Tagesarchiv für 4. März 2018

RTelenovela

Eisig!

Sonntag, den 4. März 2018
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Der Sonnabend war vermutlich der einzige Tag im Winter 2017/18 in unserer Region, an dem man auf einige zufrorene Seen laufen konnte. Natürlich immer auf eigene Gefahr, denn die Feuerwehr wird sicherlich niemals Seen freigeben. Augenmaß ist also gefragt.

Der Rahmersee war am Sonnabend fast komplett zugefroren. Wir hatten die Gelegenheit, über einen Privatsteg im Zühlsdorfer Ortsteil Seefeld zum See zu gelangen.
Am selben Tag gab es unweit davon einen Zwischenfall: Jemand fuhr mit einem Quad auf den See – und landete damit in einem Eisloch. Die Feuerwehr musste ran. Irre! Auf so eine bekloppte Idee muss man erst mal kommen.

Aber einzeln und zu Fuß ließ es sich auf dem See ganz gut gehen – ohne Schlittschuhe für mich aber nur am Rand und sehr vorsichtig. Da es keinen Schnee gab, war das Eis eine wirklich glatte Fläche. Wer Schlittschuhe dabei hatte, hatte es da schon leichter.

Wenn ein See in der Kälte zufriert, ist das immer ein faszinierendes Erlebnis, und wer weiß, wie oft wir das in der Zukunft noch erleben dürfen.

RTZapper

rbb vor Ort: Cottbus – unerhört?!

Sonntag, den 4. März 2018
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DO 01.03.2018 | 21.00 Uhr | rbb

Miteinander reden. Versuchen, dass kein Riss durch die Stadt und ihre Bevölkerung geht. Es ist der Theologe und Chef der Sächsischen Zentrale für politische Bildung, Frank Richter, der am Donnerstagabend scheinbar einen kühlen Kopf behält.
Dabei ist das gar nicht so einfach. Denn in Cottbus herrscht ordentlich Zoff. Die einen sagen, es gäbe zu viele Flüchtlinge in der Stadt, und man müsse Angst haben, weil es so viele Überfälle gäbe. Die anderen sagen, die Integration der Flüchtlinge funktioniere gut, und man müsse keine Angst haben. Die einen protestieren lautstark und nehmen in Kauf, dass sich in den Protest Rechtsextreme mischen, die diese Situation für sich ausnutzen wollen. Die anderen werden angefeindet und scheinen immer weniger Gehör zu finden.

Der rbb hat am Donnerstagabend versucht, beide Seiten zusammen zu bringen. Erstmals gab es eine Sendung unter dem Titel “rbb vor Ort”. Sie lässt – unabhängig vom Thema – übrigens spüren, dass der rbb so eine Bürgertalksendung dringend nötig hat. Eine Sendung, die dort produziert wird, wo es brennt und auch mal ungemütlich ist.
Die Diskussion unter dem Titel “Cottbus – unerhört?!” zeigte jedoch, dass es noch ein sehr langer weg ist, beide Seiten irgendwie zu einen. Einerseits kommen offen rassistische Meinungen zutage – und das von Menschen, die es vermutlich unverschämt finden, wenn man sie rassistisch nennt. Ein junger Ex-Flüchtling muss sich ausbuhen und auslachen lassen und muss sich von einem überlegen schauen Herrn anhören, er sei ja gar kein Flüchtling, weil er ja diverse Länder durchreist habe.
Was soll man da bloß sagen? Wie kann man bei solchen Standpunkten einen gemeinsamen Nenner finden? Das scheint ziemlich unmöglich, auch wenn man das Gefühl hat, dass die von den Rechten so verhassten “Gutmenschen” immer noch viel zu still sind, sich immer noch zu ruhig verhalten, immer noch zu viel hinnehmen.

Unerhört ist Cottbus immerhin nicht mehr. Aber der Titel “Unerhört?!” ist doppeldeutig. Denn man kann es durchaus unerhört finden, was da gerade in der Lausitzstadt abgeht – und selbst diesen Satz werden die verschiedenen Gruppen unterschiedlich bewerten.