Tagesarchiv für 24. Februar 2018

aRTikel

Überflieger: Von der Theatergruppe Obst zum öffentlichen Eigentum

Samstag, den 24. Februar 2018
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Runge-Absolvent Florian Appelius (27) aus Lehnitz ist Schauspieler

MAZ Oberhavel, 24.2.2018

Lehnitz.
Elshorn, Bad Orb, Lingen, Hameln, Cuxhaven. Das sind die Orte, die Florian Appelius in den nächsten Tagen und Wochen bereisen wird. Der 27-Jährige aus Lehnitz ist Schauspieler und tritt mit Rainer Hunold („Der Staatsanwalt“) und Ulrich Gebauer (spielt den Schulleiter in „Der Lehrer“) im Stück „Öffentliches Eigentum“ auf. Es ist das erste größere Engagement des Absolventen des Oranienburger Runge-Gymnasiums.

Im Stück geht es um einen Nachrichtensprecher, der seine neue Liebe mit einem Mann verheimlichen will. Aber der junge Jamie findet es raus und will ihn erpressen. „Das ist sehr kontrovers, nicht das typische Schenkelklopferstück“, sagt Florian Appelius. 38-mal steht er insgesamt mit diesem Stück auf der Bühne. Premiere hatte er damit Ende Januar im Berliner Schlosspark-Theater. Hunold und Gebauer spielen das Stück schon länger, der Lehnitzer ist der Neue im Team. „Ich hatte zwei Wochen Probezeit.“ Zuvor brauchte er eine Woche, bis er seinen Text drauf hatte. Für die Berliner Aufführungen „habe ich selber fleißig Werbung gemacht, Es waren viele Freunde da. Das war sehr schön.“ Seine Freunde sind es auch, die ihm sagen, ob das Stück gut ist, was ihnen gefällt und was nicht.

Schon als Kind zog es Florian Appelius ins Rampenlicht. Er hat sich verkleidet und auf Feiern Lieder zum Playback performt. „Wir sind noch mal davon gekommen“, hieß das erste Theaterstück, in dem er mitspielte. Er ging in die 9. Klasse des Runge-Gymnasiums in Oranienburg. Fünf Jahre hat er in der Theatergruppe „Obst“ gespielt. „Es hat mir Spaß gemacht, so was zu entwickeln. Ich habe gemerkt, ich kann Leute bewegen, die finden mich lustig.“ Er sei immer auf der heiteren Schiene unterwegs gewesen.
2010 machte er sein Abi, danach hat er erst mal gejobbt. 2011 und 2012 absolvierte er ein Praxisjahr am Wiener Burgtheater. „Das ist eine tolle Erfahrung. Das Theater ist im deutschsprachigen Raum sehr renommiert. Es hat 1000 Plätze.“ Sein Ziel danach ist die Schauspielschule. In Berlin nahm er zunächst privaten Unterricht und ging ab 2013 für vier Jahre auf das Wiener Konservatorium. Im Juni 2017 schloss er sein Schauspielstudium mit dem Bachelor of Arts ab.

Auch für das Fernsehen hat er schon gedreht. Im preisgekrönten ZDF-Film „Be my Baby“, der am 19. März noch mal ausgestrahlt wird, stand er vor der Kamera. Aber eigentlich zieht es ihn weiterhin auf die Bühne. „Wenn ich mir das aussuchen kann, habe ich es geschafft“, sagt er. „Das Theater ist mir lieber. Film und Fernsehen sind sehr technisch, da muss man auch anders spielen.“ Er mag es, auf der Bühne zu stehen, auch weil er dort sofort die Publikumsreaktionen mitbekommt. „Es ist spannend zu sehen, wie die Leute drauf sind und ob die Technik klappt.“ Am liebsten wäre ihm ein festes Engagement. Das Leben als frei arbeitender Schauspieler sei gerade in jungen Jahren schwer. „Es wird lieber erst mal auf bekannte Gesichter gesetzt“, sagt Florian Appelius. Vielleicht gehört seines ja bald dazu.

In „Öffentliches Eigentum“ ist Florian Appelius am 21. März im Theater Brandenburg zu sehen.

RTZapper

Goldene Kamera 2018

Samstag, den 24. Februar 2018
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DO 22.02.2018 | 20.15 Uhr | ZDF

Was tut man, wenn man so richtig verarscht worden ist und wenn alle über einen gelacht haben? Reagiert man ganz cool, in dem man sich beim nächsten Mal selbst auf den Arm nimmt? Oder meint man cool zu ein, in dem man es schlicht ignoriert und stattdessen eine noch langweiligere Show auf die Bühne bringt als beim letzten Mal?

