Tagesarchiv für 13. März 2018

RTZapper

Tatort: Im toten Winkel

Dienstag, den 13. März 2018
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SO 11.03.2018 | 20.15 Uhr | Das Erste

Sie können sich ihr Leben nicht mehr leisten.
Deshalb wollen sie lieber sterben, als anderen zur Last zu fallen.
Deshalb erstickt er seine Frau.
Deshalb nimmt er Tabletten und will sich ebenfalls umbringen.

11 Millionen Menschen sahen am Sonntagabend den “Tatort: Im toten Winkel” aus Bremen. Für die allermeisten Menschen wird es ein erschütternder Abend gewesen sein.
Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) müssen sich mit dem Alter beschäftigen, mit der Pflege für kranke Menschen, mit Pflegediensten, die auf Profite aus sind.
Ein ungewöhnlicher Kriminalfall, und einer, der unter die Haut geht.

Es ist ein Tabu, das die quotenträchtigste Krimireihe Deutschlands da aufgreift, und dafür kann man die Macher nur beglückwünschen. Denn sie nutzen die extrem hohe Reichweite vom “Tatort”, um dieses wichtige, kritische Thema aufzugreifen.
Wir sehen Menschen, die verzweifelt sind. Weil sie sich um ihre Partner oder um ihre Eltern kümmern müssen. Permanent. Und damit kaum klarkommen. Unfassbar überfordert sind. Psychisch und auch finanziell. Die am Kranksein verzweifeln. Die an der Pflege der Kranken verzweifeln. Es geht um die Macht der Pflegedienste, um viel Geld, das da fließt – mitunter in falsche Richtungen.

Wir müssen darüber reden. Vielleicht kann der “Tatort” eine neue Debatte anstoßen. Immerhin konnte er dieses Thema mindestens mal wieder ins Licht rücken. Und es sollte da so schnell auch nicht mehr raus.

ORA aktuell

Havelnews aus Oranienburg auf Platz 2

Dienstag, den 13. März 2018
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Auszeichnung für die “Havelnews”. Bei der Auszeichnung der besten Schülerzeitungen Brandenburgs ging ein 2. Platz im Bereich der Grundschulen nach Oranienburg. Das Team der Havelschule bekommt 300 Euro.
Die Übergabe der Preise und Urkunden fand am Montagvormittag m Potsdamer Landtag statt.

RTZapper

Krause kommt!: Michael Wendler

Dienstag, den 13. März 2018
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FR 09.03.2018 | 23.30 Uhr | SWR-Fernsehen

Der SWR hat neuerdings eine Immobilienshow im Programm. Blöderweise wussten die das aber selbst nicht – erst am Freitag um 23.30 Uhr könnten die das mitbekommen. Da hat nämlich der Wendler dem Krause sein Haus gezeigt.

“Krause kommt” heißt ein sehr schönes Format spätfreitagabends im SWR-Fernsehen. Pierre M. Krause besucht in der Sendung einen Prominenten in seiner Wohnung. Sie plaudern, besuchen Orte, die dem Promi wichtig sind, und Krause übernachtet dann auch bei dem Promi. Krause ist also quasi Gast in seiner eigenen Sendung.

Auch Schlagerstar Michael Wendler hat das SWR-Team in sein Haus gelassen. Er ist ein Anwesen in Dinslaken, einen alten Pferdehof. Der Wendler führte den Krause durchs Haus. Der große Flur, die schöne Küche, das herrliche Kaminzimmer, das Schwimmbad und der riesige Kraftraum. Muss man gesehen haben. Und gut, dass sich die SWR-Leute das alles mal ansehen konnten, denn der Wendler will die Klitsche nämlich verkaufen. Bis jetzt hat sich aber niemand gefunden – vielleicht ist das ja nach der SWR-Immobilenschau anders. Der Wendler lebt nun mit seiner Familie in den USA, in Dinslaken ist er eigentlich nur, wenn… ja, wenn der SWR kommt und sein Haus abfilmt.

Ziemlich berechnend, möchte man meinen. Aber vielleicht tut man dem Wendler damit auch mal wieder unrecht.
Denn: Irgendwie sympathisch ist er ja doch, der Wendler. Sehr offen erzählt er über sein Leben. Wie er zur Musik gekommen ist, was ihn beschäftigt, wie er mit der umfassenden Häme klargekommen ist – oder auch nicht klargekommen ist. Fast schüchtern wirkt er, fast zerbrechlich. Dass dieser Typ oftmals so großfressig rumlief, scheint in diesen Augenblicken so gar nicht fassbar zu sein. Sein Image passt einfach nicht zu dem Menschen, als der sich der Wendler dem Krause zeigt.
Dschungelcamp? Hätte er nicht machen sollen. Oder nicht vorzeitig rausgehen dürfen. Dass er sich bei einer RTL-Show so schwer verletzt hat, dass seine Hand dauerhaft Schaden nahm, ist bitter. Sein Image jedoch kam wie ein Bumerang zurück, es flog ihm um die Ohren – in Deutschland spielte er ziemlich plötzlich kaum noch eine Rolle.
Und wenn er dann in der Doku so erzählt – da möchte man das alles kaum glauben. Dass so ein schüchterner Mensch leider so oft so seltsam unsympathisch rüberkam.

So hatte diese SWR-Doku dann doch was Gutes – es zeigte den Wendler wirklich mal von einer Seite, die man ganz offenbar viel zu selten zu sehen bekam.