Tagesarchiv für 14. April 2018

RT im Kino

A quiet Place

Samstag, den 14. April 2018

Pssst! Leise! Keinen Mucks dürfen sie von sich geben.
Auf der Erde haben sich furchterregende Gestalten breit gemacht. Sie werden allerdings erst dann gefährlich, wenn sie die Menschen akustisch wahrnehmen. Ein Schrei. Eine Flasche, die zu Boden fällt. Laute Geräusche, und wenig später ist man tot.
Eine Familie (u.a. Emily Blunt, John Krasinski, Noah Jupe) hat es bisher geschafft, diesen Kreaturen zu entkommen. Aber für welchen Preis?! Jede Lebensfreude ist dahin, leise müssen sie sein – kein Wort wird mehr gesprochen. Nur drüben am Wasserfall können sich Vater und Sohn mal austauschen, sich etwas sagen.
Noch ist kein Mittel gefunden worden, diesen Kreaturen etwas entgegen zu setzen. Immer wieder sind sie alle in großer Gefahr.

“A quiet Place” ist ein besonderer Horrorthriller. Die Stille, die über weite Strecken herrscht, macht beklommen. Jeder Lärm, den es gibt, könnte Folgen haben. Sind Filme solcher Art oft sehr laut, sehr krawallig, ist das hier ganz anders.
Das hat Vor- und Nachteile. Die ewige Stille, diese Langmut, sorgt irgendwie auch dafür, dass sich eine ganz seltsame Mischung aus Langeweile und Spannung einstellt. Einerseits ist der Film stellenweise nahezu unerträglich, weil es wirklich an den Nerven zehrt, wenn das Monster im Haus rumirrt und die Familie in Angst ist. Andererseits setzt aber auch immer wieder diese Langeweile ein, die auch mit dieser ewigen Stille zu tun hat.
Diesen Gegensatz schaffen Filme wahrlich nicht oft. Aber so ganz ist die Idee dieses Thrillers damit aber auch nicht aufgegangen.

A quiet Place
USA 2017, Regie: John Krasinski
Paramount, 90 Minuten, ab 16
6/10

RTZapper

ntv live: Mark Zuckerberg vor dem US-Kongress

Samstag, den 14. April 2018
Tags: ,

DI 10.04.2018 | 20.00 Uhr | ntv

Da sitzt er nun wie ein Schüler in einer mündlichen Prüfung. Schüchtern und mit den Augen klimpernd, und irgendwie war da auch ein bisschen Angst im Gesicht. Mark Zuckerberg, der Erfinder und Chef von Facebook, saß am Dienstag vor dem US-Kongress, um über den aktuellen Datenskandal Auskunft zu geben. Der Nachrichtensender ntv übertrug live.

Vieles ist merkwürdig an diesem Skandal. Eine Firma hat viele Millionen Kundendaten von Facebook bezogen, um Parteienreklame zu versenden. Das ist ärgerlich – aber wussten wir nicht alle, dass die Daten, die wir bei Facebook hinterlassen, irgendwie ausgewertet werden? Werden nicht schon immer Adressen vertickt – woher kommen sonst immer mal wieder die Reklamebriefe zu uns?

Dennoch kann man ja mal nachfragen, und ein Mitglied der Demokratischen Partei hakte ordentlich nach. Ob denn Mark Zuckerberg mal sagen könnte, in welchem Hotel er gestern Nacht war. Wollte er lieber nicht sagen. Mit wem denn der Mark gestern telefoniert habe. Wollte er lieber nicht sagen.
Datenschutz, ne?! Den findet der Mark irgendwie wichtig. Also, zumindest wenn es um ihn selber geht. Wer jedoch auf seine Plattform kommt, der hat gefälligst alles preiszugeben. Jeder soll sehen, wo er war, mit wem und ob es toll war. Und jeder soll auch sehen, wenn er oder sie auf Facebook irgendwo sich an einer Diskussion beteiligt. Alles total transparent.
Nur der Mark hat darauf keinen Bock. Merkwürdige Sache.