Tagesarchiv für 17. April 2018

RT liest

Lea-Lina Oppermann: Was wir dachten, was wir taten

Dienstag, den 17. April 2018

Klassenarbeit. Nervt. Aber da müssen jetzt alle durch. Vorne passt Herr Filler auf, dass alles mit rechten Dingen zugeht.
Bis ein Alarm ausgelöst wird. Amokalarm! Der Klassenraum wird verschlossen, keiner soll rein oder raus. Als aber ein Mädchen von außen klopft, öffnen sie die Tür – und erblicken eine maskierte Person.
Eine geladene Pistole. Panik. Angst. Alle haben sie Angst.
Die maskierte Person hat aber noch etwas dabei: zehn Umschläge. Zehn Aufgaben. Eine höllischer als die andere.

Die 1998 in Berlin geborene Lea-Lina Oppermann bekam für ihr Romandebüt “Was wir dachten, was wir taten” den Hans-im-Glück-Preis für Jugendliteratur.
Im Glück ist in ihrer Geschichte allerdings niemand so wirklich. Die Geschehnisse im Klassenzimmer werden aus drei verschiedenen Sichtweiten erzählt: von Fiona, Mark und dem Lehrer Herrn Filler. Sie alle schildern uns, was sie sehen, erleben mussten. Was die dachten, was sie taten.
Das ist extrem spannend. Durch die kurzen Kapitel, denen immer wieder die Erzähler wechseln, bekommt das Grauen eine Dynamik. Die Jugendlichen und ihr Lehrer erleben den Abgrund mit persönlichen Schicksalen, Offenlegungen und Demütigungen.
Geht unter die Haut.

Lea-Lina Oppermann: Was wir dachten, was wir taten
Beltz & Gelberg, 179 Seiten
8/10

RTelenovela

Schwimmen

Dienstag, den 17. April 2018
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Ja, doch, irgendwas muss man ja für seinen Körper tun. Für die Fitness. Für die Muskeln. Für das Wohlbefinden.
Eine Zeit lang war ich einmal in der Woche schwimmen, und vielleicht schaffe ich es ja, das wieder zu etablieren. Man muss nur wollen. Innerer Schweinehund.

Früher war alles preiswerter. Da konnte man als Saunabesucher in der Oranienburger Turm-Erlebniscity noch kostenlos das Sportbad mitbenutzen. Die Zeiten sind vorbei, jetzt sind 2 Euro Aufschlag fällig. Ärgerlich.

Als ich vor einigen Jahren mit dem Schwimmen angefangen habe, habe ich beim ersten Mal 350 Meter geschafft. Das sind siebenmal hin und her – am Ende hatte ich mich auf 650 Meter eingepegelt, also elfmal hin und her. Da möchte ich wieder hinkommen, denn das schaffe ich – inklusive umziehen – in einer Stunde.
Rein ins Wasser. Nebenan schwamm jemand, der natürlich viel schneller war als ich. Als ich gerade mal die ersten 25 Meter geschafft hatte, war er schon wieder am Startpunkt angelangt. Bald überholte er mich das erste und nicht das letzte Mal.
Ich biss mich durch. 50 Meter. 100. 150. 200. Es ging erstaunlich gut, allerdings merkte ich, dass ich schon ziemlich pumpen musste, der Atem ging fester. Kurze Pause nach 250 Metern, aber das reichte mir nicht.
Ich schaffte 400.
Nächstes mal werden es mehr.

RTZapper

Die Faisal Kawusi Show

Dienstag, den 17. April 2018
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FR 13.04.2018 | 22.35 Uhr | Sat.1

Faisal Kawusi ist fett. Aber so richtig.
Und, nein, das ist keine Beleidigung, es ist nicht mal unverschämt, das einfach mal so rauszuhauen.
Es ist nämlich das erste, was Faisal Kawusi am Freitagabend auf Sat.1 in seiner neuen Show “Die Faisal Kawusi Show” über sich zu erzählen hatte. Dass er ja so fett ist. Und wie das denn so ist. Und überhaupt.

Warum muss das eigentlich so sein? Möchte er damit irgendwelchen Beleidigungen entgegengehen, in dem er sich erst mal selbst beleidigt? Dabei ist eigentlich nichts unlustiger, wenn jemand nichts Besseres zu erzählen hat, als über die eigenen Unzulänglichkeiten zu sprechen.
Und damit wir auch noch genauer wissen, wovon er spricht, handelt dann auch noch der erste Einspieler davon, wie er oben ohne bei den Chippendales tanzt. Denn schließlich ist er ja fett, und darüber will er reden, und es sollen auch alle sehen.

Klar, kann er machen. Aber es macht noch lange keine gute Comedyshow aus. Wenn es die Idee ist, sich nur daran abzuarbeiten, schaltet man ganz schnell weg.
Deshalb wurde das ganze auch erträglicher und schmunzeliger, als Kawusi dann wirklich mal eine Idee hatte. Als afghanischer Reporter verkleidet, wollte er von Passanten in Spandau wissen, ob es dort schön genug für Flüchtlinge sei. Und mit Vanessa Mai tanzte er. In den Momenten der Show ging es darum, lustige Dinge zu tun – hätte er mal gleich von Anfang an so machen sollen.