Tagesarchiv für 13. Mai 2018

KeineWochenShow

#71 – Olá de Lisboa!

Sonntag, den 13. Mai 2018
Tags: ,

Der Eurovision Song Contest 2018 ist Geschichte, und zum Abschluss der ESC-Woche gibt es unser Special aus Lissabon.
MetalMewes sitzt diesmal alleine im Studio und hält dort die Stellung, ich berichte diesmal aus der portugiesischen Hauptstadt.

Es gibt Berichte aus dem Eurovision-Village auf dem Praca do Comercio, aus der Alfama und aus der Altice-Arena, wo die Eurovision Song Contest veranstaltet worden ist.
Wir zeigen euch, wie eng es teilweise in der berühmten Altstadt ist, was im Eurovision-Village so los ist und wie die Stimmung in der Altice-Arena war.

Natürlich geht es auch um andere Themen – um einen angekündigten Serientod in der “Lindenstraße”, um Fußball, und ein Bier gibt es natürlich auch wieder!
Das alles in KeineWochenShow #71 auf YouTube!

RTZapper

Eurovision Song Contest 2018

Sonntag, den 13. Mai 2018
Tags: , , ,

SA 12.05.2018 | 21.00 Uhr | Das Erste

Huch, was ist denn da passiert? Vierter Platz für Deutschland beim Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon! Und das, obwohl uns doch keiner leiden kann, und nur deshalb immer unsere hervorragenden Musikbeiträge ignoriert werden.
Entweder hat Europa umgedacht und haben alle anderen Deutschland plötzlich doch wieder ganz dolle lieb – oder es geht dann doch nur schlicht und einfach darum, ob wir gute Musik und eine gute Show abliefern. Und deshalb können wir Michael Schulte auch dafür dankbar sein, dass das depressive Geblubber über das ESC-Voting in diesem Jahr hoffentlich ausfällt.
In diesem Jahr haben die Deutschen viel richtig gemacht. Der Song war gut, und er wurde noch besser durch eine eindringliche Bühnenshow.

Es war ein kurzweiliger und am Ende vor allem spannender Abend. Israel wird Ausrichter des ESC 2019, nachdem Netta mit “Toy” überzeugen konnte. Und das nicht wegen der #metoo-Debatte, sondern weil der Beitrag außergewöhnlich war, Netta auffallend gut und der Refrain durchaus eingängig ist.
Als absolute Überraschung erwies sich jedoch Cesár Sampson aus Österreich, der nach dem Juryvoting auf Platz 1 stand und am Ende auf dem 3. Platz landete. Und auch dies wieder, weil Österreich mit einem guten Song vertreten war – irgendwelche politischen Dinge spielten da einfach mal keine Rolle.

Erneut gab es jedoch einen Störer – er stürmte auf die Bühne, entriss Suri aus Großbritannien ihr Mikro und brüllte etwas über Nazis, während er schon abgeführt worden ist. Auch 2017 gab es einen Zwischenfall. Spannend daran war auch: Auf die Musik hatte der Zwischenfall keinen echten Einfluss – das Playback lief eh weiter, und das beinhaltete auch diverse Tonspuren der Sängerin. Was zeigt, dass zwar weiterhin live gesungen wird, aber zum Beispiel Suri stimmlich stark durch ihr Playback unterstützt wird. Ebenso wie auch Benjamin Ingrosso aus Schweden.

Ein erhabener Moment: Vorjahresgewinner Salvador Sobral trat im Pausenprogramm erneut mit einer wundervollen Ballade auf und sah nach seiner überstandenen Herz-Operation sehr viel besser aus als 2017.

Immer wieder ärgerlich: Die langweiligen und ewig nöligen Kommentare von Peter Urban. Gibt es wirklich niemanden in Deutschland, der das ein wenig lockerer machen kann? Texte vorlesen und öde witze machen kann jemand anderes bestimmt besser.

Aber ansonsten: Nie war der Eurovision Song Contest so gut. Man muss sich nur mal die Show aus den mittleren 90ern ansehen – lahm! Viele Musikstile kamen in den gut zwei Stunden zum Zuge – von der Ballade, über den Popsong, Metal und Oper war alles dabei. Echte Totalausfälle blieben aus – was man natürlich auch langweilig finden kann. Auch die hinterher geschobene Verkündung der Publikumspunkte erweist sich als großer Gewinn, weil die Spannung bis zum Schluss anhält.
Der Abend zeigte aber auch einmal mehr: Dieser Eurovision Song Contest ist genial! Weil an diesem Sonnabend 43 Nationen in Europa und darüber hinaus zusammenkommen, um gemeinsam die Musik zu feiern. Das ist unbedingt zu bewahren – und Deutschland wäre gut beraten, nur darauf zu schauen, ob man gewinnt oder nicht. Der ESC ist auch sehenswert, wenn Deutschland nicht gewinnt.

