Tagesarchiv für 6. Juni 2018

aRTikel

Resist to Exist: Festival findet statt – stand aber auf der Kippe

Mittwoch, den 6. Juni 2018
Tags: , , ,

Vom 3. bis 5. August findet in Kremmen wieder das Punkfestival „Resist to Exist“ statt. Spätestens nach dieser Auflage müssen sich die Veranstalter aber über einen Bebauungsplan für die Festwiese Gedanken machen.

MAZ-online Oberhavel, 5.6.2018

Flatow.
Zum dritten Mal findet Anfang August in Kremmen das Punk-Festival „Resist to Exist“ statt. Das war in den vergangenen Wochen nicht sicher, zwischenzeitlich stand es auf der Kippe. „Aufgrund der Tatsache, dass das Festival nun offensichtlich regelmäßig, nämlich jährlich stattfinden soll, bedarf es einer Baugenehmigung“, sagte Irina Schmidt, die Pressesprecherin im Landratsamt, am Dienstag. Dafür wiederum müsse ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Warum dies erst jetzt ein Thema sei, beantwortet Irina Schmidt so: „Da bisher nicht klar war, ob das Festival eine regelmäßig wiederkehrende Veranstaltung ist, hat sich die Frage der Genehmigungsfähigkeit bislang nicht gestellt.“ Allerdings hatte der Veranstalter bereits im vergangenen Jahr verkündet, die Wiese auch in den nächsten Jahren mieten zu wollen. Dafür ist auch im Sommer 2017 ein entsprechender Vertrag mit dem Besitzer der Flächen abgeschlossen worden.

Am 30. Mai gab es ein Treffen mit Vertretern der Bauaufsichtsbehörde und den Festivalorganisatoren im Oranienburger Landratsamt. Ergebnis: In diesem Jahr kann „Resist to Exist“ stattfinden. Die untere Bauaufsichtsbehörde gehe in diesem Jahr „unter Zurückstellung erheblicher Bedenken von einer Baugenehmigungsfreiheit aus“, so Irina Schmidt. „Während des Gesprächs wurde aber unmissverständlich darauf hingewiesen, dass zur Durchführung des Festivals im nächsten Jahr eine Baugenehmigung erforderlich sein wird. Es müsste also unverzüglich mit der Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans begonnen werden.“
Im Verlaufe des Gesprächs habe sich zudem herausgestellt, dass all diese Informationen für die Veranstalter nicht neu waren, so Irina Schmidt. Auch in Berlin, wo das Festival in den Jahren zuvor stattfand, bedurfte es – den Angaben der Veranstalter zufolge – zu seiner Durchführung stets einer Baugenehmigung. Auch sei den Veranstaltern bewusst gewesen, dass sich eine Baugenehmigungspflicht erst dann ergebe, wenn die Veranstaltung mit einer gewissen Regelmäßigkeit stattfinde.

Dass ein Bebauungsplan aufgestellt werde, müsse vom Veranstalter ausgehen, sagte Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) am Dienstag. Danach müssten die Stadtverordneten darüber sprechen. Er stellte klar, dass er sich nicht gegen das Festival in Kremmen gewehrt habe. Allerdings frage er sich, ob das Event für Kremmen einen wirtschaftlichen Nutzen habe. Er sehe den nicht. „Aber viele freut es“, sagte der Bürgermeister außerdem. Und wenn sich die Festivalbesucher vernünftig verhalten würden, dann sei das Event für Kremmen kein Problem.
Tatsächlich gab es im vergangenen Jahr kaum Schwierigkeiten. 2500 Besucher kamen zum Festival. Einige Anwohner beschwerten sich über vermehrten Müll oder Lärm. Probleme gab es zwischenzeitlich im örtlichen Supermarkt mit den Pfandautomaten.

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: ZDF-MoMa-Café

Mittwoch, den 6. Juni 2018
Tags: ,

MO 04.06.2018 | Berlin, ZDF-Hauptstadtstudio

Ein Montagmorgen um 7.45 Uhr in Berlin-Mitte. Ziemlich früh für einen Ausflug. Aber wer ins “MoMa-Café” des ZDF möchte, der muss früh aufstehen.
Die letzte halbe Stunde des ZDF-Morgenmagazins findet öfter mal vor Publikum statt. In der großen Halle des Zollernhofes Unter den Linden ist dann das besagte MoMa-Café. Der Eintritt kostet nichts, man muss sich aber anmelden, denn der Platz ist begrenzt, etwa 90 Leute können teilnehmen.

Für die frühe Uhrzeit ist die Stimmung im Team sehr locker und entspannt. Wobei diese Leute natürlich schon sehr viel länger wach sind als wir. Anders als bei “Maybrit Illner” oder “aspekte” dürfen wir unsere Smartphones mitnehmen und auch Fotos machen – ohne Blitz natürlich.
Auf den Tischen stehen Gläser mit Saft oder Wasser, auch Café wird gebracht. Dazu gibt es Brötchen oder Bagles. Es darf also gemampft werden.
Es gibt eine kleine Einführung, eine Art Warm-Up. Aber sehr entspannt. Weder sollen wir Probe-applaudieren oder jubeln oder Wasweißich. Es reicht, wenn wir da sind und uns benehmen.