Die Macher der “Goldenen Kamera” 2018 haben sich für Letzteres entschieden. Eigentlich ist diese Show keine Zeile wert, darüber zu schreiben, denn sie war so stinklahm, dass es schon wieder ärgerlich ist.
Bis auf eine nette Einstiegsnummer mit Discoklängen, ist den Machern schlicht gar nichts eingefallen, was eine kurzweilige, humorige Show ausmacht. Stur wurde ein Preis nach dem anderen vergeben.
Kein Seitenhieb auf das Ereignis, als ihnen Joko und Klaas einen falschen Ryan Gosling untergejubelt haben, keine Anmerkung dazu, dass sich die Jury eine Preiskategorie ausgedacht hat, nur um einen vermeintlichen Star zu bekommen. Nichts. Sie haben das letzte Jahr einfach ausgeblendet.

Dass nur noch gute 3 Millionen Leute zusehen, ist kein Wunder. Die “Goldene Kamera 2018” war nicht nur eingestaubt, sondern sie hat noch ein anderes Problem: Viele Ausgezeichnete, viele Serien lauen entweder auf Minisendern oder bei Streamingdiensten – haben also verhältnismäßig ein kleines Publikum. Vor allem wenig aus der ZDF-Zielgruppe. Es gibt also den Konflikt, dass die Ausgezeichneten kaum jemand kennt – was zu weniger Interesse führt.
Und wieso, um Gottes Willen, musste man die Show ausgerechnet gegen den deutschen ESC-Ausscheid setzen? Wenn die Show schon vom Sonnabend strafversetzt worden ist – hätte es keinen anderen Tag gegeben? Müssen sich ARD und ZDF wirklich mit zwei Live-Shows Konkurrenz machen?
Und nebenbei gefragt: Warum überträgt das ZDF eigentlich eine Produktion der Funke-Mediengruppe? Ist das nicht auch eine Dauerwerbesendung?
Wie auch immer: Die Glanzzeit der Goldenen Kamera ist längt vorbei, und wichtig ist das Ding schon lange nicht mehr.

RTelenovela

Grippewelle 2018

Samstag, den 24. Februar 2018
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An der Tür der Arztpraxis hängt ein Zettel: Wegen der Grippewelle müsste momentan mit erheblichen Wartezeiten gerechnet werden.
Oh, dachte ich.
Vor allem, weil ich momentan noch gar nicht wirklich etwas von der Grippewelle mitbekommen habe. Vielleicht habe ich bislang in einem Kokon gelebt.

Ich erwartete nun also eine volle Praxis – und stand in einer fast leeren. Eine der Schwestern erzählte dann aber, dass in den vergangenen Tagen Ausnahmezustand herrscht, und heute der erste Tag sei, an dem wieder etwas mehr Normalität eingetreten sei.
Als mir dann die Ärtzin erzählte, was zu meiner Gesundheit zu sagen ist, stockte sie kurz und nieste in ihre Armhöhle. Und noch mal. Sie hoffe, nicht auch krank zu werden, sagte sie dann doch. Und gab mir zum Abschied die Hand.
Ich hoffe, sie wäscht sich öfter mal die Hände denn ansonsten, ist ja das Handgeben während einer Grippewelle eher nicht so optimal.

Im Radio hörte ich dann in den Nachrichten tatsächlich auch einen Beitrag über die Grippewelle in der Regio Brandenburg. Und im Internet ploppte dazu auch ein Beitrag auf.
Also ob ich plötzlich auch meinen Info-Kokon verlassen habe.

Am Abend, in der Marwitzer Turnhalle: Jahresempfang der Gemeinde Oberkrämer. Viele konnten nicht kommen – wegen der Grippe. Und viele Mitarbeiter der Verwaltung konnten nicht bei der Vorbereitung der Veranstaltung helfen – wegen der Grippe. Der Bürgermeister verzichtete auf überschwängliche Begrüßungen mit Handschlag – wegen der Grippe.

Ich neige dazu, wenn ich so was mitbekomme, sofort davon auszugehen, dass ich mich irgendwo angesteckt habe. Dann spüre ich eine Trockenheit an den Augen, einen leichten Kopfschmerz, und im Hals tut sich auch schon was.
Aber auf Grippe habe ich eigentlich gar keine Lust…

ORA aktuell

Laborbereich bei Takeda in Oranienburg wird erweitert

Samstag, den 24. Februar 2018
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Ab März 2019 werden große Teile der Tablettenproduktion von Takeda in Osaka nach Oranienburg verlegt. Nur noch der asiatische Markt solle von Osaka aus noch bedient werden. Alle anderen Teile der Welt würden dann von Oranienburg aus beliefert.
Das ist bei einem Firmenbesuch von Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) bekannt geworden.
Für die Neusortierung werde momentan der Laborbereich am Standort Oranienburg erweitert.