Tagesarchiv für 14. Februar 2018

RT liest

T.A. Wegberg: Meine Mutter, sein Exmann und ich

Mittwoch, den 14. Februar 2018
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Er soll nicht mehr Mama zu Mama sagen. Denn eigentlich gibt es seine Mama nicht mehr. Seine Mama ist jetzt ein Mann, und er soll Frederik zu ihm sagen.
Es ist nicht leicht für Joschka. Der 15-jährige muss damit klar kommen, dass seine Mutter so nicht mehr existiert. Und er ist sauer. Er kann nicht verstehen, wieso sie ihm da antut. Und natürlich vermisst er die alten Zeiten. Mit seiner Mama.
Es ist Joschkas Geheimnis, und tatsächlich weiß keiner von seinen Freunden davon. Zwar ist bekannt, dass er ein Scheidungskind ist – warum sich seine Eltern geschieden haben, weiß keiner. Joschka verheimlicht Frederik. Lässt sich nicht mit ihm sehen, hält Abstand in der Öffentlichkeit.
Aber auch Joschkas Leben geht weiter. Er lernt Sebastian kennen, der eine seltene Krankheit hat, und er verliebt sich in Emma. Außerdem muss er sich um ein Projekt in seiner Klasse kümmern. Es geht ausgerechnet um LGBT – also genau das Thema, das ihn zu Hause umtreibt.

Erneut hat T.A.Wegberg ein sehr lesenswertes Jugendbuch geschrieben. Es richtet sich vor allem an Jugendliche, aber auch Erwachsene können hier einiges lernen.
Anhand von Joschka erzählt er nicht nur von einer Transgender-Situation, sondern auch davon, wie eine Familie damit klarkommt oder eben nicht klarkommt. Welche Probleme es gibt und vielleicht auch, welche Lösungen. An einigen Stellen wirkt die Geschichte zwar ein wenig überpädagogisch, aber dennoch ist es interessant und unterhaltsam, zu verfolgen, was aus den Leuten im Roman wird. Denn oft muss Joschka über seinen Schatten springen, und oft stellt er fest, wie es ist, auf Menschen einzugehen, die anders sind als man selbst.
Von der ganzen Geschichte abgesehen hat der Autor aber übrigens auch ordentlichen Berliner Lokal-Kolorit reingebracht. Sein Joschka ist Fan von Buslinien, er will mal zu den Verkehrsbetrieben. Sehr detailreich hat der Autor viele Busstrecken und Berliner Begebenheiten im Buch untergebracht.

T.A. Wegberg: Meine Mutter, sein Exmann und ich
Rowohlt Rotfuchs, 254 Seiten
8/10

RTelenovela

Fastenzeit 2018 – Countdown

Mittwoch, den 14. Februar 2018
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2017 -> 15.4.2017

Aschermittwoch. Die Fastenzeit 2018 beginnt. Und zum zweiten Mal mache ich mit.
Auch diesmal werde ich auf Cola und Cola-Mixe verzichten, diesmal aber auch zusätzlich noch auf Schokolade.
Mal sehen, ob mir das gelingt.

Am Dienstag habe ich mir aber im Kremmener Supermarkt noch eine letzte Cola gegönnt. Als ich zu Hause später den Kühlschrank öffnete, fiel mir auf: Ich habe aber auch zwei Spezi-Flaschen gekauft, also einen Orangen-Cola-Mix. Da habe ich wohl gepennt, beim Einkaufen. Aber der Blick auf das Haltbarkeitsdatum beruhigte mich: haltbar bis Januar 2019. Die beiden laschen werden also als zusätzliche Bewährungsprobe bis Ostern im Kühlschrank stehen bleiben.

RTZapper

Zug der fröhlichen Leute 2018

Mittwoch, den 14. Februar 2018
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SO 11.02.2018 | 14.00 Uhr | rbb

Helau! Endlich konnten die Cottbuser wieder ein bisschen feiern und so richtig befreit und fröhlich sein! Ach, war das herrlich. Der rbb übertrug am Sonntagnachmittag live den “Zug der fröhlichen Leute” 2018. Die Narren zogen durch Cottbus, und am Straßenrand jubelten ein paar Leute ihnen zu.

Helau! Mit guter Laune marschierten die Narren durch Cottbus, und endlich hatte das fernsehen mal nichts Böses über die Lausitz-Stadt zu berichten. Der rbb hatte Reporter vor Ort, und alle waren gut drauf.
Helau! Und natürlich teilen die Narren auch ordentlich aus. GroKo. SPD und Union. Trump. Kohle. Und was es sonst noch so für aktuelle Themen im Land gibt.

Aber da war doch noch was. Rechtspopulisten haben in der Stadt in den vergangenen Wochen für Aufregung gesorgt – und werden das auch weiter tun. Die Menschen sind unzufrieden, sie machen sich sich Sorgen, schließen sich den Rechten an. Auf den Demo geht es ruppig zu, es wird gepöbelt, und das Bild von Cottbus nach außen leidet. Die Stadtpolitik beschwichtigt, auch auch einige Cottbuser haben sich geäußert.
Und im Karneval? Nichts. Keine Positionierung, kein Statement – zumindest nicht sichtbar. Man wollte sich nicht die gute Laue verderben lassen. Und verscherzen möchten es sich die Narren ja auch mit niemandem. Helau!