Tagesarchiv für 31. Januar 2018

RT liest

Klara Holm: Rabenaas

Mittwoch, den 31. Januar 2018
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(2) -> 6.1.2017

Zwischenfall bei einem Polizeieinsatz in Lohme auf Rügen. Polizistin Kerstin Sonntag wird zu einer Ruhestörung gerufen. Als sie die Familie zur Rede stellen will kommt es zur tragischen Wendung. Sonntag sieht eine Gefahr, jemand zieht ein Messer, sie zieht ihre Waffe und schießt auf eine junge Frau aus der Familie. Die Schreppers sorgen schon seit vielen Jahren in Lohme für Angst und Schrecken. Nun behaupten die anderen, dass niemand ein Messer dabei hatte. Allen voran die Mutter, die von allen Rabenaas genannt wird.
Die Ermittlungen im eigenen Haus beginnen. Aber das ist nur der Anfang der Geschichte, denn die Polizei wird noch öfter nach Lohme gerufen. Immer wieder gibt es Zoff unter den Nachbarn und geheimnisvolle Todesfälle. Wer steckt hinter den vielen Zwischenfällen: die Schreppers? Die Nachbarn? Und welche Rolle spielt Judy, das kleine Kind der Schreppers?

“Rabenaas” ist der dritte Roman der Rügen-Krimi-Reihe von Klara Holm. Es ist der bislang beste. Denn Luka Kroczek und sein Team haben es diesmal mit einem besonders hartem Fall zu tun.
Die Geschichte ist extrem fesselnd und lebt von seinen vielen verschiedenen, undurchsichtigen Figuren. Was sich in Lohme abspielt, ist unfassbar. Die Familie Schrepper ist angsteinflößend, sie bedrohen andere und bringen sogar die Kommissare in ernste Schwierigkeiten. Wie unter einem Brennglas wird der Fokus auf das kleine Dorf gelegt.
Bis zum Ende bleibt völlig unklar, wer hinter den vielen Geschehnissen steckt, der Autorin gelingt es, dass viele verdächtigt werden. Leider – und das sorgt für den Punktabzug – wirkt das Ende seltsam überhastet und ist auch nicht komplett befriedigend. Aber dennoch: Ein toller Roman mit fiesen Charakteren und einer rundum packenden Story.

Klara Holm: Rabenaas
ro ro ro, 318 Seiten
9/10

Hits: 46

RTZapper

Beat the Box

Mittwoch, den 31. Januar 2018
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SO 28.01.2018 | 19.15 Uhr | VOX

Neue Sparmaßnahme bei VOX. Und diesmal ist es besonders bitter.
Wie muss man sich dort eine Ideensitzung vorstellen?
Einer sagt: Lasst uns doch ein neues Quiz machen!
Und der Chef sagt: Prima! Wir haben aber kein Studio.
Und der andere sagt: Kein Problem, drehen wir eben irgendwo anders.
Und der Chef sagt: Für Irgendwoanders ist auch kein Geld da.
Und der andere sagt: Dann drehen wir eben bei den Leuten zu Hause. Ich habe auch schon eine Idee, wer das moderiert.
Und der Chef sagt: Wir haben aber kein Geld für einen Moderator.

Unter diesen Bedingungen startete als am Sonntagabend VOX das neue Quiz “Beat the Box”.
Kein Studio, keine Kulisse, kein Moderator.
Die vier Kandidatengruppen sitzen jeweils zu Hause und fischen sich die Fragen und Aufgaben aus einer Box.
Das wirkt dann schon weniger wie ein Quiz, sondern mehr wie eine der üblich-drögen Dokusoaps.
Eine Interaktion mit den Gegnern fehlt, alle schmoren im eigenen Saft – und das Ganze ist schnittechnisch zusammengeklatscht worden. Vermutlich ist “Beat the Box” eine der preiswertesten Quizshows, die es bei VOX je gab.
Besonders aufregend ist das nicht.

Hits: 18

RTelenovela

Weggelegtes

Mittwoch, den 31. Januar 2018
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Ich gehe gern abends nach 20 Uhr einkaufen. Da hat sich die Lage in Oranienburgs großen Supermärkten schon deutlich entspannt. Außerdem gibt es dort immer wieder spannende Beobachtungen.
Vielleicht ist es dir auch schon aufgefallen: Da stehe ich vor dem Regal mit den 31 Joghurtsorten, und plötzlich entdecke ich mittendrin einen Margarinewürfel. Gehört da nicht hin. Liegt aber trotzdem da. Oder im Regal mit den Milchsorten hat sich eine Tafel Schokolade verirrt. Mitten auf der Truhe mit den Pizzen stand neulich eine Flasche Ketchup. Und in der Colakiste stand ein einsamer Orangensaft.

Die Frage, was es damit auf sich hat, ist allerdings einfach zu beantworten. Auch weil ich (und jetzt flüstere ich ein bisschen verschämt) das auch schon mal gemacht habe. Es kommt nämlich schon mal vor, dass man eine Ware bereits im Einkaufswagen zu liegen hat und plötzlich denkt: Och nö, brauche ich doch nicht. Anstatt es zurück zu bringen, legt man es heimlich woanders hin. Wer abends aufmerksam durch den Supermarkt schlendert, wird sehen: Das ist kein Einzelfall.

Hits: 19