gemeindevertreter. Nach dem Zusammenschluss mit Kremmen reichten aber die Wählerstimmen für eine Teilnahme am Stadtparlament oder Ortsbeirat nicht mehr aus. Er nimmt es gelassen.

Zuletzt arbeitete er als Mathematik- und Physiklehrer an der Mühlenbecker Käthe-Kollwitz-Gesamtschule. Seit Februar dieses Jahres ist er Rentner. Im Schulförderverein ist er aber auch immer noch aktiv. „Tja, Rente. Ich weiß nicht, wie ich es früher geschafft habe, noch zur Schule zu gehen“, sagt er über seine vielen Aktivitäten und schmunzelt wieder. Aber inzwischen ist auch mehr Zeit für die Enkel da – und für seine Zuckertüten-Sammlung. Holger Reinitz sammelt die kleinen Tütchen, die man in Restaurants zu einem Kaffee dazu bekommt. Etwa 15 000  Exemplare davon hat er schon – allerdings kommt der Zucker weg, bevor er die Tüten einsortiert.

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RTelenovela

Musik_Countdown_40

Mittwoch, den 20. Juni 2018
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Auf Facebook läuft schon seit gut drei Monaten mein “MUSIK_COUNTDOWN_40”. Ich werde sehr bald 40, und da kann man ja mal schauen, welche Musik mich eigentlich in den vergangenen vier Jahrzehnten irgendwie geprägt hat. Hinter dem Countdown verbirgt sich keine Hitparade, bei der am Ende die Nummer 1 steht. Es ist eine Liste mit derzeit rund 190 Songs, die mir aus verschiedenen Gründen wichtig sind – oder die einfach nur gut sind.

Es sind Popnummern dabei, ein bisschen Rock, auch Schlager und sogar Klassik. Die Bandbreite ist sehr breit. Coldplay ist ebenso dabei wie Herbert Grönemeyer oder das Barbie Girl. Underworld, Moby und massive Attack – und eben auch viele mehr.

Ein Blick auf die YouTube-Liste “Musik – All Time” könnte sich lohnen. Schaut doch einfach mal rein!

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RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Queen und Adam Lambert in Berlin

Mittwoch, den 20. Juni 2018
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DI 19.06.2018 | Berlin, Mercedes-Benz-Arena

Als Freddie Mercury im November 1991 an Aids gestorben ist, da starb auch Queen. Mit dieser Band hat Mercury gute 20 Jahre lang Maßstäbe gesetzt. Songs wie “We will rock you”, “We are the Champions”, “Somebody to love” oder “Bohemian Rhapsody” haben sich ins Gedächtnis vieler Menschen eingeprägt.
Eine Band ohne ihren charismatischen Sänger – das funktioniert nicht, und natürlich war auch für Queen das Ende besiegelt.

Dass die legendären Musiker am Dienstagabend dennoch in der Berliner Mercedes-Benz-Arena auftreten konnten, lag an Adam Lambert. Seit sechs Jahren ist er immer mal wieder mit Queen auf Tour und steht an Freddie Mercurys Stelle.
Klar, er weiß, dass er ihn nicht ersetzen kann. Und das will er auch gar nicht. Sein Ziel sei es, an ihn zu erinnern, ihn mit dem Konzert zu feiern, sagte er. Und deshalb waren auch die vielen Menschen in die Halle gekommen.

Der Beginn war allerdings noch ein bisschen zögerlich – zumindest bestand der Auftakt aus Songs, die ich seltsamerweise gar nicht kenne. Aber dann kamen nach und nach alle großen Queen-Kracher.
Adam Lambert macht Mercury nicht nach. Die Songs sind weiter klar erkennbar – aber Lambert drückt ihnen hier und da seinen Stempel auf. Das ist gut so.
An mehreren Stellen kommt dann aber doch auch Freddie vor. Auf der großen Leinwand taucht er plötzlich auf und beginnt mit dem Publikum ein Gesangswechselspiel. Auch bei der “Bohemian Rhapsody” gibt es einen Moment, wo Adam Labert für gut zwei Minuten Freddie die Bühne überlässt, und man sieht das bekannte Musikvideo zum Song.
Es ist eine gute Mischung aus konsequenter Erinnerung und Weiterführung. Die beiden verbliebenen Ur-Queen-Musiker bekommen zwischendurch umso mehr Applaus und Jubel.

Die Zugabe endet mit “We will rock you” und “We are the Champions” – und zu guter Letzt die Hymne auf die Queen. Die Fans sind überwiegend mit einem guten Gefühl nach Hause gegangen.

Hits: 62