RTZapper

Countdown für Lissabon

Sonntag, den 13. Mai 2018
Tags: ,

SA 12.05.2018 | 20.15 Uhr | Das Erste

In Lissabon hatte die ARD ein Fernsehteam vor Ort, das jeden Tag über den Eurovision Song Contest berichtete – auf Youtube und anderen Internetseiten. Aber nicht im Ersten.
Wenn dort der “Countdown für Lissabon” eingeleitet wird, dann sendet Das Erste eine Musikshow von der Hamburger Reeperbahn – und scheinbar will man sich davon nicht abbringen lassen.
Viel spannender wäre eine Rundum-Berichterstattung vom Ort des Geschehens. Vorberichte, Interviews, Musikclips – und nach der großen Live-Show Analysen und mehr.
Stattdessen also also die öde Sause von der Reeperbahn, moderiert von Barbara Schöneberger.

Der “Countdown für Lissabon” scheint nur dafür da zu sein, die Jury zu pushen. Jedes Jahr gibt es eine Fachjury, die die Songs beim ESC bewertet. Diesmal gehörten dazu Mary Roos, Mike Singer, Max Giesinger und Lotte.
Als Dank durften all diese Musiker dann in der ARD live auftreten und ihre aktuellen Projekte vorstellen. Reine PR. Und diesmal mischte selbst Barbara Schöneberger mit: Sie sagte irgendwann sich selbst an und sang ebenfalls ein Lied. Ihr neues Album war nämlich am Vortag erschienen.
Das hatte alles einen extrem faden Beigeschmack. Wenn der Countdown für den Eurovision Song Contest zur reinen PR-Abspielstation dient, dann kann man das gleich sein lassen.

RTelenovela

Portugal (21): Ryanair

Sonntag, den 13. Mai 2018
Tags: ,

(20) -> 12.5.2018

Es heißt Abschied nehmen von Lissabon. Fünf Tage sind viel zu kurz – gar nicht mal, um die Stadt zu erkunden. Aber um die Stadt zu genießen. Als wir am Donnerstag über den Rossio, einen der großen Plätze in der Stadt, laufen, da fällt es mir mal wieder auf: Ich möchte mich dort am liebsten treiben lassen. Spazieren ohne Ziel, einfach mal irgendwo hinsetzen und gucken. Dazu gibt es in Lissabon sehr viel Orte, wo man das machen kann, nicht nur in der Alfama.

Wenn man in einer größeren Gruppe in Lissabon unterwegs ist, dann lohnt es sich finanziell, mit dem Taxi zu fahren. Allerdings sind die Preisunterschiede schon auffallend. Ein Großraumtaxi bekommt zum Fahrpreis noch einen Aufschlag. So zahlten wir zu sechst auf der Tour vom Flughafen in die Alfama 18 Euro. Auf der Rücktour nur etwa 12 Euro. Auch die Hintour zur Altice-Arena war teurer als die Rücktour, obwohl da schon der Nachtzuschlag galt.
Auch sollte man sich dran gewöhnen, dass die Taxifahrer zügig unterwegs sind. Steht da ein 30er-Schild, erkennen sie es als Einladung mit 90 durchzuheizen. Also: festhalten!

Mit Ryanair ging es schließlich von Lissabon zurück nach Schönefeld. Ryanair ist vermutlich die Fluggesellschaft mit dem schlechtesten Ruf in Europa, und das nicht ganz zu unrecht.
Der Flug verspätete sich. Was eine Frau veranlasste, ihrem Mann mitzuteilen, dass sie nie wieder mit dieser Linie fliegen würde, denn das sei ja alles unverschämt. Dabei waren da gerade mal 20 Minuten Verspätung angekündigt, und das fand ich dann doch albern.
Daraus wurden dann 55. Na ja.
Bei Ryanair stehen die Sitze so eng, dass der Gang so schmal ist, dass nicht mal der Getränkewagen durch kommt, ohne die am Rand sitzenden ständig zu touchieren. Auch das umherrasende Personal hatte ich ständig an der Jacke, was auf die Dauer unangenehm ist. Platz für eine Ablage an der Lehne des Vordermanns ist auch nicht mehr – wegrationalisiert. Was man dabei hat, muss man auf dem Schoß lagern. Alles sehr unerfreulich – aber nun mal billig.

Relativ sanft hoben wir ab und verließen Lissabon und Portugal. Ich würde mal sagen: Wir kommen wieder.