Tagesarchiv für 5. Februar 2018

RT im Kino

Downsizing

Montag, den 5. Februar 2018

Es wird immer enger auf der Erde – und die Zahl der hier lebenden Menschen wird dennoch immer größer. Einem Team von norwegischen Wissenschaftlern ist jedoch eine Sensation gelungen: Sie können Menschen schrumpfen. Durch ein kompliziertes Verfahren sind sie danach nur noch zwölf Zentimeter groß. Sie brauchen weniger Platz, sie verbrauchen weniger Ressourcen – es könnte ein echter Durchbruch sein.
Für Paul Safranek (Matt Damon) und seine Frau Audrey (Kristen Wiig) gibt es aber noch einen anderen Grund, der dafür spricht, klein zu werden: das Geld. Denn natürlich gibt man auch viel weniger Geld aus, und das Geld, das man hat, ist dementsprechend viel mehr wert. Doch als Paul schon klein ist, teilt ihm seine Frau mit, dass sie sich doch dagegen entschieden hat. Paul muss sich allein ins kleine Abenteuer stürzen, und es hält viele Überraschungen für ihn parat.

Die Idee von “Downsizing” ist spannend. Kleine Menschen brauchen weniger Platz und weniger Rohstoffe. Der Film von Alexander Payne erzählt davon, wie das funktionieren könnte und welche Auswirkungen das haben kann.
Allerdings wirken die Szenen, in denen kleine und große Menschen aufeinander treffen, nicht sehr realistisch. Da gibt die aktuelle Tricktechnik sicherlich mehr her. Hinzu kommt auch ein inhaltlicher Schwachpunkt. Zwar zeigt der Film, dass auch im kleinen Leben nicht alles gut ist. Dass es dort auch arm und reich gibt. Und dass die Umweltprobleme längst nicht gelöst sind.
Aber die Geschichte ist nicht zielstrebig und sie will zu viel. Zwar ist es durchaus interessant, zu sehen, was aus Paul wird, aber letztlich ist es doch viel zu ausschweifend. Andererseits fehlt es aber auch an einer Haltung der Autoren, wirklich klare Akzente zu setzen. So bleibt am Ende ein seltsames Schulterzucken. Zum Glück sorgt Christoph Waltz in einer herrlich bösen Nebenrolle dafür, dass keine Langeweile aufkommt.

Downsizing
USA 2017, Regie: Alexander Payne
Paramount, 136 Minuten, ab 0
6/10

RTelenovela

Ups, vertippt!

Montag, den 5. Februar 2018
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Im Grunde genommen, kann so was mal passieren.
Im Asia-Imbiss in den Potsdamer-Platz-Arcaden kaufe ich eine Sauer-Scharf-Suppe, ein Fischgericht mit Nudeln und einen Multivitaminsaft. Die Frau hinter der Theke tippt alles in ihre Kasse und nennt mir den Preis: 10,10 Euro.
Und ich stutze sofort.
Ich habe nämlich noch nie mehr als 10 Euro dort bezahlt, und deshalb rechne ich sofort nach. Und komme auf 9,60 Euro.
Ich rechne noch mal nach. 9,60 Euro.

Ich weise die Thekenfrau darauf hin, aber sie beharrt darauf, dass es 10,10 Euro seien. Ich rechne ihr nun laut vor. Daraufhin meint sie, sie habe statt der 43 die Nummer 44 in die Kasse eingegeben. Und die 44 ist, upsi, 50 Cent teurer.
Sie gibt mir diese 50 Cent wieder, und in diesem Moment kommt auch schon mein Essen. Die Nummer 43.

Nun könnte man sagen: passiert.
Nun sage ich aber: Das passiert öfter.
Ungelogen: Ich bin nicht sooo oft dort essen. Aber die letzten drei Male (!) ist genau das passiert. Dass sich die Thekendame verrechnet oder, upsili, was Falsches in die Kasse eingetippt hat.
Werden die Kunden dort beschissen? Rechnen die damit, dass man nicht so schnell nachrechnet? Betreiben die Touri-Abzocke? Denn normalerweise rechnet man das ja nicht nach – ich habe es auch nur wegen des besonderen Betrages gemacht.
Aber wie gesagt: Bei mir ist es nun das dritte Mal passiert, und langsam glaube ich nicht mehr daran, dass es da ein versehen gibt.

