Tagesarchiv für 11. Mai 2018

RTZapper

Eurovision Song Contest 2018: 43 Videos für Portugal

Freitag, den 11. Mai 2018
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MI 09.05.2018 | 21.45 Uhr | one

Wie wäre es denn mal damit: Einen Extrapreis für das beste Musikvideo beim Eurovision Song Contest?
Am Mittwochabend zeigte one die 43 Preview-Videoclips aller Länder, die am Eurovision Song Contest 2018 teilnehmen. Ein Blick in die vielen kleinen Filme lohnt sich – denn oft sind gravierende Unterschiede zu den Live-Auftritten zu bemerken.

Der Clip von Italien, “Non Mi Avete Fatto Niente”, handelt beispielsweise vom Schicksal der Kinder in den Kriegen und im Terror dieser Welt. Das ist eindrücklich, zumal verschiedene Gedanken in zig Sprachen am Bildrand zu lesen sind. Dieses Werk könnte den Preis für den besten Clip bekommen.
Wir sich in der Probe zur Show zeigte, legt dagegen Schweden mit Benjamin Ingrosso live einen wesentlich cooleren Auftritt hin als im Video, wo er eine ziemlich dämliche Brille auf hat.

Der Clip von Österreich, in dem Cesár Sampson durch einen Schneewald stapft, wirkt dynamisch, es ist ein toller Song mit tollem Video. Auf der ESC-Bühne in Lissabon wirkte das schon ganz anders, und der Song iel ab, weil die Umsetzung in der Show längst nicht so gut gelungen war.

Die “43 Videos für Portugal” bei one waren deshalb ein etwas anderer Einblick in den ESC. Vielleicht wäre da ein Extra-Videopreis mal eine gute Sache!

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Eurovision Song Contest 2018: 2. Halbfinale – Juryshow

Freitag, den 11. Mai 2018
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MI 09.05.2018 | Lissabon, Altice-Arena

Alexander Rybak aus Norwegen hat es nicht ins Finale des Eurovision Song Contests 2018 in Lissabon geschafft. Er ist im 2. Halbfinale ausgeschrieben.
Also, fiktiv.
Denn am Mittwoch handelte es sich nur um eine Probe.

In Lissabon in Portugal herrscht ESC-Fieber. Zumindest in der ESC-Community. Am Flughafen hängt eine ESC-Fahne. Auf dem Praca do Comercio ist das Eurovision-Village. Und überall in der Stadt sind die Fans zu sehen, die sich in den verschiedensten Sprachen unterhalten.
Die Shows finden in der Altice-Arena auf dem ehemaligen Expo-98-Gelände statt. Am Mittwoch ging 2. Halbfinale über die Bühne – als Generalprobe. Allerdings ist die wichtig, denn in diesem Durchlauf entscheidet die Jury, wer wie viele Punkte bekommt. Geht was schief beim Auftritt, könnte es sein, dass die Jury eine schlechte Bewertung, obwohl die Performance in der eigentlichen Live-Show am Tag danach gut ist.

Wir sitzen direkt hinter dem Greenroom, der weder ein Raum, noch grün ist. Dort sitzen die Künstler vor und nach ihrem Auftritt.
Auf die Sekunde genau um 20 Uhr Ortszeit geht es los – mit demselben Trailer mit Portugal-PR wie am Vortag.

Vor Ort ist es spannend zu sehen, wie in Windeseile die Bühne umgebaut wird. Es gibt nur eine Bühne, und während links die Requisiten eines Auftritts rausgeschoben werden, kommen schon die des nächsten Auftritts. Es sind nur wenige Sekunden Zeit, und alles klappt wie am Schürchen.
Besagter Alexander Rybak wird vom Publikum bejubelt, immerhin war er 2009 schon mal dabei – und gewann. Ob er das wiederholen kann, wird sich zeigen. Ungarn kommt mit hartem Metal, bei dem einen Hören und Sehen vergeht, Schweden legt einen viel cooleren Auftritt hin als im Musikvideo.

Ein Phänomen: Selbst Songs, die eigentlich eher lahm sind, nimmt man fußwippend mit. Man groovt sich ein, und letztlich dauern ja auch schlechte Nummer nur höchstens drei Minuten. 18 Songs gibt’s, und dass es langweilig wird, kann man nicht sagen.
Und eine Besonderheit gibt es: In der Live-Show am Donnerstag gibt es Ausschnitte zu sehen von drei der Big-5-Länder, die für das Finale gesetzt sind. Aufgezeichnet werden sie am Vortag – in unserer Show. So erleben wir Michael Schultes Probeauftritt für Deutschland live. Und der ist erfreulich gut geworden: Schulte steht vor einer Leinwand, in der Bilder, Wörter und Zeichnungen zu sehen sind. Das wirkt gut und kommt beim Publikum an. Werden wir etwa nicht Vorletzter oder Letzter?
Auch Italien bekommen wir so zu hören – meinen heimlichen Favoriten, der aber live leider nicht so gut funktioniert wie im Musikvideo. Frankreich dagegen kommt mit einem ohrschmeichelnden Liedchen daher.

Für die Verkündung der Länder, die im Finale auftreten werden, interessieren sich am Mittwoch nicht mehr so viele. Der Run auf die Ausgänge beginnt schon früh. Wer am Mittwoch vorn liegt, ist eh nur Fake. Die Verkündung der zehn Länder ist von vorn bis hinten ausgedacht. Deshalb kann Alexander Rybak auch noch hoffen, dass er mit Norwegen in der Live-Show doch noch genannt wird.

RTelenovela

Portugal (19): Belém

Freitag, den 11. Mai 2018
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(18) -> 9.5.2018

Fast wären wir gar nicht in den Lissaboner Stadtteil Belém gekommen. Eine große Parade auf der Hauptverkehrsstraße sorgte dafür, dass alles drumherum zusammenbrach. Wir steckten mit dem Bus im Stau fest. Nichts ging mehr – bis wir irgendwann doch eine Haltestelle erreichten, und wir dann einfach zu Fuß weitergingen. Als wir in Belém ankamen, war aber von der Parade schon gar nichts mehr zu sehen.
Außer vielleicht: Himmel und Menschen.

Vor zehn Jahren, im Januar 2008, waren wir schon mal in Belém. Das “Pasteis de Belém” ist ein berühmtes Café, in dem es die noch berühmteren Pasteis gibt. Man könnte sagen: eine Arte Blätterteig mit Pudding.
Ich gebe ja an dieser Stelle zu: Ich bin kein großer Fan der portugiesischen Küche und auch keiner der Backwaren. Alles sieht irgendwie fettig und/oder ölig aus. Und auch die Pasteis sehen irgendwie nicht so richtig lecker aus. Wenn man aber mal abbeißt, wird man merken: Die Dinger sind extrem lecker, und in Belém soll es die besten geben. Das ist sicher nicht nur ein Gerücht.
Dafür stehen die Leute auch sehr gern an, es ist unglaublich voll rund um das Café. Im Café selbst sieht es eher aus wie eine Bahnhofshalle – aber die Gebäckteilchen entschädigen dafür.