Tagesarchiv für 13. Februar 2018

RT im Kino

Fifty Shades of Grey: Befreite Lust

Dienstag, den 13. Februar 2018

(2) -> 14.2.2017

Fifty Shades of Grey. Was für eine Aufregung! Eine Liebesgeschichte mit Sado-Maso-Sex! Das war irgendwie spannend, aber natürlich auch ein großer Skandal. Kein Wunder, dass sich die Bücher sehr, sehr gut verkauften und die Fieberkurve stieg, als es hieß: Die Romane würden verfilmt.
Auch Teil 3 ist mit einer FSK-16-Wertung versehen, und tatsächlich geht es wirklich ordentlich zur Sache.
Da geht es um Sex-Gewalt, und als Zuschauer hält man den Atem an, als Christian Ana eine Flüssigkeit auf den Schenkel streicht. Es ist barbarisch. Sehr versaut und ein Tabu! Eiscreme! Eiscreme, die Christian vom Schenkel ableckt.
Da geht ein Ruck durch’s Kino!
Aber mal im Ernst: Von der Sado-Maso-Story ist im dritten Teil quasi nichts mehr geblieben, und das Bisschen, was übrig ist, wird nur verschämt angedeutet. Ansonsten entwickelt sich Christian mehr und mehr zu einem Softi.
Aber egal, “Fifty Shades of Grey: Brefreite Lust” bietet das, was der Titel aussagt. Ana und Christian lieben sich, haben hier und da Sex, und das sieht tatsächlich auch noch ziemlich gut aus. Stichwort: Schauwerte. Ab und zu passiert etwas Böses, diese kleinen Auweia-Momente, die zu einer guten Soap gehören.
Das macht diesen Film zu einem netten Zeitvertreib – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Ach ja, Inhalte? Christian (Jamie Dornan) und Ana (Dakota Johnson) sind nun verheiratet. Er will kein Kind, sie wünscht sich eins – und wird, oh je, schwanger. Wird Christian sie verlassen? Unterdessen wird Christian von seiner Vergangenheit eingeholt. Jemand will dem Paar was Böses. Wird ihre Liebe das überleben?

Fifty Shades of Grey: Befreite Lust
USA 2017, Regie: James Foley
Universal, 106 Minuten, ab 16
6/10

RT liest

Anja Goerz: Wenn ich dich hole

Dienstag, den 13. Februar 2018

Unwetter in London. Alle Flüge sind gestrichen. Bendix Steensen macht sich Sorgen. Er muss ganz dringend nach Hause, in sein Haus in Nordfriesland. Von dort bekam er einen Anruf von seinem Sohn Lewe. Der Neunjährige ist allein zu Haus, seine Mutter und seine Oma sind unterwegs und kommen einfach nicht zurück. Lewe hat Angst – und auch in Nordfriesland setzt ein Schneesturm ein.
Bendix setzt Himmel und Hölle in Bewegung – aber das ist aus der Ferne schwerer als gedacht. Denn selbst der Dorfpolizist glaubt nicht, dass es sich da um eine ernste Situation handeln könnte.
Bendix’ Frau Insa und seine Mutter wären eigentlich längst wieder zu Hause. Wenn sie nicht von einem Unbekannten niedergeschlagen und entführt worden wären, und bei Lewe taucht später seltsamer Besuch auf…

Radiomoderatorin Anja Goerz (radioeins, Nordwestradio) hat einen ziemlich fesselnden Thriller geschrieben. Dabei wird nie so richtig klar, wer den Satz “Wenn ich dich hole” eigentlich sagt. Er trifft auf viele zu: Auf Bendix, der Angst um seine Familie hat. Auf den Dorfpolizisten. Auf Lewes Mama. Auf den geheimnisvollen Gast im Haus der Steensens.
Lange lässt die Autorin die Leser im Unklaren, was eigentlich passiert ist, dass alle Beteiligten sich in der Lage befinden, dir wir da erleben. Die Geschichte wechselt immer wieder den Schauplatz und erhöht dadurch die Spannung.
Die Ortskenntnis der Autorin sorgt zudem für einen schönen Lokalkolorit. “Wenn ich dich hole” ist gut gemachte Unterhaltungsliteratur.

Anja Goerz: Wenn ich dich hole
dtv premium, 256 Seiten
7/10

RTZapper

PyeongChang 2018 live: Biathlon, 7,5-km-Sprint der Damen

Dienstag, den 13. Februar 2018
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SA 10.02.2018 | 12.05 Uhr | TLC

Die Aufregung war groß: Olympia nicht bei ARD und ZDF! Der Medienkonzern Discovery hatte die Rechte an den Olympischen Spielen gekauft und konnte sich zunächst nicht über den Öffentlich-Rechtlichen über Sublizenzen einigen.
Schon war der Plan geboren, Olympia bei Eurosport zu zeigen und zusätzlich auf den Spartensendern TLC und DMAX.
Am Ende kam es doch anders: ARD und ZDF bekamen doch Sublizenzen und dürfen nun parallel zu Eurosport live aus Pyeongchang in Südkorea berichten.
Die Folge – und man hätte es sich denken können: Die Masse schaut bei ARD und ZDF – und kaum jemand auf Eurosport 1 und fast niemand auf TLC.

Dass der Frauendoku-Sender TLC plötzlich zu einem Live-Sportsender mutiert, erscheint als reine Werbemaßnahme, denn der Sender ist bislang noch kaum bekannt, wenn er denn überhaupt in der Senderliste der Leute auftaucht.
Inzwischen zeigt sich aber: Mit Olympia hat TLC noch schlechtere Quoten.

Am Sonnabend übertrug das ZDF den 7,5-Kilometer-Sprint der Damen im Biathlon. Die Sportart hat in Deutschland traditionell sehr viele Zuschauer. Im ZDF sahen 6,52 Millionen Menschen zu – und das zur Mittagszeit. Parallel lief die Übertragung auch auf TLC – mit 0,06 Millionen Zusehern. Was schon sehr bitter ist – auch für die Kommentatoren auf TLC, die es eigentlich gewohnt sind, für Eurosport 1 zu arbeiten und mitunter auch on Air darüber moserten, nun bei TLC eine Nische im Nischendasein zu fristen.
Bei Discovery wird man sich vermutlich in den Hintern beißen, dass sie als eigentliche Rechteinhaber vom Olympia-Boom absolut nicht profitieren.