Und dann geht es auch schon los. Live auf Sendung kommen Dunja Hayali und Mitri Sirin aus dem Studio in die Café-Halle gelaufen. Sie machen ihre erste Ansage und geben dann an die Nachrichten in Mainz ab.
Das Gewusel während der Phasen, in denen berichte laufen, ist groß. Dunja Hayali will wissen, wo denn die aktuellen Zeitungen liegen. Zwischendurch gähnt sie einmal herzhaft. Sie unterhält sich mit Leuten im Publikum oder rennt zwischendurch auch mal raus. So müde, wie sie scheint, so munter ist sie auch.

Der israelische Botschafter Jeremy Issacharoff ist bei uns zu Gast, und es ist erstaunlich, dass dafür die Sicherheitsvorkehrungen relativ lasch sind. Zwar sind wir alle einmal kontrolliert worden, aber beispielsweise von der Talkshow “Maybrit Illner” sind wir da ganz anderes gewohnt – inklusive Ausweis zeigen und vorher Namen angeben.
Das Gespräch von Dunja Hayali mit dem Botschafter findet an einem der Gästetische statt – die mussten ihre Plätze für diese Zeit räumen. In Windeseile ist das noch nicht ganz verspeiste Frühstück eingesammelt worden.
Am Ende trat noch der Musiker Drangsal mit seiner Band auf. Allerdings fand dieser Auftritt natürlich eher für das Fernsehen statt – die Akustik vor Ort war eher gruselig. Die Stimme des Sängers war kaum zu hören. Dabei ist “Turmbau zu Babel” ein toller Song, der irgendwie ein bisschen an die Neue Deutsche Welle erinnert.

Alles geht ganz schnell, nach 30 Minuten ist die Show vorbei, wer möchte kann mit den Moderatoren schnell noch Fotos und Small Talk machen. So dicht kommt man ja sonst nicht an diese Leute ran…

ORA aktuell

Axel Drecoll leitet Gedenkstätte Sachsenhausen

Mittwoch, den 6. Juni 2018

Der Historiker Axel Drecoll hat die Nachfolge von Günter Morsch als Leiter der Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg angetreten. Gleichzeitig ist er neuer Leiter der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten.
Der Münchner wolle insbesondere rassistischen Tendenzen entgegentreten. Die Arbeit mit Jugendlichen sei ihm sehr wichtig. Der Tendenz zum Tabubruch sei entgegenzutreten.

RTelenovela

Maltes Spargel

Mittwoch, den 6. Juni 2018
Tags: , ,

Kremmen ist in aller Munde. Zumindest bei immer mehr Leuten. Und auch bei immer mehr Hauptstadtpromis scheinen an Maltes Spargel Gefallen zu finden.
Das Café Einstein an der Straße Unter den Linden in Berlin-Mitte gehört zu den bekannten In-Locations. Dort treffen sich Hauptstadtjournalisten mit Politikern, um wichtige Dinge zu bereden. Oder ein Schauspieler döst an einem der Tische.
Unseren morgendlichen Berlin-Besuch nutzten wir auch für ein kleines Frühstück – am Einstein. Der Kellner drückte uns die Karte in die Hand, und schon stach mir ein handbeschriebener Zettel ins Auge. Die Spargelkarte. Überschrift: Maltes Kremmener Spargel.

Dass der Spargel aus Kremmen immer weitere Kreise ziehen, weiß ich. Dass aber Geschäftsführer Malte Voigts zur Werbemarke aufgebaut wird, das ist mir neu. Vielleicht ist Kremmen für die Berlin-Promis ja (noch) zu uncool – aber “Maltes Spargel”, da will man doch schon noch wissen, wer diese Malte ist und ob sein Spargel sehens- und schmeckenswert ist.

RTZapper

105’5 Spreeradio Verkehr

Mittwoch, den 6. Juni 2018
Tags: , ,

MO 04.06.2018 | 7.14 Uhr | 105’5 Spreeradio

Wer morgens mit dem Autos unterwegs ist, der ist meistens auf den Verkehrsservice im Radio angewiesen. Gibt’s auf meiner Strecke Stau? Einen Unfall? Eine plötzliche Baustelle?
Kein Wunder, dass sich die Radiosender mit ihren Morningsshows in ihrem Ehrgeiz darin überbieten wollen, den besten Verkehrsservice zu bieten.
Da gibt es mehrere Möglichkeiten: Entweder habe ich den Anspruch, alles zu vermelden, was relevant ist. Oder ich habe einen Hubschrauber. Bei 105’5 Spreeradio haben sie sich für Letzteres entschieden.

Montagmorgen. Moderator Jochen Trus ruft den Reporter im Verkehrshubschrauber. Der ist gerade über dem Süden Berlins unterwegs und berichtet, dass auf der Autobahn ein Stau ist. Zu verstehen ist er kaum, denn der Hubschrauber ist laut, sein Mikrofon eher mau. Das klingt wie in billigen Sketchcomedys, in denen Flugzeugpilot irgendwelche Ansagen vernuscheln.
Vielleicht ist die miese Tonqualität auch der Grund, warum man den Hörern vom Spreeradio keinen umfassenden Service zumuten will. Denn der Mann im Hubschrauber erzählt nur, was er in diesem Moment sieht. Wenn es am anderen Ende der Stadt einen Unfall mit Megastau gibt – bei Spreeradio erfährt man es scheinbar nur, wenn der Pilot mit seiner Maschine zufällig auch hingeflogen ist.

Kaum zu verstehen und pure Augenzeigenberichte. Unter einem guten Verkehrsservice verstehe ich was anderes. Und wenn der Servicemann dafür im Studio sitzt und mehr erzählen kann, dann ist mir das lieber als ein Hubschrauber in der Luft. Oder eben die Morningshow eines anderes Senders.