Tagesarchiv für 17. Mai 2018

RTZapper

Sarah – Zurück zu mir

Donnerstag, den 17. Mai 2018
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MI 16.05.2018 | 22.15 Uhr | RTL II

Eines muss man den Leuten von RTL II ja lassen: Sie sind ihren Trashstars treu. Wir haben erlebt, wie sich Sarah Lombardi in ihren Pietro verliebt hat. Wie sie verreisten. Wie sie schwanger wurde. Ihr Kind bekam. Sich mit Pietro zoffte. Sich von ihm trennte. Wie sie dolle traurig war. Aber immer an ihrer Seite: RTL II. Wo andere sagen: Lasst mich in Ruhe, da dreht Sarah erst richtig auf.

Mittwochs zeigt RTL II nun die Dokureihe “Sarah – Zurück zu mir”. In der sehr spannenden Folge in dieser Woche reiste Sarah nach Nashville, um dort in einer Bar aufzutreten. Sie war schon ganz aufgeregt, und ich natürlich mit, weil es ja so was ganz Besonderes ist, da aufzutreten, wo angeblich schon Johnny Cash spielte. Damit es aber spannend bleibt, muss der kleine Alessio, den wir ja nun schon seit dem Schlüpfen begleiten dürfen, erst mal zum Friseur. Hui! Papa Pietro besteht nämlich auf einen guten Haarschnitt, und es war sehr packend zu sehen, wie der kleine Junge frisiert worden ist.

Aber dann, der Schock: Die Band hat noch nicht zugesagt. Die Sarah war ganz nervös, und ich als Zuschauer natürlich auch, weil es natürlich extrem spannend ist, zu sehen, ob es Sarah Lomdingsda doch noch gelingt, in diesem Club aufzutreten.
Um es nicht ganz so spannend zu machen: Sie trat auf, mit einem Whisney-Houston-Song. Aber natürlich wurde es wieder sehr aufregend, immerhin war es ja Sarahs erster Auftritt in den USA, und sie hatte Angst, ihn zu versemmeln. Die Spannung war kaum noch auszuhalten – wer braucht da noch diese Rumpelserien auf Netflix, wenn RTL II so ein Premiumfernsehen bietet?

Sarah trat auf, sang den Song, und alle waren begeistert. Du warst so toll! Ja, ich war so toll! Natürlich. Weil es ja auch so, ähm… Irgendwie wirkte das Ganze wie eine Karaokebar irgendwo auf dem deutschen Land. War aber trotzdem ganz dolle aufregend.

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RTelenovela

Pinkelpause auf der Landesstraße

Donnerstag, den 17. Mai 2018
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Mit öffentlichen Toiletten ist das ja immer so eine Sache. Viele benutzen sie ungern, weil sie manchmal (oft?) ein wenig schmuddelig sind. Und überhaupt ist es ja zu Hause am, sagen wir mal: gemütlichsten.
Manchmal sind öffentliche Toiletten aber allein schon wegen des Ortes, wegen der aufregenden Location spannend. Und da habe ich den ultimativen Tipp: Neuerdings steht am Ortsrand von Bötzow eine mobile Pipibox direkt an oder eher auf der Landesstraße.
Wer aus der momentan Sackgasse in Bötzow-Ausbau über die Bahnbrücke Richtung Ortskern fährt, wird direkt hinter der Brücke am Straßenrand auf ein Klo treffen.

Das Häuschen direkt direkt neben der weißen Straßenbegrenzungslinie, und wer eventuell einen Tick zu weit rechts fährt, donnert direkt gegen die Toilette. Ein, nun ja, mutiger Standort. Da bekommt der Spruch “Ich glaub, mich streift ein Bus” gleich eine ganz neue Bedeutung, denn ein bisschen Nervenkitzel ist bestimmt dabei, wenn man dort auf dem Lokus hockt und sich aus der Ferne ein Motor-Geräusch nähert. Wenn man das Häuschen verlässt, ist man dann vermutlich doppelt erleichtert, dass alles gut gegangen ist.

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RTZapper

live nach neun

Donnerstag, den 17. Mai 2018
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DI 15.05.2018 | 9.05 Uhr | Das Erste

Beim ZDF war man schwer begeistert. Dort läuft seit 1999 immer ab kurz nach neun das Magazin “Volle Kanne”. Ein bisschen Service, Gespräche und Gäste. Seit Montag hat nun Das Erste ein total neues Magazin am Start: “live nach neun”. Ein bisschen Service, Gespräche und… na ja, also eigentlich das, was beim ZDF seit zwei Jahrzehnten relativ erfolgreich läuft. Zeitgleich. Wieder mal musste sich die ARD – sicherlich zu recht – vorwerfen lassen, sich mit ähnlichen Programmen Konkurrenz zu machen.

Doch beim ZDF kann man aufatmen. Denn leider hat man beim verantwortlichen WDR vergessen, sich ein Konzept zu überlegen. An den Moderatoren Isabell Varell und Tim Schreder liegt das allerdings nicht. In den beiden bisherigen Ausgaben am Montag und Dienstag waren sie eigentlich ganz locker und sympathisch. Sie unterhalten sich. Sie plaudern miteinander. Was sie so denken zu bestimmten Themen, oder was der Tim auf dem Weg zur Arbeit auf der Autobahn erlebt hat. Zwischendurch stellen sie immer mal wieder fest, dass sie die Themen, die sie besprechen sollen, eigentlich gar nicht so interessieren. Fußball zum Beispiel, finden sie eher doof.
Minutenlang sitzen sie da, reden und reden. Ansonsten passiert: nichts. Irgendwann werden mal WhatsApp-Kommentare vorgelesen. Später gibt’s mal eine Schalte an einen Ort, wo so was Spannendes wie Bundesjugendspiele stattfinden.

Aus diesem Nichts eine ganze Sendung für die ARD zu stricken, ist mutig – ist ja immerhin keine billige Youtube-Show. Und manchmal können einem die Moderatoren ein bisschen Leid tun. Übrigens auch der Mensch, der mit wackliger Handkamera durchs Studio rennen muss, und sich damit an die schönen VIVA-Zeiten in den 90ern erinnert. Oder wenn Tim Schreder irgendwo hinten im Studio eine Schalte ankündigt, die Kamera aber leider ganz woanders steht und nicht ranzoomen kann.
Momentan wirkt “live nach neun” wie “Runterkommen nach dem Frühstücksfernsehen”. Oder wie: “Nach Neun noch mal ein Nickerchen machen”. Das Magazin muss dringend aufgepeppt und mit Inhalten gefüllt werden.

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