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Zwei Jahrzehnte durchgetanzt

Die Bärenklauer Dance Bears feiern ihr Jubiläum im Februar mit einer großen Party in Marwitz

MAZ Oberhavel, 27.1.2018

Bärenklau.
Mit einem Westernball im Dorf fing alles an. Das war 1998. Damals spielte eine Band, es wurde getanzt. Linedance. „Wo macht man so was?“, fragten sich einige Bärenklauer danach. „Sechs Leute fuhren dann nach Berlin zum Training und zur Countrymusikmesse“, erzählt Gundula Klatt. „Im Auto haben wir dann beschlossen: Wie machen eine Tanzgruppe.“ Den ersten Auftritt hatten sie im inzwischen geschlossenen „Bärenstübl“ im Dorf. Der Name stand auch schnell fest: Dance Bears.
Bears – Bären – Bärenklau. Das passt, bis heute. Die Dance Bears feiern im Februar ihr 20-jähiges Bestehen. Dazu wird es in der Marwitzer Turnhalle ein großes Countryfest geben. Trainiert wird jeden Dienstag von 19 bis 20 Uhr in der Alten Remonteschule.

Das besondere am Linedance ist, dass alle dasselbe tanzen. Und nicht nur das: Alle Linedancer, überall, tanzen bei bestimmten Liedern bestimmte Schrittfolgen. Spielt eine Band einen Song, dann wissen alle Countytänzer, egal woher sie kommen, was nun zu tun ist. „Das macht auch am meisten Spaß, wenn alle gleich tanzen, eine Masse, keiner kommt aus dem Takt“, erzählt die 14-jährige Melina Kahl. „Das ist echt cool, wenn alle mitmachen.“

Gundula Klatt ist die Chefin, Cornelia Langner aber die Trainerin. „Zwei oder drei Wochen brauchen wir schon, bis ein Tanz wirklich sitzt.“ Es sind vor allem Videos im Internet, in denen die Schritte zu sehen und worüber sie erlernbar sind. Ein Tanz besteht aus 32 oder 64 Counts, also verschiedenen Schritten. Besonders schwere Tänze können auch mehr als 100 Schritte haben. „Ich tanze etappenweise vor, erst die ersten acht Schritte, dann geht es weiter“, erzählt Cornelia Langner. „Ich sage dann zur Gruppe, dass sie vorm Schlafengehen die Schritte in Gedanken noch mal durchgehen sollen.“
50 bis 60 Tänze haben die Bärenklauerinnen drauf. Ständig werden es mehr. Die Gruppe besteht derzeit aus 15 Frauen zwischen 14 und 69 Jahren. Es ist kein Mann dabei – das war schon mal anders. „Es ist schwierig, Männer dafür zu interessieren“, gibt Gundula Klatt zu. Zwischenzeitlich gab es sogar noch die Young Dance Bears, die Kindergruppe wurde mangels Nachwuchs aufgelöst, die jugendlichen Mädchen gehören nun zur eigentlichen Truppe. „Das Tolle ist, dass man beim Tanzen den Kopf frei bekommt“, sagt Lea Schmidt (15).

Für Neueinsteiger ist der Start nicht ganz einfach, das geben alle zu. Denn die vielen Schritte müssen gelernt sein. „Viele finden die Musik toll und die Tänze schön, aber viele empfinden das eben auch als schwierig, sagt Renata Förster, die ebenfalls in der Gruppe dabei ist. „Aber wenn Neue kommen, dann versuchen wir, einen Anfängertanz beizubringen“, ergänzt Trainerin Cornelia Langner. Momentan wird schon für das Fest am 17. Februar geprobt.

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