Tagesarchiv für 29. Januar 2018

RT im Kino

Wunder

Montag, den 29. Januar 2018

Alle glotzen sie ihn an. Aber sie glotzen nur, sie trauen sich nicht, ihn anzusprechen. Stattdessen sprechen sie über ihn. Und anfassen darf man ihn auch nicht, sagen sie die anderen.
Ist aber alles Quatsch.
Der 10-jährige Auggie (Jacob Tremblay) sieht nur nicht ganz so aus wie anderen. Durch einen Gendefekt ist sein Gesicht entstellt. Ansonsten ist er ganz normal.
Aber dieses Gesicht sorgt eben dafür, dass alle, die Auggie begegnen, erst mal entsetzt sind. Kein Wunder, dass Auggie am liebsten mit einem Astronautenhelm herumrennt.
Jahrelang ist er von seiner Mutter (Julia Roberts) zu Hause unterrichtet worden. Nun aber, mit Beginn der 5. Klasse, soll er in eine richtige Schule. Ein großer Schritt. Für alle.

Das “Wunder” zeigt sich in dem gleichnamigen Film von Stephen Chbosky an vielen Stellen. Denn er erzählt nicht nur von diesem Jungen, der so stark sein muss, der sich überwinden muss, der so viel ertragen muss. Es geht auch um sein Umfeld. Um Mitschüler, für die sich ebenfalls viel ändert, in dem Moment, wo Auggie in ihr Leben tritt. Um seine Familie, um die Mutter, den Vater (Owen Wilson), um die Schwester (Elle McKinnon), die ja ebenfalls mit den vielen Umständen klarkommen müssen, die die Probleme mit Auggie mit sich bringen.
Wir sehen eine Familie, die viel Liebe ausstrahlt, die aber auch einen harten Weg gehen muss. Wir sehen eine kleine Gesellschaft, die sich verändert.
All das ist manchmal dick aufgetragen, aber das passt in diesem Fall sehr gut. Ein bisschen Rührseligkeit und Emotion muss bei einer solchen Geschichte sein. Sie ist nie wirklich übertrieben. Zumal der Humor durchaus vertreten ist.
Jacob Tremblay spielt den Jungen in seiner Zerrissenheit hervorragend, aber auch alle anderen tragen dazu bei, dass “Wunder” wirklich sehenswert ist.

Wunder
USA 2017, Regie: Stephen Chbosky
Studiocanal, 114 Minuten, ab 0
8/10

Hits: 8

RTelenovela

Hinten rein zur Grünen Woche

Montag, den 29. Januar 2018
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Grüne Woche 2018 in Berlin, und alles war diesmal ein bisschen anders.
Normalerweise ist alles dufte. Der Shuttlebus fährt vom Olympiastadion zur Masurenallee, da ist dann der Haupteingang, eine Halle weiter ist der Pressecounter, wir gehen rein und sind als erstes in der Brandenburghalle.
Diesmal rollte der Bus aber zur Jafféstraße und über eine Baustelle. Am Rande der Messe Berlin wird gebuddelt, anscheinend werden mehrere neue Hallen gebaut.
Der Bus hält irgendwo abseits auch vom hinteren Haupteingang. Stattdessen ist im Nirgendwo ein Container aufgebaut, wo man die Tickets kaufen kann. Einen Pressecounter sucht man aber vergebens.
Geht man dann weiter, läuft man zwischen Bauzäunen entlang über einen Nebeneingang zur Halle 25/26 – wo irgendwelcher Gartenkram gezeigt wird.

Und dann steht man erst mal da, und man überlegt, wo wir denn nun eigentlich hinmüssen, um zu den interessanten Hallen zu gelangen. Hinzu kommt nämlich, dass sich dieser Eingang buchstäblich im letzten Winkel der Messe befindet. Viele Menschen verirren sich in die Halle 26, die aber eine komplette Sackgasse ist, überall murmeln die Leute, dass sie da ja eigentlich gar nicht hinwollten und nun überlegen, wie man eigentlich da weg kommt.
Als wir dann doch einen Übergang fanden, standen wir plötzlich in einer Pferdehalle mit einem riesigen Parcours-Gelände. Nur über eine schmale Holzbrücke mit vielen Stufen ging es weiter zu den anderen Hallen.

Ein mieser Transfer zu einem ungünstigen Messestandort, eine schlechte Beschilderung, lange Wege. Die Grüne Woche 2018 begann nicht nur für uns ziemlich ärgerlich.

Es heißt ja immer, dass man früher auf der Grünen Woche viel mehr kostenlos bekam, und das stimmt auch wirklich. Um so spannender ist es, zu beobachten, wie sich die Leute auf alles Kostenlose stürzen.
In der Brandenburghalle gab es an einem Stand kleine Weißbrothäppchen (wirklich Mini) mit einem weißen Zeug drauf – Meerettich. Das wussten viele nicht, trotzdem stürzten sie sich drauf. Um dann festzustellen: ganz schön scharf! Uuuh, richtig scharf!
In einer anderen Halle schnitt eine junge Frau Birnen auf – die besten in Europa. Oder so. Sie schnitt die Birne in kleine Streifen und verteilte sie. Das kam gut an. Ein Mann kam und fragte, ob er denn die halbe Birne haben könne, die da noch liege. Die Frau verneinte, die würde sie ja auch noch in Streifen schneiden, meinte sie betont freundlich.

Die Holländer hatten eine wahnsinnig schöne Tulpenwiese – da muss man dann auch gar nicht mehr in die eigentliche Blumenhalle. Am Stand des Ernährungsministeriums gab’s tolle Live-Musik. Ebenso in Bulgarien – da gab es eine Performance mit verschiedenen Dudelsäcken.
So gibt es überall etwas zu entdecken, und das macht die Grüne Woche aus.
2019 wieder, und dann hoffentlich nicht wieder hinten rein.

Hits: 9

KeineWochenShow

#56 – Wir sind Stars! Lasst uns da kostenlos rein!

Montag, den 29. Januar 2018
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Es folgt eine Ansage: Wir würden gern vier Tage Urlaub machen, und dafür suchen wir ein schönes Hotel. Und weil wir ja auf YouTube 43 Follower haben, fänden wir es ganz toll, wenn wir kostenlos wohnen könnten. Wir würden im Gegenzug natürlich das Hotel in “KeineWochenShow” erwähnen. Das ist doch ganz klar!
Einen Versuch ist es wert, auch wenn es bei Elle Darby nicht geklappt hat. Der YouTube-Star hat genau diese Masche versucht und ist beim Hotelmanager auf Granit gestoßen. Und Elle war darüber wiederum empört.
Wir haben eine Meinung zu diesem, ähm, Vorfall. Die erfahrt ihr in der neuen Ausgabe unseres wöchentlichen Vlogs.

Außerdem sprechen wir über die aktuelle SPD-Krise, über das aktuelle Dschungelcamp, über die neue Aggression der Menschen und über ein besonderes Theaterstück.
Ausgabe #56 von “KeineWochenShow” gibt es natürlich auf YouTube.

Hits: 7