Tagesarchiv für 19. April 2018

ORA aktuell

Oberhavel TV verliert Sendelizenz

Donnerstag, den 19. April 2018
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Der in Oranienburg ansässige Lokalfernsehsender Oberhavel TV hat im Januar die Sendelizenz verloren, wie jetzt bekannt wurde. Geschäftsführerin Stefanie Kuß gilt als untergetaucht, ein Insolvenzverfahren gegen das Unternehmen läuft seit Anfang November, der Geschäftsbetrieb sei eingestellt, berichtet der Oranienburger Generalanzeiger.

Laut Medienanstalt Berlin-Brandenburg stehe die Lizenz zur Verfügung, Interessenten können sich für das Sendegebiet bewerben, so heißt es weiter.

RT liest

Georg Uecker: Ich mach dann mal weiter!

Donnerstag, den 19. April 2018
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Es ist eine schlimme Geschichte. Am Fastnachtsdienstag 1993 ändert sich das Leben des Schauspielers Georg Uecker dramatisch. Er bekommt zwei Diagnosen: erstens ein Tumor im Lymphsystem, zweitens HIV-positiv.
Für Uecker stehen furchtbare Monate bevor, mit Bestrahlung, schweren Schmerzen und Depressionen.

Das ist der Aufhänger für Georg Ueckers Biografie. Vielleicht sieht er selbst das gar nicht so, der Fischer-Verlag aber definitiv. Um nichts anderes drehen sich die Klappentexte – aber auch von so gut wie nichts anderes handelten die vielen Fernseh- und Radioauftritte, die er rund um die Bucherscheinung absolvierte.
Das Problem: Sehr viel mehr als das, was Uecker sowieso schon überall erzählt hat, erfährt man im Buch nicht. Das zweite Problem: Die Story, die der Verlag so pusht, beginnt auf Seite 200 von 268.

Georg Uecker kennt man vor allem seit 1986 als Darsteller des Carsten Flöter in der “Lindenstraße”. Außerdem war er Spielleiter in der “Schillerstraße” und Produzent von “Kaffeeklatsch” und “Blond am Freitag”. Außerdem ist er Eurovision-Song-Contest-Experte.

Die Biografie von Georg Uecker ist seltsam oberflächlich und verhuscht. Es fehlt an einer konkreten Idee, an einem Konzept, wovon er eigentlich erzählen will. Und so streift er irgendwie alles kurz an. Aber er streift eben nur, und das kurz.
Ohne ihm zu nahe treten zu wollen, aber seine Jugend war nicht besonders aufregend. Spannend sind seine ersten Engagements, sein “Lindenstraße”-Leben, sein Leben als Produzent. Und natürlich alles über seine schlimme Krankheit.
Aber all das wird nur angekratzt. Nichts geht in die Tiefe. Dafür gibt es manchmal seltsam überflüssige Einschübe, in denen Uecker kurz erklärt, was deutschland- oder weltpolitisch passierte. Oder was irgendwie irgendwo im Fernsehen lief – und teilweise sind ihm da auch Fehler unterlaufen.
Die Zeit, in der sich Uecker etwa 2007 plötzlich auch äußerlich sehr stark veränderte, wird im Buch als Randnotiz geschildert. Dabei wäre doch zum Beispiel die Frage spannend gewesen, ob es einen Zusammenhang zur “Lindenstraße”-Story gibt, als sich auch seine Figur Carsten Flöter zugrunde richtet. Immerhin sah Uecker zwischenzeitlich wirklich schlimm aus, und auch in der Serie trat er zwischenzeitlich kaum noch auf. Im Buch heißt es nur lapidar, ihm sei es super gegangen.
So zieht sich das durch das ganze Buch. Es bleiben viele Fragen offen. Eher Uninteressantes wurde nicht weggelassen zugunsten der spannenden Geschichten.
So ist “Ich mach dann mal weiter!” zumindest von Verlagsseite her sehr auf die Krankheit fokussiert. Das löst aber das Buch nicht ein. Nicht nur deshalb ziemlich enttäuschend und mau. Mit ein bisschen Tiefgang hätte Uecker garantiert mehr zu erzählen gehabt.

Georg Uecker: Ich mach dann mal weiter!
Fischer, 268 Seiten
4/10

ORA aktuell

Neuer Barber-Shop in Oranienburg

Donnerstag, den 19. April 2018
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In der Stralsunder Straße in Oranienburg hat ein neuer Barber-Shop eröffnet. Ramazan Tasci und sein Team kümmern sich um die Haar- und Bartmode der Männer. Tasci betreibt bereits in Berlin 14 Geschäfte.

RTelenovela

Ein Hoch auf die Technik (46): Der Auszug der Kassetten

Donnerstag, den 19. April 2018
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(45) -> 7.4.2018

Schon seit gut zwei Jahren ist es in meiner Wohnung technisch nicht mehr möglich, Kassetten abzuspielen. Als ich meine alte Stereoanlage noch hatte, konnte ich dort auch ab und zu mal die Bänder hören – aber selbst da war das nur noch selten der Fall.
Es war 1993, da hielt die CD bei mir Einzug, aber bis Anfang der 2000er stellte ich noch Mixtapes zusammen. Die CD wurde immer wichtiger, und selbst die ist längst abgelöst durch MP3, Streaming oder Youtube.

Kassetten sind also längst out – auch bei mir. Seltsamerweise hatten sie in meiner Wohnung bislang immer noch einen sehr prominenten Platz. Auf einem der Schränke standen sie, dazu noch zwei riesige Fächer voller alter Bänder.
Andererseits herrscht aber auch Platzmangel – und nicht nur wegen CDs und DVDs.
Nun flogen die Kassetten endgültig raus. Ab in den Keller. Vermutlich dauert es nun noch mal zehn Jahre, bis sie wirklich im Müll landen.
Sehr, sehr wenige Kassetten sind in der Wohnung geblieben – seltene Originale, die ich irgendwie mal digitalisieren will.