RTZapper

Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!: Das große Finale 2018

Montag, den 5. Februar 2018
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SA 03.02.2018 | 22.15 Uhr | RTL

Irgend so eine Dings ist Dschungelkönigin 2018 geworden. Sie heißt Jenny, und im März (oder morgen) werden wir das schon wieder vergessen haben. Eventuell – aber wirklich nur eventuell – werden wir noch im Hinterkopf haben, dass sie die Halbschwester von Daniela Katzenberger ist.

Am Sonnabend lief bei RTL das Finale im Dschungelcamp. Einer 12. Staffel mit vielen Aufs und Abs. Und einer Dschungelkönigin, die noch nie so langweilig und blass war.
Für RTL wird es vermutlich immer schwieriger, einigermaßen bekannte Leute für das Dschungelcamp zu finden. Waren es in den ersten Staffeln fast durchweg noch irgendwie bekannte oder halbwegs bekannte Leute, die dabei waren, sind es 2018 vielleicht vier oder fünf Leute gewesen, die man hätte kennen können.
Der Rest? Wer war da noch mal? Kattia? Was hat die noch mal gemacht? Und diese Sandra? Wo ist die mal durch Bild gelaufen? Und Giuliana? Wie sah die noch mal aus?
Das Problem: Normalerweise ist es nicht wichtig, dass alle Camp-Teilnehmer bekannt sind. So lange sie die Zeit im Camp dazu nutzen, auf sich aufmerksam zu machen. Irgendwie für Interesse zu sorgen, für Sympathie. Bei diesen drei Damen ist absolut nichts hängen geblieben.

Das führte dazu, dass die ersten Tage bei “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!” ziemlich dahin plätscherten. Irgendwie ist nichts passiert, die Camper waren langweilig.
Aber das Blatt wendete sich, auch wenn RTL nachhelfen musste. Ständige Regelbrüche führten dazu, dass die Raucher keine Kippen bekamen – und Daniele Negroni (“DSDS”) Frust schob und das alle spüren ließ. Endlich war mal was los im Camp.
Daniele war es aber auch, der versuchte, das Team zusammenzuhalten und eben immer wieder meckerte, wenn ständig Regelbrüche praktiziert worden sind. Die anderen haben das nicht kapiert und – auch Dschungelkönigin Jenny – verbat es sich, von Daniele vollgenölt zu werden. Dabei war es auch eben jene Jenny, der Regeln wurscht waren. Sympathisch war das nicht.

Die Sängerin Tina York dagegen wurschtelte sich durch. Eigentlich war sie sehr unglücklich und wollte raus. Aber sie biss sich durch, auch wenn sie die Zuschauer immer wieder aufforderte, nicht für sie abzustimmen. Am Ende aber – im Finale – musste auch sie in die Dschungelprüfung und war tapfer. Am Ende siegte sie aber nicht, sie wurde leider Dritte und Daniele Zweiter – der darüber sichtlich enttäuscht war.
Und das zurecht: Denn Jenny Frankhauser hat im Camp nicht wirklich was geleistet. Und dass sie über sich hinaus gewachsen sein soll, war auch nicht wirklich erkennbar. Früher haben die RTL-Zuschauer Leute hochgehoben, die was geleistet haben. 2018 war das nicht mehr der Fall. Vielleicht rufen auch kaum noch Leute an, vor einigen Jahren kursierten ja mal ziemlich niedrige Anruferzahlen. Und wenn RTL sowieso nichts an den Anrufen verdient, sollte sich der Sender mal ein neues Votingsystem überlegen. Vermutlich hätte diese… ähm… diese Dings dann nicht gewonnen.